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	<title>The AcidBar &#187; Fantasy Filmfest</title>
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	<description>...schreibt Romane, Kurzgeschichten, Fast Fiction und alles, wozu er sonst noch Worte findet. Wenn es drauf ankommt, fehlen sie dann.</description>
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		<title>Downloading Nancy.</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2010 15:10:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[
Nancy (Maria Bello) ist todunglücklich. Ihrer Ehe fehlt jegliche Wärme, Liebe und Leidenschaft. Auch Respekt und Höflichkeit leiden unter der eisigen Atmosphäre, machen ihr das von einem schlimmen Kindheitstrauma überschattete Dasein zur Hölle. Lediglich ihre Internet-Bekanntschaften verschaffen ihr Momente der Freude. Kein Wunder, dass ihr im Hobbykeller Golf spielender Gatte (Rufus Sewell) erst von Nancys [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/01/09/downloading-nancy/"></a></p>
<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/01/09/downloading-nancy/"><img class="alignnone size-full wp-image-2654" title="Downloading Nancy" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/downloading_nancy.jpg" alt="" width="104" height="155" /></a>Nancy (Maria Bello) ist todunglücklich. Ihrer Ehe fehlt jegliche Wärme, Liebe und Leidenschaft. Auch Respekt und Höflichkeit leiden unter der eisigen Atmosphäre, machen ihr das von einem schlimmen Kindheitstrauma überschattete Dasein zur Hölle. Lediglich ihre Internet-Bekanntschaften verschaffen ihr Momente der Freude. Kein Wunder, dass ihr im Hobbykeller Golf spielender Gatte (Rufus Sewell) erst von Nancys Vorhaben erfährt, als es bereits zu spät ist. Nancy hat ihn verlassen, um ihr Leben zu beenden &#8211; mit Hilfe eines Online-Bekannten, der ein paar Tage nach ihrem Verschwinden unvermittelt vor der Türe steht.</p>
<p><span id="more-2651"></span></p>
<div id="attachment_2655" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/downloading_nancy01.jpg" rel="lightbox[2651]"><img class="size-full wp-image-2655 " title="Erfolglose Autoren schrecken irgendwann vor nichts mehr zurück, um sich Publikum zu verschaffen. Ich sag nur..." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/downloading_nancy01.jpg" alt="" width="460" height="278" /></a><p class="wp-caption-text">Manche lasen das Drehbuch freiwillig zu Ende, andere musste man überzeugen.</p></div>
<p>Zum Plot gibt es wenig zu sagen. Was sich in der Zusammenfassung krude liest, entwickelt in Ausführung eine schleichende, beklemmende Glaubwürdigkeit. Mit demselben Wort kann man den kompletten Film zu versehen.</p>
<p>DOWNLOADING NANCY ist beklemmend, insbesondere weil und wenn er die Tragik nicht künstlich hochspielt. Die unterkühlte Welt des emotionalen Winters, in welchem Nancy vor sich hinvegetiert, reflektiert sich in Wetter, Farbgebung und einer schmerzhaften Tristesse. Auch die Jämmerlichkeit, die ihre &#8211; und suggeriert unser aller &#8211; Realität prägt, wird fortwährend betont. Am deutlichsten zeigt sich das immer dort, wo mehrere Menschen zugegen sind. Die Firmenfeier, der Hobbykeller, das Restaurant, der Baumarkt &#8211; alle wirken verlassen, die anwesenden Personen distanziert, stumm und peinlich voneinander berührt.</p>
<p>Die Konsequenz, mit der diese Stimmung beibehalten wird, macht die inne Leere der Protagonistin bin zu einem gewissen Grad für den Zuschauer nachvollziehbar. Sie raubt dem Film aber auch erkennbare Höhen und Tiefen, weshalb dem Nachempfinden wenig Mitgefühl folgt. Da niemand glücklich scheint, kann man kaum umhin sich zu fragen, was Nancy von anderen unterscheidet, außer dass sie Gelegenheit erhält, von ihrem Traumata zu berichten. Der sexuelle Kontext, der in expliziten Bildern dargestellt wird, verstärkt das Unbehagen, beweist aber die Reife, keine Grenzen zu überschreiten, die der Ernsthaftigkeit des Themas eher abträglich wären.</p>
<p>Dem Effekt und Subtilität des Films abträglich sind die kurzen Szenen, in denen Nancys erfolglose Therapiesitzungen erzählt werden. Diese wirken aufgesetzt und lassen den gefühlten Tiefgang vermissen, den man vielen anderen so deutlich anmerkt. Da sich diese Momente in Grenzen halten, bleiben sie Stolpersteine.</p>
<div id="attachment_2658" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/downloading_nancy03.jpg" rel="lightbox[2651]"><img class="size-full wp-image-2658" title="Ich würde jetzt gerne &quot;Alles in Obi&quot; schreiben und dann das Wort &quot;Psychopath&quot; einbringen, aber dann werde ich wahrscheinlich abgemahnt..." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/01/downloading_nancy03.jpg" alt="" width="460" height="257" /></a><p class="wp-caption-text">Ja, in Baumärkten fühle ich mich nach circa 10 Minuten ähnlich...</p></div>
<p>Maria Bello und Rufus Sewell beweisen in Ihren Rollen Mut, Einfühlungsvermögen und schauspielerische Klasse. Erfahren in schwierigen Rollen demontieren sich die beiden Sympathieträger mit einer Selbstverständlichkeit, die man sich von mehr Dramendarstellern wünscht. Kamera, Licht und Ton rangieren eher auf dem Niveau eines Arthaus-Films, versuchen durch dokumentarisch geprägten Stil also die Glaubwürdigkeit zu erhöhen, machen dabei aber keine schlimmen Fehler.</p>
