FantasyFilmfest Notizen, Tag 7 Film 2
Zum für mich letzten Film dieses Jahres lässt sich wenig sagen. Einerseits weil er so gut war, andererseits weil er jeder Beschreibung spottet. Chan-wook Parks (OLDBOY) Neuer war skurril, witzig, bizarr, romantisch, schräg, fantasievoll und, wie man so sagt, ein Feuerwerk guter Ideen. Ein absurd-komisches Neon-Märchen, das nicht einem roten Faden sondern vielen bunten Kabeln folgt. Damit wurde er den Erwartungen gerecht, wirkte allerdings stellenweise etwas wirr und unentschlossen und liess beizeiten auch die Logik hinter sich.
Egal. Mit seiner kompromisslosen Tauchfahrt in die knallbunten Psychosen der beiden Protagonisten ist der Film auf seine Weise vielleicht realistischer als viele andere Filme, die ganz oder zum Teil in Nervenheilanstalten spielen.
Spaß hat er jedenfalls gemacht, und schnell vergessen wird er dank all der süßen Details auch nicht sein. Chan-wook Park hat bewiesen, dass er auch nach seiner Rache-Trilogie noch ein unverwechselbarer Regisseur und Co-Erzähler voller guter Ideen ist, auf dessen weitere Werke man sich freuen kann.
August 10th, 2007 at 10:10 am
Viele nette Einzelideen… das merkt man daran, dass man sich in den Folgetagen schon dabei ertappt, skurrile Gesten oder Zitate aus dem Film in den Alltag zu streuen. Das wars aber auch schon, der Film ließ mich emotional ziemlich unberührt. Was bei ähnlichen Konzepten wie Amelie oder Science of Sleep funktionierte, bleibt hier nur Stückwerk.