Der erfolg- und arbeitslose, abgebrannte Schauspieler Mark (Mark Doherty) lebt mit seiner Freundin Sally (Amy Huberman) und seinem schwerbehinderten Bruder in einer heruntergekommenen, stockfinsteren Kellerwohnung. Sein einziger Kumpel ist der Möchtegern-Drehbuchautor und angebliche Kellner Pierce (Dylan Moran), der ebenfalls beim Vermieter tief in der Kreide steht, seine Tage aber dem Alkohol und den Pferdewetten statt dem Schreiben widmet.
Als eine Folge verrückter Unfälle in zwei Todesfällen resultiert, und sich Mark plötzlich mit zwei Leichen in seiner Wohnung konfrontiert sieht, ist Pierce sofort klar, dass niemand, am wenigsten die Polizei, seinem Freund Glauben schenken wird. Hastig beginnt er, einen Plan zu ersinnen, mit dem sie sich aus der Affäre ziehen können. Dass kurz darauf unangemeldeter Besuch vor der Tür steht, tritt gleich die nächste Katastrophe los.
Dylan Moran dürfte manchen aus der verhältnismäßig kurzlebigen, besonders in den frühen Episoden aber extrem unterhaltsamen Britcom BLACK BOOKS ein Begriff sein, bei der er als Hauptfigur und Autor fungierte. Der Charakter seiner Figur in A FILM WITH ME IN IT schlägt in die selbe Kerbe wie einst Bernard Black, und so darf man sich angesichts der deutlichen Parallelen fragen, ob Drehbuchautor und eigentlicher Hauptdarsteller Mark Doherty ihm die Rolle auf den Leib geschrieben hat. Falls ja, so sollte es Doherty nicht stören, von Moran an die Wand gespielt worden zu sein, denn obschon Mark das nominelle Zentrum der Geschichte bildet, ist Pierce eindeutig der Held des Geschehens und für den Großteil an Aktion und Komik verantwortlich. Seine Performance stellt eindeutig den besten Grund dar, dieser Komödie eine Chance zu geben.
In Sachen Schwarzer Humor hat man sicherlich schon besseres und abwechslungsreicheres erlebt, die kleine, eher ruhige Geschichte ist aber solide inszeniert und überzeugend gespielt und hält ein paar absolut zitierfähige Momente bereit, wovon prinzipiell jede Komödie profitiert. Die Kalauer rangieren von finster über respektlos bis böse, die düstere Optik und Grundstimmung rückt manchmal gefährlich nah ans Deprimierende heran, überschreitet die Grenze aber nur sehr selten.
Wer die gängige Theorie vertritt, dass Verlierer generell witziger sind als Gewinner, und über Misserfolg und Pech lachen kann, ohne Mitleid zu haben, ist bei A FILM WITH ME IN IT gut aufgehoben. Wer seinen Humor facettenreicher oder massenkompatibler bedient sehen möchte, sollte nicht zu viel erwarten. Auf ein gemeinsames Treppchen mit KLEINE MORDE UNTER FREUNDEN oder VERY BAD THINGS schafft es A FILM WITH ME IN IT definitiv nicht.

September 4th, 2009 at 8:39 pm
Erfrischend unamerikanisch komödiantisch.