<p>Keine Wahrheit, keine Erlösung, keine Erkenntnis. DOWNLOADING NANCY lässt den Zuschauer mit dem Gefühl zurück, dass trotz allem etwas fehlt. Ein letzter Baustein, der verstehen macht, wann und auf welche Weise der Entschluss gefallen sein mag, der Nancy an ihr Ende bringt. Damit erreicht der Film genau das Ziel, das er sich (hoffentlich) auf die Fahnen geschrieben hatte. Denn wie man auch eine Geschichte wie diese auflöst &#8211; »zufriedenstellend« kann sie einfach nicht enden.</p>
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		<title>OSS117: Cairo, Nest of Spies</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Sep 2009 21:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
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		<description><![CDATA[Von wegen seicht:
Durchschifft man die breiten Gewässer der Agentenparodien, tun sich Abgründe auf, gegen die ist der Marianengraben kaum mehr als ein Loch auf einer Minigolfbahn. Leider nur was die Qualität betrifft. Von &#8220;halbwegs witzig&#8221; über &#8220;bemüht, aber nett&#8221;, bis hin zu AUSTIN POWERS reicht die Kette, in der sich nur wenige echte Perlen finden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/25/oss117-cairo-nest-of-spies/"><img class="alignnone size-full wp-image-2586" title="oss_117_1" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/oss_117_1.jpg" alt="oss_117_1" width="104" height="139" /></a>Von wegen seicht:<br />
Durchschifft man die breiten Gewässer der Agentenparodien, tun sich Abgründe auf, gegen die ist der Marianengraben kaum mehr als ein Loch auf einer Minigolfbahn. Leider nur was die Qualität betrifft. Von &#8220;halbwegs witzig&#8221; über &#8220;bemüht, aber nett&#8221;, bis hin zu AUSTIN POWERS reicht die Kette, in der sich nur wenige echte Perlen finden lassen.</p>
<p><span id="more-2584"></span></p>
<div id="attachment_2587" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/oss_117_2.jpg" rel="lightbox[2584]"><img class="size-full wp-image-2587" title="Ali Barber und die 40 Roller." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/oss_117_2.jpg" alt="Nur einer von vielen Gründen, warum Anzugträger die Mitfahrzentrale meiden." width="460" height="231" /></a><p class="wp-caption-text">Nur einer von vielen Gründen, warum Anzugträger Mitfahrzentralen meiden.</p></div>
<p>OSS117 stellt eine solche, erfreuliche Ausnahme dar. Der Film baut, wie die meisten seiner  Kollegen, auf die Ausstrahlung und das Können seines Hauptdarstellers, um die manchmal müden, meist klamaukigen Witze erfolgreich an den Zuschauer zu bringen.<br />
Dass jenes Vorhaben hier so wundervoll gelingt, ist Jean Dujardin als Verdienst anzurechnen, der den überheblichen, inkompetenten Agenten mit so viel Chuzpe, Charme und Borniertheit gibt, dass sich sein breites Grinsen tatsächlich die Sympathie des Zuschauers zu erschleichen vermag, ungeachtet der oft platten Sprüche die er fortwährend von sich gibt.<br />
So holprig die ersten Minuten wirken, ist die Figur erst einmal etabliert, überrascht das freche Treiben immer wieder mit Details, die Schmunzeln garantieren. Die authentische Ausstattung tut dabei ihr übriges und lässt stellenweise sogar echtes Bond-Feeling aufkommen, ein Feld, auf dem die Konkurrenten quasi ausnahmslos versagen.</p>
<p>Mehr muss man dazu gar nicht mehr sagen. Der große Wurf ist auch hier nicht gelungen. Die offensichtliche Spielfreude und wohldosierte Absurdität machen OSS117 aber zu wirklich angenehmer Abendunterhaltung. Bleibt zu hoffen, dass Kalkofe als Synchronsprecher und Werbefigur dazu beiträgt, diese Satire bekannt  zu machen – und dass auch der Nachfolger, der dieses Jahr auf dem Fantasy Filmfest lief, seinen weg in die hiesigen Videotheken findet.</p>
<div id="attachment_2588" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/oss_117_3.jpg" rel="lightbox[2584]"><img class="size-full wp-image-2588  " title="Nein, keine Ente, das ist meine Hand, du Dummerchen!" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/oss_117_3.jpg" alt="Ein kompetentes Lächeln macht auch Sie erfolgreich!" width="460" height="247" /></a><p class="wp-caption-text">Ein kompetentes Lächeln macht auch Sie erfolgreich!</p></div>
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		<title>In 3 Tagen bist du tot 2.</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Sep 2009 22:50:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wie heißt es so schön? »Auf der Alm, da gibt&#8217;s ka Sünd?«  Pfeifendeckel! Treffender wäre: »In Tirol dreht gleich ein Gastwirt hohl« &#8211; jedenfalls wenn eine neugierige Göre auf der Suche nach ihrer verschwundenen Freundin auf ein wohl gehütetes Geheimnis stößt.
Aber fangen wir von vorne an:
Nach den Ereignissen im Vorgänger lebt die junge Nina (sehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/24/in-3-tagen-bist-du-tot-2/"><img class="alignnone size-full wp-image-2570" title="In 3 Tagen bist du tot 2 - Plakat" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in3tagen2_1.jpg" alt="In 3 Tagen bist du tot 2 - Plakat" width="104" height="147" /></a>Wie heißt es so schön? »Auf der Alm, da gibt&#8217;s ka Sünd?«  Pfeifendeckel! Treffender wäre: »In Tirol dreht gleich ein Gastwirt hohl« &#8211; jedenfalls wenn eine neugierige Göre auf der Suche nach ihrer verschwundenen Freundin auf ein wohl gehütetes Geheimnis stößt.</p>
<p>Aber fangen wir von vorne an:<br />
Nach den Ereignissen im Vorgänger lebt die junge Nina (sehr blond, aber auch sehr ernst: Sabrina Reiter) in Wien, wo sie die grausamen Ereignisse zu vergessen versucht, die sie vor eineinhalb Jahren einen guten Teil ihrer Schulkameraden kostete (Sommerschlussverkauf bei H&amp;M? Fast.). Diese Ereignisse haben mit der Leiche zu tun, die zu Filmbeginn aus einem See gezogen wird, und deren Entdeckung bei Nina unliebsame Erinnerungen wieder aufwühlt.</p>
