Fido

FantasyFilmfest Notizen, Tag 3 Film 2
Sympathische Zombie-Komödie, die – im Gegensatz zu vielen Mainstream-Produktionen – erfreulicherweise ohne humoristische Schläge unter die Gürtellinie auskommt. Keine Furz-, Kot-, Fick- und Splatterwitze am laufenden Band, statt dessen ein satirisches Spiel mit dem American Way of Life (der Nachkriegszeit), wie man ihn schon in PLEASANTVILLE, aber noch nie in einer Horrorkomödie, portraitiert sah.

Und ähnlich wie diese Referenz funktioniert auch FIDO. Der Humor ist nur sporadisch derb, wo es das Genre erfordert, und generiert sich zum größten Teil aus den Figuren, deren neurotische Tugendhaftigkeit und verklemmter Anstand zunehmend von chaotischen Umständen in Frage gestellt und schließlich überwältigt werden. Die Art und Weise, wie Oberflächlichkeit und Spießertum durch kindliche/untote Naivität und Neugierde bloßgestellt werden, macht einfach Spaß, und kann geradezu als familientauglich bewertet werden. Die eigentliche Geschichte ist vernachlässigbar, passt aber zu der portraitierten Welt wie der steife Gang zur fleischfressenden Leiche.

Somit kann sich FIDO als eigenständiges Werk im Genre behaupten und beinahe jedem uneingeschränkt ans Herz gelegt werden.
Der Applaus war jedenfalls redlich verdient.


 

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