Botched.

botched_01Das war nun also ein Partyfilm. Lange keinen mehr gesehen. Ich scheine da auch etwas falsch in Erinnerung zu haben, denn bis gestern lebte ich in der Annahme, dass man auf Parties Leute einlädt, die man mag. BOTCHED sollte man aber unter keinen Umständen jemandem zeigen, den man leiden kann. Ich unterstelle sogar, dass die Resonanz auf weitere Einladungen spürbar verhaltener ausfallen würde, nachdem man diese Fehlgeburt präsentiert hat.

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Die Darsteller zu verpflichten war gar kein Problem.

Man muss schon einfach gestrickt oder vollkommen zugedröhnt sein, um dem brachialen Idiotenhumor etwas abgewinnen zu können. Die Ideen sind so abgedroschen, dass man seinerseits jemanden dafür verdreschen möchte. Selbst die sporadischen Splatterszenen leiden unter der katastrophalen Inszenierung und vermögen keine Reaktion zu erzwingen. Indie-Streifen hin oder her, von den bekannten Gesichtern abgesehen ist BOTCHED auf dem Niveau eines Studentenfilms, und das reicht nicht. Die Drehbuchautoren Derek Boyle & Eamon Friel sollte man im Auge behalten. Einen derartigen Mangel an erzählerischem Talent findet man sonst nur bei Open-Mike-Abenden in Karaoke-Eckkneipen.

Da selbst die Zeit, sich über diese Low-Budget-Horrokomödie aufzuregen, im Anbetracht der bereits geopferten Stunden verschwendet scheint, sei darüber hinaus lediglich erwähnt, was am meisten nervt: Der aufgesetzte, russische Akzent, der bis auf Stephen Dorff allen Darstellern aufgezwungen wurde. Wer es lustig findet, B- bis C-Klasse Akteure wie Sean Pertwee und Jaime Murray derrrarr-t sprechen zu hören (diese beiden zu sehen ist davon abgesehen das einzige Trostpflaster), findet vielleicht auch die übrigen Figuren witzig, die allesamt einem MAD-Magazin-Cartoon entsprungen scheinen. Von Charakteren mag man da gar nicht sprechen, ebensowenig wie von einem Plot.

Aussagekräftige Titel sind eine feine Sache. BOTCHED wurde in der deutschen Version mit dem Zusatz “Voll verkackt” versehen. Da hat man das korrekte Urteil gleich beim Titel stehen.


 

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