<p><span id="more-2562"></span></p>
<div id="attachment_2571" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in3tagen2_2.jpg" rel="lightbox[2562]"><img class="size-full wp-image-2571" title="Rotkäppchen kann Karate." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in3tagen2_2.jpg" alt="Jedes Jahr sterben hunderte Unschuldiger an Schneeblindheit." width="460" height="264" /></a><p class="wp-caption-text">Jedes Jahr sterben hunderte Unschuldiger an Schneeblindheit.</p></div>
<p>Immer noch keine Ahnung, worum es geht und was das alles soll? Macht nichts, schließlich spielt der Vorgänger über seine Rolle als Titelgeber hinaus kaum bis keine Rolle für diese Fortsetzung, genauso wenig wie die Prämisse sonderlich relevant für das nachfolgende Geschehen scheint. Der uneingeweihte Zuschauer erhält genug Zeit, sich an die Hauptdarstellerin zu gewöhnen, bevor diese einen Notruf von Mona, ihrer damaligen besten Freundin, erhält. Das muss reichen.</p>
<p>Von der Meldung über den grausigen Fund in eine krude Form von Nostalgie versetzt und somit für fixe Ideen empfänglich, beginnt Nina spontan mit der Suche nach Mona, der, dessen ist sie sich sicher, etwas unfassbar Schlimmes zugestoßen sein muss. Die Suche führt sie in die Berge, genauer gesagt auf einen abgelegenen Hof, auf dem das einzig Unschuldige der Schnee ist, der die Hänge bedeckt. </p>
<p>Und der färbt sich bald rot.</p>
<p>Als Einstein von der Dummheit des Menschen sprach, hatte er noch keinen modernen Horrorfilm gesehen. Angesichts solcher stellt sich nämlich die Frage, ob er seine berühmt gewordene Aussage nicht noch drastischer formuliert hätte. Denn während ein guter Horrorfilm zeigt, wie sich normale Menschen angesichts unvorstellbaren Grauens und schrecklicher Gewalt verhalten und verändern, und man im Idealfall auf ein glückliches Ende für jene Figuren hofft, so fällt es hier, bei diesem Film, sehr schwer, in dem Schicksal der Hauptfigur etwas anderes zu sehen als die gerechte Strafe für unfassbare Idiotie.</p>
<div id="attachment_2572" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in3tagen2_3.jpg" rel="lightbox[2562]"><img class="size-full wp-image-2572" title="Erst wenn die letzte Fackel erloschen ist, werdet ihr merken, dass man sich an einer Taschenlampe nicht die Zehen wärmen kann." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in3tagen2_3.jpg" alt="Der 1-Euro-Job als Gartenzwerg hatte sich auch spaßiger angehört." width="460" height="307" /></a><p class="wp-caption-text">Der 1-Euro-Job als Gartenzwerg hatte sich auch spaßiger angehört.</p></div>
<p>Dieser Aspekt ist insbesondere dem Slasherfilm nicht fremd, wird hier aber auf subtile Weise auf die Spitze getrieben. Woanders sind es Alkohol, Drogen und Hormone, die eine Gruppe grenzdebiler Dampfnasen mit mangelnder Blutzirkulation im Schädel in die Fänge garstiger Häscher treibt, hier ist es ein einziges Mädchen, das auf seiner Suche sämtlichen Unsinn im Alleingang ersinnt. Dabei begeht sie eine schwere Dummheit nach der anderen, die sich verstärkt bemerkbar machen, da sie von einer Figur ausgehen, die ruhig und beharrlich Spuren verfolgt, also im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte scheint. Wenn eine einzige Figur in weniger als einer Stunde Spielzeit mehrfach Hausfriedensbruch begeht, kann es nicht mehr überraschen, wenn sie dabei früher oder später – und in diesem Fall fast sprichwörtlich – in der Scheiße landet.</p>
<p><strong>ACHTUNG SPOILER</strong></p>
<p>Der Film versucht all dies nachträglich durch den abschließenden Twist zu legitimieren, indem der Figur ein Trauma untergejubelt wird, dass solch ein Verhalten erklärt. Da liegt das Kind, wie man so sagt, aber schon längst im Brunnen. Selbst als Genrekenner mit der Bereitschaft, Idiotie mit dem (erwiesenermaßen) eigenartigen menschlichen Verhalten  in Extremsituationen zu erklären, lässt sich da nichts mehr machen.</p>
<p><strong>SPOILER ENDE</strong></p>
<p>So ersticken die guten Ansätze (solide Kamera, gute Darsteller, schönes Setting, interessante Grundstimmung) in der Beliebigkeit erzählerischen Unfugs. Das Ignorieren manch eines ausgetreten Genre-Pfades ist löblich, führt letztlich aber nur in eine Irre, die auch mit Gewalt garniert schon während der Laufzeit zu langweilen beginnt. Das lahme Finale rundet den Hüttenkäse ab.</p>
<p>Tirol ist sicher eine Reise wert, dieses Horrordrama kaum den Fußweg zur Videothek oder DVD-Börse.</p>
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		<title>Pontypool.</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 12:38:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine abgelegene Radiostation, an einem kalten, von heftigem Schneetreiben verdunkelten Morgen. Der in die Jahre gekommene, durch seinen provokanten Stil unbequem gewordene Radiomoderator Grant Mazzy beginnt seine Sendung mit der üblichen, öden Verlesung lokaler Nachrichten, als ein live zugeschalteter Verkehrsreporters beunruhigende Beobachtungen übermittelt. Eine Menge aufgebrachter Menschen scheint sich versammelt zu haben und die Gegend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/13/pontypool/"><img class="alignnone size-full wp-image-2553" title="pontypool-1" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-1.jpg" alt="pontypool-1" width="104" height="154" /></a>Eine abgelegene Radiostation, an einem kalten, von heftigem Schneetreiben verdunkelten Morgen. Der in die Jahre gekommene, durch seinen provokanten Stil unbequem gewordene Radiomoderator Grant Mazzy beginnt seine Sendung mit der üblichen, öden Verlesung lokaler Nachrichten, als ein live zugeschalteter Verkehrsreporters beunruhigende Beobachtungen übermittelt. Eine Menge aufgebrachter Menschen scheint sich versammelt zu haben und die Gegend zu durchstreifen, zudem ist von seltsamen Anfällen die Rede, von sich ununterbrochen wiederholenden Rufen und gewalttätigen Ausschreitungen. Angeblich sollen sogar Militär und Polizei bereits auf der Bildfläche erschienen sein. Während das kleine Team um Grant noch versucht, die Berichte zu verifizieren, verschärft sich die Lage dramatisch. Bald wird deutlich, dass man zwar von der Außenwelt abgeschnitten ist, nicht aber von dem, was den eigenartigen Infekt überträgt: Sprache.<br />
