Wasting Away.

Wasting Away PosterEin streng geheimes, vom Militär erfolglos getestetes und zur Entsorgung vorgesehenes Supersoldaten-Serum gerät durch einen Unfall in den Hinterhof einer Bowling-Bahn und von dort aus über den Umweg einer Softeis-Maschine in die Mägen von vier Freunden, die dort den einbrechenden Abend verbringen. Als die Vier nach einem direkt darauf folgenden, tödlichen Anfall als Zombies wieder erwachen, merken sie zunächst wenig von der eigenen Veränderung. Lediglich ein eigenartiger Appetit und die seltsame Geschwindigkeit, mit der sich die Anwohner plötzlich bewegen, gibt Anlass zur Verwunderung.

Ein geheimnisvoller Ex-Soldat namens Nick Steele (Colby French), der ebenfalls infiziert wurde, trifft die Gruppe auf ihrem Weg durch die Stadt und lenkt sie auf eine ebenso falsche wie fatale Fährte. Die ganze Stadt, so seine Theorie, sei von einem Virus infiziert, der alle Menschen zu mordlüsternen Bestien macht, und nur sie, die Supersoldaten, können dessen Ausbreitung stoppen. Dafür gilt es jedoch erst, die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Leider ist es nicht so leicht, verdeckt vorzugehen, wenn einen alle Welt als laufende Leiche erkennt.

WASTING AWAY bietet – neben seiner tollen Grundidee – viele nette Momente und goldige Ideen, macht dabei aber den selben Fehler wie viele Komödien: In dem Versuch, auch eine halbwegs nachvollziehbare Geschichte zu erzählen, entstehen zahlreiche Längen, die ohne Lacher auskommen müssen bzw. die Dichte an Witzen und Kalauern zu stark verringern. Somit gibt es zwar sporadisch Anlass, sich auf den metaphorischen Schenkel zu klopfen, auf die Gesamtlänge betrachtet schafft es der Film aber nur mühsam, das Dauerschmunzeln zu halten. Ein erfahrener Drehbuchautor hätte hier vielleicht noch mehr bewegen können, mit sympathischen Figuren und halbwegs versierten Comedy-Darstellern allein ist es aber eben nicht getan. Der miese Ton und die uninspirierte Kameraführung tun ihr übriges, dem Erstlingswerk der Brüder Matthew & Sean Kohnen das Feeling und den Charme eines Studentenfilms zu verpassen. Ob man dafür mehr als die Leihgebühr für eine DVD (die es in Deutschland aktuell nicht gibt) ausgeben möchte, muss jeder für sich Entscheiden.

Eine Enttäuschung war der Spaßstreifen nicht, für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht es aber keinesfalls. Hartgesottene Zombiefilmfans hingegen dürften bedenkenlos zugreifen.

Fantasy Filmfest 2009 – Film 5


TM, 31.08.2009