Ein Film, zu dem es streng genommen nichts zu sagen gibt – was wenig verwunderlich ist, betrachtet man das Massaker den Plot und die Dialoge.
Entgegen den Bemühungen von Mr. Stallone sowie der Hollywoodschen Promotion-Maschinerie, die Welt vom Gegenteil zu überzeugen, hat JOHN RAMBO weder nennenswerten Inhalt noch eine als solche zu bezeichnende Aussage, sondern bietet ein mit 80 Minuten (ohne Abspann) erstaunlich kurz geratenes Schlachtfest mit klassischer Struktur und modernen Hemmschwellen. Stallones Regie folgt dabei der selben Taktik wie sein Drehbuch: Immer schön draufhalten. Das ist nicht unbedingt befriedigend, aber wenigstens konsistent.
Die Intensität der Gewalt sucht in dem Genre seinesgleichen, reicht aber glücklicherweise noch nicht an die Abartigkeiten heran, mit denen die Tortureporn-Ecke aufwarten kann. Insofern ist der Film auf seine eindimensionale, selbstgerechte Weise fast schon wieder entspannter als erwartet. Jeder Versuch, das ganze irgendwie zu analysieren, ist jedoch ebenso lachhaft wie die Behauptung, der Film würde irgend ein Thema ans Publikum heranführen.
Um endlich mal wieder eine kulinarische Metapher anzuwenden, lässt sich zusammenfassend sagen:
Ein Film wie eine Dose Ravioli – jede Menge roter Suppe mit Fleischbrocken, die von ein wenig Blech in Form gehalten wird und jenen, die derlei Kost nicht gewohnt sind, wohl schwer im Magen liegen wird.