<span id="more-2551"></span></p>
<div id="attachment_2555" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-3.jpg" rel="lightbox[2551]"><img class="size-full wp-image-2555" title="Tausche alle realen deutschen Radiomoderatoren gegen diesen fikitven." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-3.jpg" alt="Zehn zahme Zombies zogen zehn zerkaute Zivilisten zum Zug." width="460" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Zehn zahme Zombies zogen zehn zerkaute Zivilisten zum Zug.</p></div>
<p>Eine der goldenen Regeln beim Drehbuchschreiben, und in direkter Folge auch bei der Regieführung, lautet: &#8220;Show, don&#8217;t tell&#8221;. Eine weniger prägnante, trotzdem ebenso häufig korrekte Regel bei Horrorfilmen lautet: &#8220;Most times, it&#8217;s scarier what you DON&#8217;T see.&#8221; PONTYPOOL bricht &#8211; auch budgetbedingt &#8211; eklatant mit der ersten und setzt fast ausschließlich auf die zweite. Das macht ihn schwierig, aber auch höchst interessant.</p>
<p>Die Frage, die über allem steht, ist natürlich, ob das Experiment funktioniert. Schließlich geht es hier weniger um die »things hidden in the dark«, wie man sie in Vollendung bei THE DESCENT sehen kann*, sondern um eine Geschichte, die nicht ohne Grund zuerst als Buch und dann als Hörspiel erzählt wurde. Immerhin, das soll als Erklärung erwähnt werden, geht es um ein 3-Personen-Team, das sich 95% der Spielzeit in ein und dem selben Keller aufhält. Solch eine Prämisse verlangt in erster Instanz Höchstleistung von Kamera, Darstellern und Skript, und in zweiter ein gehöriges Maß an Bereitschaft seitens des Zuschauers, sich auf ein derartiges Kammerspiel einzulassen.</p>
<p>Und tatsächlich: Es klappt. Stephen McHattie fesselt mit seiner Mimik und Ausstrahlung (und nicht zuletzt seiner Stimme)  vom ersten Moment an, die Kamera leistet sehr solide Arbeit und die sauber strukturierte Entwicklung der Handlung stupst die Spannung auf gleichbleibend hohem Level bis zum etwas hektischen Finale. Dabei krallt man sich vor Grauen nicht in die Sessellehne, doch das Unbehagen hält sich dank kontinuierlicher Enthüllungen auf der einen und dem bleibenden Ungewissen auf der anderen Seite stets auf ansehnlichem Niveau.</p>
<div id="attachment_2554" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-2.jpg" rel="lightbox[2551]"><img class="size-full wp-image-2554" title="Gleitsicht-Gläser hatte sie sich anders vorgestellt." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-2.jpg" alt="Heute bei &quot;Scheibenwischer&quot;..." width="460" height="244" /></a><p class="wp-caption-text">Heute bei &quot;Scheibenwischer&quot;...</p></div>
<p>Natürlich ist nicht alles positiv. Die von der Buchvorlage »Pontypool changes everything« komprimierte Handlung lässt kaum Platz für Charakterentwicklung und -zeichnung, was sich an einigen Stellen und besonders am Ende bemerkbar macht. Hinzu kommt eine letzte Überraschung, die aufgrund des hohen Tempos kaum mehr verarbeitet werden kann, gefolgt von einer Art Epilog, der nur noch als surreal bezeichnet werden kann. Somit entlässt PONTYPOOL sein Publikum nach gut 90 Minuten etwas verwirrt und unschlüssig zurück in die Wirklichkeit &#8211; ein Gefühl, das nicht jeder zu schätzen weiß.</p>
<p>Ein gesundes Maß an Faszination für die Grundidee »Sprache als Virus« vorausgesetzt, kann PONTYPOOL als intelligenter Horror punkten, der sich am Rande Elementen der beliebten Zombie-Szenarien bedient, letztlich aber gänzlich andere Themen und Ängste anschneidet, als man in besagtem Genre sonst geboten bekommt. Als gewagte Mischung aus minimalistischem Seuchen-Thriller und  ASSAULT ON PRECINCT 13 kitzelt er vortrefflich die Nerven und beweist, dass es noch intelligent erzählten Horror gibt, der Blut und Ekel nicht zum Selbstzweck erhebt.</p>
<p>Eine erfrischende Abwechslung in einem von herben Ermüdungserscheinungen gezeichneten Genre &#8211; das ist derzeit eine Menge wert.</p>
<p><em>*Eine spätere bzw. teilweise »Enthüllung« des Grauens wird vom Publikum erwartet und stellt somit nicht unbedingt einen Bruch der Regel dar.<br />
</em></p>
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		<title>New Town Killers.</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 16:05:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<category><![CDATA[thriller]]></category>

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		<description><![CDATA[Großstadt-Teenager Jamie (Alastair Mackenzie) steht mit einem Bein in der Gosse. Er lebt mit seiner älteren, kaum lebensfähigen Schwester in einem kleinen, miesen Appartement in einem der Wohnblockghettos am Rande von Edinburgh. Kein Job, keine Perspektive, keine Zukunft jenseits der nächsten, verzweifelt durchfeierten Party.
