Fair Play

FantasyFilmfest Notizen, Tag 7 Film 1
Nach dem letztjährigen Kammerspiel-Knaller “THE METHOD” rückten nun die Franzosen nach, um mit einem Episodenfilm einen weiteren, erschreckenden Einblick in die Dog-Eat-Dog-Welt der Konzernangestellten zu werfen. Dass die Figuren hier viel menschlicher wirken, ist eine gefährliche Täuschung – das intrigante Pack nimmt sich auch ohne offenen Wettstreit rücksichtlos auseinander. Umso besser für den Zuschauer.

FAIR PLAY ist, wenn man es genau nimmt, kein Film. Zumindest kein gewöhnlicher, da er mit seinem Aufbauf keiner klassischen, erzählerischen Struktur folgt.* Wenn man weiß, dass die Squash-Szene bereits als fertiger Kurzfilm existierte, wird auch klar warum. Die Episoden davor und danach sind nett konstruiert und geschrieben, dienen aber lediglich als das Geflecht aus Intrigen erweiternde Stichwortgeber für das Finale. Dieses wiederum geriet glücklicherweise sehr lang und äußerst packend, weshalb die Spannungseinbrüche in den Zwischenszenen gern verziehen sein sollen. Mit den geschickt geschriebenen Dialogen ist FAIR PLAY auf jeden Fall ein guter Beitrag zum Thema, der sich dank seiner eigenständigen Gestaltung und den gelungenen Hauptteilen (Squash und Canyoning) die Daseinsberechtigung redlich verdient.

Jedes der 5 “Kapitel” schildert eine Konfrontation im Rahmen einer sportlichen Betätigung (Rudern, Squash, Joggen, Golf, Canyoning).


TM, 08.08.2007