Rango

Die wichtigste Szene in einem, auf Knirpse ausgerichteten, Animationsfilm ist der Moment der Erkenntnis. Der Augenblick, in dem der Held oder die Heldin erkennt, dass Freunde das Wichtigste im Leben sind / man sich immer treu bleiben muss / jedem Ende auch ein Anfang innewohnt / allein sein irgendwie doof ist. Zweck dieser Szene ist, die Moral der Geschichte her- und das glückliche Ende einzuleiten – sprich: jenes Finale zu provozieren, das für Zuschauer mit zweistelligem Alter meist schon seit einer ganzen Weile absehbar ist.

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Fluch der Karibik – Fremde Gezeiten

So. FLUCH DER KARIBIK, Teil … 4. Genau. Wo anfangen? Das Letzte, woran ich mich vor Filmbeginn noch erinnerte, war, wie Jack Sparrow von diesem Riesenkraken verschluckt wurde. Das war cool. Blöderweise aber auch das Ende von Teil 2, nicht 3, wie mir nach einer kurzen,  vorbereitenden Recherche klar wurde. Um schnell Zugang in das Geschehen des vierten Teils zu finden, las ich also nach, was im dritten Teil überhaupt passiert war. 15 Minuten später verstand ich, dass das Problem nicht allein meinem schlechten Gedächtnis geschuldet war.

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Drive

Selten sind die Rezensionen, bei denen ich mir vor lauter Begeisterung die Frage stellen muss, ob ein euphorischer Einzeiler nicht ausreichen würde. Um zu vermeiden, dass dieser Blog zur Nörgelgrube verkommt, sollen trotzdem ein paar Anmerkungen über DRIVE ausformuliert werden, die Erwähnung bedürfen, und sei es nur, weil sie so viel Anerkennung verdienen.

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13 Assassins

Takashi Miike ist ein Regisseur, dessen Werk sich mir nicht erschließt. Von THE AUDITION mehr irritiert als begeistert und vom berüchtigten ICHI – THE KILLER klar unterwältigt, schloss ich mich um die Jahrtausendwende dankbar jenen an, die ihn und seine Filme in die Trash-Ecke schoben und von da an ignorierten.

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Napoleon Dynamite

Angenommen, Beavis and Butthead hätten diese Woche Premiere – wie wäre die Resonanz? Würde das Konzept heute noch funktionieren? Würde man ihr Lachen imitieren? Ihre Witze zitieren? Kurz gesagt: Wären die beiden noch popkulturell relevant?

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Up in the Air

Wer häufiger hier liest, hat längst die leidvolle Erfahrung gemacht, dass ich mir für wenige Wortspiele zu schade bin. Ich bin mir der Schändlichkeit meines Schreibstils bewusst, und doch: wann immer ich Besserung gelobe, kommt ein Film wie UP IN THE AIR daher, und macht sämtliche guten Vorsätze in einem Streich zunichte. Und so muss ich mit Bedauern folgendes nieder bringen:

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Horrible Bosses / Kill the Boss

Nett ist der kleine Bruder von Scheiße, betone ich gern. Wenn sich aber der Großteil aktueller Komödien in eben jener suhlt, und die Gürtellinie irgendwo am Firmament verblasst, kann dieses Urteil hier nicht gelten. HORRIBLE BOSSES ist eine nette Komödie, die in keiner Weise Maßstäbe setzt, mit ihrer sympathischen, wenig aufgeregten Art jedoch deutlich mehr Anerkennung verdient als Genrekollegen wie HANGOVER.

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Buried

Es liegt in der Natur des Menschen, der Intensität und Energie der eigenen Jugend nachzutrauern und im nächsten Atemzug der aktuellen Jugend eben solche abzusprechen. Von Ausnahmen abgesehen wird das, was im Jetzt für Spannung sorgt, vom Gestern stets verurteilt. Im Medium Film äußert sich dies darin, jedes Remake argwöhnisch zu beäugen, dem modernen Studiosystem jegliche Innovationsbereitschaft abzusprechen und – vor allem – den Mangel an echter Größe in der aktuellen Generation von (männlichen) Schauspielern zu beklagen.

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