Als er erfährt, dass seine Schwester bis zum Hals in Schulden steckt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/12/new-town-killers/"><img class="alignnone size-full wp-image-2527" title="New Town Killers" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/new-town-killers-0.jpg" alt="New Town Killers" width="104" height="154" /></a>Großstadt-Teenager Jamie (Alastair Mackenzie) steht mit einem Bein in der Gosse. Er lebt mit seiner älteren, kaum lebensfähigen Schwester in einem kleinen, miesen Appartement in einem der Wohnblockghettos am Rande von Edinburgh. Kein Job, keine Perspektive, keine Zukunft jenseits der nächsten, verzweifelt durchfeierten Party.<br />
Als er erfährt, dass seine Schwester bis zum Hals in Schulden steckt, die sie in unmittelbarer Zukunft durch Drogenschmuggel abarbeiten soll, macht sich blanke Verzweiflung in ihm breit. Da kommt das Angebot, das er unvermittelt auf einer Restauranttoilette von zwei gelackten Bankern (Dougray Scott und Alastair Mackenzie) erhält, gerade recht: Wenn er es schafft, sich eine ganze Nacht vor Ihnen zu verstecken, ohne dass sie ihn kriegen, erhält er als Belohnung exakt jene Summe, die er braucht. Widerwillig und mangels Alternativen nimmt er an. Dass die Sache nicht koscher und die Übereinstimmung von aktuellen Umständen und versprochener Summe verdächtig ist, wird ihm in ihrem vollen Ausmaß wieder bewusst, als er wirklich versteht, was die beiden mit »kriegen« eigentlich meinen.<br />
<span id="more-2522"></span></p>
<div id="attachment_2521" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/new-town-killers-1.jpg" rel="lightbox[2522]"><img class="size-full wp-image-2521" title="Aufgrund steigender Glaspreise: Erster Bodyguard für Fenster im Einsatz!" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/new-town-killers-1.jpg" alt="Was die Vermieter einem heutzutage als Balkon verkaufen wollen, ist echt ein Witz." width="460" height="273" /></a><p class="wp-caption-text">Was die Vermieter einem heutzutage als Balkon verkaufen wollen, ist echt ein Witz.</p></div>
<p>Sie gehen in der Dauerbeschallung der Blockbuster-Werbung viel zu häufig unter: Die kleinen, smarten Filme, wie sie insbesondere die britische, irische und kanadische Filmindustrie in den vergangenen Jahren zunehmend hervor gebracht hat. Man darf fast sagen, dass diese Länder heute die Rolle einnehmen, die in den 90ern der französische Film innehatte, aus dessen Richtung in letzter Zeit aber zu viel konventionelle Krimi-Kost herüber schwappte.</p>
<p>NEW TOWN KILLERS ist ein gutes Beispiel für beschriebene Importware: Ein aufs Wesentliche beschränkter, in 90 Minuten problemlos erzählbarer Stoff, ein kleines aber klug gecastetes Darstellergrüppchen und ein überschaubares Budget, von dem mehr in den Soundtrack geflossen sein könnte als in Ausstattung und andere Produktionswerte.<br />
Das Ergebnis ist eine höchst ansehnliche, rasant inszenierte Hatz, die den Figuren zwar kein breites emotionales Spektrum und keine charakterliche Tiefe abverlangt, aufgrund des hohen »Was würde ich tun«-Faktors und der hohen »Greifbarkeit« von Ort und Atmosphäre über die volle Laufzeit zu fesseln weiß.</p>
<p>Leider entgleist Drehbuch und Regisseur das Ende. Der Showdown wirkt erzwungen und büßt durch Inhalt und Ausstattung eben jene Glaubwürdigkeit ein, die ihm zuvor zum Vorteil gereichte. So haftet der finalen Konfrontation der beiden Hauptdarsteller der Mief einer TV-Produktion an, die im Abendprogramm von ARD und ZDF besser aufgehoben wäre als auf der großen Leinwand. Das ist schade, glücklicherweise aber nicht so nervtötend, dass die Freude über die voran gegangene Stunde in einem Maß gemindert würde, welches den positiven Gesamteindruck wesentlich schmälert.</p>
<div id="attachment_2524" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/new-town-killers-2.jpg" rel="lightbox[2522]"><img class="size-full wp-image-2524" title="Was ein echter Trinker ist, der verteidigt seine Weine bis aufs Blut." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/new-town-killers-2.jpg" alt="Heul ruhig. Ist doch ein Weinkeller." width="460" height="259" /></a><p class="wp-caption-text">Heul ruhig. Ist doch ein Weinkeller.</p></div>
<p>NEW TOWN KILLERS kann von Musikjunkies, INTRO-Lesern und anglophilen Thrillerfans bedenkenlos besucht, ausgeliehen oder gekauft werden. Für den Handlung und Beweggründe stärker hinterfragenden Rest gibt es die Schulnote 2 mit einem kleinen, aber fett gedruckten Minus dahinter.</p>
<p>Interessant ja, brillant nein.</p>
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		<title>In the electric mist.</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Sep 2009 16:02:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Leiche einer Prostituierten wird im Sumpf nahe der Südstaaten-Kleinstadt New Iberia gefunden. Der Vietnam-Veteran und gealterte Detective Dave Robicheaux (Tommy Lee Jones) geht den Spuren und Verdächtigen nach, die ihn recht bald zu einem alten Bekannten führen: Seinem ehemaligen Freund Julius »Baby Feet« Balboni (John Goodman), dessen Verbindungen zu der Mafia die beiden vor [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/12/in-the-electric-mist/"><img class="alignnone size-full wp-image-2534" title="In the electric mist" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in-the-electric-mist-0.jpg" alt="In the electric mist" width="104" height="142" /></a>Die Leiche einer Prostituierten wird im Sumpf nahe der Südstaaten-Kleinstadt New Iberia gefunden. Der Vietnam-Veteran und gealterte Detective Dave Robicheaux (Tommy Lee Jones) geht den Spuren und Verdächtigen nach, die ihn recht bald zu einem alten Bekannten führen: Seinem ehemaligen Freund Julius »Baby Feet« Balboni (John Goodman), dessen Verbindungen zu der Mafia die beiden vor langer Zeit voneinander entfremdet haben. Dieser ist mittlerweile ein einflussreicher Geschäftsmann und hat sich kürzlich im Rahmen einer Filmproduktion wieder in der Gegend niedergelassen.</p>
