FantasyFilmfest Notizen, Tag 2 Film 1
Ein schwieriger Fall, dieser Erstling. Beginnt als smarter Brit-Horror mit Anleihen bei BUTTERFLY EFFECT und anderen Mystery-Streifen, avanciert dann aber zu einer effektüberladenen, repetitiven Monsterhatz irgendwo zwischen BLADE, MATRIX und Konsorten.
Bis zum Ende der ersten Hälfte braucht sich der Film kaum hinter seinen Vorbildern verstecken. Die Exposition geriet erfreulich kurz, die Charaktere reden offen miteinander, was dem Zuschauer anstrengende Phasen stummer Selbstzweifel seitens des Protagonisten erspart. Die ständig wechselnden Schauplätze und “Lebensmodelle” sind zudem abwechslungsreich gestaltet und schön inszeniert.
Dann aber wirkt es plötzlich, als hätte jemand Anderes den Regiestuhl übernommen und versucht, den Film noch schnell zum Blockbuster umzuformen. Die vorher geradezu mit Understatement eingesetzten Effekte dominieren fortan die Leinwand, es wird mit einem Mal unglaublich viel gesprochen und erklärt, letztendlich aber ohne das etwas passiert, was die Handlung vorwärts bringen würde. Dadurch schafft es der Film trotz zunehmender Action deutlich an Geschwindigkeit einzubüßen und einem mit dem faden Beigeschmack des Verdachts zurückzulassen, dass dem Drehbuchautor schlichtweg die Ideen ausgegangen sind.
Frustrierend: Selbst wenn MATRIX auch nur Ideen anderer kopierte, der Latex-Look wirkt bei kleinerem Budget bloß aufgesetzt, genau wie der Wandel des Protagonisten zum archtypischen Kämpfer mit Heilkräften in keinster Weise nachvollziehbar ist.