<p>Was Robicheaux jedoch viel mehr aus der Bahn wirft, ist das in eine schwere Eisenkette verstrickte Skelett, das bei Dreharbeiten zu besagtem Film im selben Sumpf gefunden wird, denn es erinnert ihn an ein ungesühntes Verbrechen, dass er in seiner Jugend bezeugte. Als ihm auch noch ein konföderierter General der amerikanischen Unabhängigkeitskrieges in Visionen erscheint, begibt sich Robicheaux allmählich in ein Zwielicht, in dem sich ihm zwar wichtige Hinweise erschließen, in dem er aber auch Gefahr läuft, Selbstkontrolle und Realitätsbezug zu verlieren.<br />
<span id="more-2523"></span></p>
<div id="attachment_2536" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in-the-electric-mist-1.jpg" rel="lightbox[2523]"><img class="size-full wp-image-2536  " title="Oben grün und unten blau: Swamp-Camouflage." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in-the-electric-mist-1.jpg" alt="Ein Kerl von altem Schrot und Korn. Der Schnaps steht auf dem Boden." width="460" height="266" /></a><p class="wp-caption-text">Ein Kerl von altem Schrot und Korn. Der Schnaps steht auf dem Boden.</p></div>
<p>Manche Filme verlieren mit jedem Tag, der nach Kinobesuch verstreicht, etwas mehr von ihrem Flair. Die Romanverfilmung IN THE ELECTRIC MIST ist solch ein Fall und auf seine Weise genauso schwierig wie die Verbrechen, von denen er erzählt. Das malerische Setting und die guten Darsteller stehen einem inkohärenten Tempo und einer in fortschreitendem Maße befremdlichen Handlung gegenüber, denen man gut anmerkt, dass sie in Form eines Romans wahrscheinlich deutlich besser funktionieren würde.</p>
<p>So sind die Visionen, die Detective Dave Robicheaux (Tommy Lee Jones) an seiner geistigen Verfassung zweifeln lassen, zwar atmosphärisch, wirken aber auch entbehrlich und im Bezug auf den übrigen Plot etwas aufgesetzt. Es liegt mir fern, mich über Mystery-Komponenten in Filmen zu beklagen, hier wirkt das ganze aber in weiten Teilen irrelevant und zu gewollt. Hier wäre eine – zumindest parallele – Verzerrung der Wirklichkeit, wie man sie beispielsweise in vielen der Episoden in APOKALYPSE NOW erlebt, die bessere Wahl gewesen.</p>
<div id="attachment_2537" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in-the-electric-mist-2.jpg" rel="lightbox[2523]"><img class="size-full wp-image-2537 " title="&quot;Nicht, dass ich mich beschweren möchte, aber es ist heiß und schwül, und wenn ich da - Gangsterboss hin oder her - ein kühles Blondes bestelle, erwarte ich was anderes.&quot;" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/in-the-electric-mist-2.jpg" alt="In den letzten Jahren wurden Johns Rollen seinem Nachnamen selten gerecht." width="460" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">In den letzten Jahren wurden Johns Rollen seinem Nachnamen seltener gerecht.</p></div>
<p>Dem gegenüber stehen brillante Konfrontationen von Jones und Goodman, die den wesentlichsten Beitrag dazu stellen, dass der Film während seiner Laufzeit wirklich Freude macht. Man sollte sich nur darauf vorbereiten, neben diversen klassischen Film-Noir Elementen auch ein Ende vorgesetzt zu bekommen, dass im besten Fall viel Mitdenken erfordert, im schlimmsten für Verwirrung und emotionale Distanz sorgt.</p>
<p>Ein anspruchsvoller Krimi mit tollem Titel, der angenehm anzusehen ist, dessen Geschichte ab der zweiten Hälfte jedoch zu beliebig und konfus wirkt. Da davon auszugehen ist, dass dieses Manko der umfangreicheren Buchvorlage nicht anhaftet, sollte man besser in Lektüre investieren und auf den nächsten Noir-Film warten.</p>
<p>Vom Genre ist man konfuses, aber auch durchaus Besseres gewohnt.</p>
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		<title>Van Diemen&#8217;s Land.</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 22:06:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<category><![CDATA[horror]]></category>
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		<description><![CDATA[Eine britische Strafkolonie am Ende der Welt, dem hintersten Winkel Australiens, im Jahre 1882. Hier gibt es keine Zäune, keine Gitter, keine Wände. Flucht ist möglich, aber sinnlos, denn die umliegenden, tiefen Wälder ersticken jeden Gedanken an ein Entkommen im Keim. Das gespenstisches Rauschen der Zweige, das Plätschern der eisigen Bäche und die gezackten Buckel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/08/van-diemens-land/"><img class="alignnone size-full wp-image-2512" title="Van Diemen's Land" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/van_diemens_land1.jpg" alt="Van Diemen's Land" width="104" height="149" /></a>Eine britische Strafkolonie am Ende der Welt, dem hintersten Winkel Australiens, im Jahre 1882. Hier gibt es keine Zäune, keine Gitter, keine Wände. Flucht ist möglich, aber sinnlos, denn die umliegenden, tiefen Wälder ersticken jeden Gedanken an ein Entkommen im Keim. Das gespenstisches Rauschen der Zweige, das Plätschern der eisigen Bäche und die gezackten Buckel der Berge, auf denen sich die Stämme endlos drängen, lässt Männer verstummen und Hoffnungen erstarren.</p>
<p>Und dennoch: Acht begehren auf. Acht Sträflinge überwältigen eines tristen Morgens beim Baumfällen ihren Aufseher und flüchten, zufällig von weiteren Wachen entdeckt, in kopfloser Hast in den Urwald. Abseits der geplanten Route, ohne Verpflegung, schützende Kleidung und Fauna, die es zu jagen lohnt, wird den Mannen bald bewusst, welches Schicksal ihnen blüht. Und dass, damit auch nur einer die nächste Siedlung erreichen kann, Opfer erbracht werden müssen.</p>
<p>Erbracht &#8211; oder erzwungen.<br />
<span id="more-2509"></span></p>
<div id="attachment_2513" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/van_diemens_land2.jpg" rel="lightbox[2509]"><img class="size-full wp-image-2513" title="Was vom Zivildienst übrig blieb." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/van_diemens_land2.jpg" alt="Raus mit der Sprache: Wer hat die letzte Rasierklinge geklaut?" width="460" height="194" /></a><p class="wp-caption-text">Raus mit der Sprache: Wer hat die letzte Rasierklinge geklaut?</p></div>
<p>Der erste Trailer zu VAN DIEMEN&#8217;S LAND war 45 Sekunden Filmkunst in Vollendung, und darf sich gleichzeitig auf die Fahnen schreiben, zu der illustren Liga von Werbetrailern zu gehören, die tatsächlich den Charakter und die Stimmung des vollständigen Werkes vermitteln, ohne dabei gleich dessen gesamtes Pulver zu verschießen. Ebenso unaufgeregt gestaltet sich der Hintergrund dieses beachtlichen Erstlingswerks von Regisseur und Drehbuch Co-Autor Jonathan Auf Der Heide, das nebenbei bemerkt die »wahre Geschichte« von Alexander Pearce, dem wohl berüchtigttesten Verbrecher Australiens erzählt, woraus der Film keinen Aufstand macht, weshalb es auch in dieser Kritik bei der bloßen Erwähnung dieser Tatsache bleiben soll. Gleiches gilt für die interessante Fußnote, dass der Film auf einem 21-minütigem Kurzfilm mit dem Titel »Hell&#8217;s Gate« basiert, für den sich ebenfalls Auf Der Heide verantwortlich zeichnet. Die Vorarbeit am prämierten Prototyp, wenn es denn einer war, hat sich bezahlt gemacht: VAN DIEMENS LAND ist Arthaus-Horror in Reinkultur.</p>
<blockquote><p>I&#8217;ve looked up at God looking down. He dances with an axe in his hand.</p></blockquote>
<p>Im Wesentlichen hat man es mit einer Mischung aus AGUIRRE, DER ZORN GOTTES mit Klaus Kinski und DEAD MAN mit Johnny Depp zu tun, wobei sich die Ähnlichkeiten zu gleichen Teilen auf beide Vorgänger aufteilen lassen. Auch in VAN DIEMENS LAND ist die Natur der eigentliche Hauptdarsteller und die Atmosphäre, die heraufbeschworen wird, die eigentliche Handlung. Beiden Filmen wohnt eine fiebrige Poesie inne, und beide zeigen die Reise von Todgeweihten in ein Nirgendwo jenseits von Raum- und Zeitgefühl in kompromissloser Eindringlichkeit. An Stelle von Dialogen, die auf das absolute, noch realistische Mindestmaß reduziert wurden, tritt omnipräsent das musikalische Thema. Die wenigen gesprochenen, zunächst furchtbar banal klingenden Gespräche stechen so scharf aus dem Schweigen hervor wie die Gewalt, die in ihrer unkalkulierten, wahllosen Grausamkeit unendlich beklemmender wirkt. Ähnliches gilt für das Voice-Over, dass dezent und kalkuliert genug eingesetzt wird, um nicht zu nerven, und durch die Verwendung der gälischen Sprache die Fremdartigkeit von Ort und Zeit hervorragend transportiert. Dem Zuschauer bleibt nicht anderes übrig, als sich auf die wortkarge Geduldsprobe einzulassen und die Protagonisten bei ihrem stoischen Abstieg ins Herz der Finsternis zu begleiten.</p>
<p>Anstelle einer Bewertung, der sich VAN DIEMENS LAND unter gewissen Gesichtspunkten entzieht, sollte bisherige Beschreibung ausreichender Anhaltspunkt dafür sein, ob man sich zu dem voraussichtlich kleinen Kreis zählen kann, der den Film in sein Herz schließen wird. Man kann ihn unbestritten öde finden, handlungsarm, ja sogar banal.<br />
Wer sich von der Atmosphäre jedoch packen lässt, den erwartet eindrucksvolles, bildgewaltiges Stimmungskino allererster Güte, ein abgründiger, hypnotisch komponierter Überlebenskampf mit bitterer Schlussnote.</p>
<p>Kinostart im Herkunftsland ist Ende September.<br />
Wir können wahrscheinlich nur auf eine DVD hoffen.</p>
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		<title>Deliver us from evil.</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 14:53:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lars (Jens Andersen) ist Lastwagenfahrer und voller Hass. Seine Wut und seine Frustration ventiliert er mit Hilfe von Gewalt, Alkohol und Rassismus, zum Beispiel gegenüber dem Bosnier Alain, der in dem kleinen, dänischen Dorf, in dem auch Lars lebt, das Trauma des Verlust seiner Familie zu verschmerzen versucht.
Johannes (Lasse Rimmer) ist Anwalt und Lars Bruder. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/05/deliver-us-from-evil/"><img class="alignnone size-full wp-image-2501" title="Deliver us from evil" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/deliverus.jpg" alt="Deliver us from evil" width="104" height="142" /></a>Lars (Jens Andersen) ist Lastwagenfahrer und voller Hass. Seine Wut und seine Frustration ventiliert er mit Hilfe von Gewalt, Alkohol und Rassismus, zum Beispiel gegenüber dem Bosnier Alain, der in dem kleinen, dänischen Dorf, in dem auch Lars lebt, das Trauma des Verlust seiner Familie zu verschmerzen versucht.</p>
<p>Johannes (Lasse Rimmer) ist Anwalt und Lars Bruder. Er hat kürzlich das Familienanwesen in seinem Heimatdorf bezogen, um seiner Frau Pernille und seinen Kindern die Idylle zu bieten, die er selbst in seiner Jugend so liebte. Mit seinem Bruder spricht er nicht mehr, dafür freundet er sich mit Alain an, der ihm dabei hilft, den umfangreichen Garten auf Vordermann zu bringen.</p>
<p>Als Lars eines morgens die Frau des ehemaligen Bürgermeisters und Bürgerwehrleiters anfährt, schiebt er den Unfall mit einer gekonnten Intrige Alain in die Schuhe. Als die Leiche gefunden und das laufende Volksfest unterbrochen wird, steht für die alkoholisierte, aufgebrachte Menge schnell der Schuldige fest.</p>
<p>Da die Situation bereits im Bierzelt außer Kontrolle gerät, jedoch kein Ordnungshüter in der Nähe ist, schafft Johannes Alain kurzerhand in seine Wohnung. Der Akt der Vernunft und Nächstenliebe hat tragische Konsequenzen. Die Meute folgt dem Anwalt bis zu seinem Haus.</p>
<p>Kurz darauf fallen die ersten Schüsse.<br />
<span id="more-2499"></span><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/deliverus1.jpg" rel="lightbox[2499]"><img class="alignnone size-full wp-image-2503" title="Deliver us from evil." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/deliverus1.jpg" alt="Deliver us from evil." width="460" height="266" /></a></p>
<p>DELIVER US FROM EVIL ist ein unfassbar grausamer Film, obwohl sich die physische Gewalt in Grenzen hält und deren Eskalation lange herausgezögert wird. Der Albtraum aus blindem Hass und trunkener Gewalt steht am Ende der Geschichte, nicht in deren Zentrum. Einen voyeuristischen Umgang mit Brutalität kann man Regisseur und Drehbuchautor Ole Bornedal deshalb nicht vorwerfen, denn das Gezeigte beschränkt sich weitgehend auf das Notwendige und Handlungsrelevante.</p>
<p>Die Grausamkeit gilt vielmehr dem Zuschauer, der fassungslos und mit zunehmendem Unbehagen dabei zusieht, wie die Situation entgleist, langsam und unaufhaltsam, wie ein Wagen, der in Zeitlupe auf einen Fußgänger zurast. Die Abscheu gegenüber Rassismus, Alkoholmissbrauch und Gewaltbereitschaft, die in dem kleinen Kessel der Dorfgemeinschaft hochkochen, schlägt beizeiten geradezu in körperlich empfundenen Ekel um. Da hilft es kaum mehr, sich daran zu erinnern, dass selbst hinter den verabscheuungswürdigsten Figuren nur Schauspieler stecken.</p>
<p>Eine solche Leistung seitens Drehbuch, Darstellern und Regie erlebt man nicht alle Tage, und auch wenn es einem schwer fällt, dafür Dankbarkeit zu fühlen, muss man doch anerkennen, dass auch den »Guten« Makel und den »Bösen« eine Verletzlichkeit gegeben wird, die nichts entschuldigt und nur wenig erklärt, dafür aber auch den ansonsten legitimen Vorwurf unterminiert, dass die Welt dieses Dramas allein in Schwarz und Weiß gehalten wurde. Einiges wird vereinfacht, aber niemandem etwas einfach gemacht. Das Geschehen gipfelt schließlich in absolutem Grauen, gefolgt von einem Schlusswort, einem letzten, finalen Schlag in die Magengrube des Zuschauers, die Konventionen des Erzählkinos und Erwartungshaltungen des Punlikums vorsätzlich ignoriert.</p>
<p>DELIVER US FROM EVIL ist nicht frei von Schwächen. Manche der Nebendarsteller vermögen nicht zu überzeugen bzw. spielen übertrieben, und handlungsrelevante Aspekte wie die Naivität der Dorfpolizei und die geistige und sprachliche Eingeschränktheit von Alain sind nicht unbedingt unglaubwürdig, aber sehr bequem. Auch mit der Erzähltechnik, insbesondere bemerkbar an dem eröffnenden voice-over, macht es sich Bornedal sehr einfach. Hier sollte man den Film deshalb eher mit den Maßstäben eines Theaterstücks bewerten.</p>
<p>An den vorherigen Absätzen wurde sicher deutlich: Empfehlen kann man DELIVER US FROM EVIL niemandem. Der Film ist deprimierend, aufwühlend, zermürbend. Aber er erinnert auch daran, was Film sein kann, was Film immer wieder sein und bleiben sollte: Ein Erzählmedium, dass durch seine Unmittelbarkeit und seine technischen Möglichkeiten eine unerreichbare Eindringlichkeit und Wirklichkeitsnähe erreichen und somit Geschichten erzählen kann, die über die Laufzeit hinaus im System hängen bleiben und so hoffentlich, und sei es nur im tiefsten Unterbewusstsein, einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen, eine Warnung vor dem, was der Mensch sein kann, wenn er nichts mehr hat, das er liebt, außer sich selbst und seinen Schwächen.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>A film with me in it.</title>
		<link>http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/04/a-film-with-me-in-it/</link>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 12:58:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der erfolg- und arbeitslose, abgebrannte Schauspieler Mark (Mark Doherty) lebt mit seiner Freundin Sally (Amy Huberman) und seinem schwerbehinderten Bruder in einer heruntergekommenen, stockfinsteren Kellerwohnung. Sein einziger Kumpel ist der Möchtegern-Drehbuchautor und angebliche Kellner Pierce (Dylan Moran), der ebenfalls beim Vermieter tief in der Kreide steht, seine Tage aber dem Alkohol und den Pferdewetten statt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/04/a-film-with-me-in-it/"><img class="alignnone size-full wp-image-2493" title="A film with me in it POSTER" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/afilmwithmeinit1.jpg" alt="A film with me in it POSTER" width="104" height="158" /></a>Der erfolg- und arbeitslose, abgebrannte Schauspieler Mark (Mark Doherty) lebt mit seiner Freundin Sally (Amy Huberman) und seinem schwerbehinderten Bruder in einer heruntergekommenen, stockfinsteren Kellerwohnung. Sein einziger Kumpel ist der Möchtegern-Drehbuchautor und angebliche Kellner Pierce (Dylan Moran), der ebenfalls beim Vermieter tief in der Kreide steht, seine Tage aber dem Alkohol und den Pferdewetten statt dem Schreiben widmet.<br />
Als eine Folge verrückter Unfälle in zwei Todesfällen resultiert, und sich Mark plötzlich mit zwei Leichen in seiner Wohnung konfrontiert sieht, ist Pierce sofort klar, dass niemand, am wenigsten die Polizei, seinem Freund Glauben schenken wird. Hastig beginnt er, einen Plan zu ersinnen, mit dem sie sich aus der Affäre ziehen können. Dass kurz darauf unangemeldeter Besuch vor der Tür steht, tritt gleich die nächste Katastrophe los.</p>
<p><span id="more-2492"></span></p>
<div id="attachment_2494" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/afilmwithmeinit2.jpg" rel="lightbox[2492]"><img class="size-full wp-image-2494 " title="Die Urbane Legende, man könne Campari in der Badewanne herstellen, sorgt ein weiteres Mal für Enttäuschung." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/afilmwithmeinit2.jpg" alt="Erfolgreich Suppe essen lernen - Anfängerkurs." width="460" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">Erfolgreich Suppe essen lernen - Anfängerkurs.</p></div>
<p>Dylan Moran dürfte manchen aus der verhältnismäßig kurzlebigen, besonders in den frühen Episoden aber extrem unterhaltsamen Britcom BLACK BOOKS ein Begriff sein, bei der er als Hauptfigur und Autor fungierte. Der Charakter seiner Figur in A FILM WITH ME IN IT schlägt  in die selbe Kerbe wie einst Bernard Black, und so darf man sich angesichts der deutlichen Parallelen fragen, ob Drehbuchautor und eigentlicher Hauptdarsteller Mark Doherty ihm die Rolle auf den Leib geschrieben hat. Falls ja, so sollte es Doherty nicht stören, von Moran an die Wand gespielt worden zu sein, denn obschon Mark das nominelle Zentrum der Geschichte bildet, ist Pierce eindeutig der Held des Geschehens und für den Großteil an Aktion und Komik verantwortlich. Seine Performance stellt eindeutig den besten Grund dar, dieser Komödie eine Chance zu geben.</p>
<p>In Sachen Schwarzer Humor hat man sicherlich schon besseres und abwechslungsreicheres erlebt, die kleine, eher ruhige Geschichte ist aber solide inszeniert und überzeugend gespielt und hält ein paar absolut zitierfähige Momente bereit, wovon prinzipiell jede Komödie profitiert. Die Kalauer rangieren von finster über respektlos bis böse, die düstere Optik und Grundstimmung rückt manchmal gefährlich nah ans Deprimierende heran, überschreitet die Grenze aber nur sehr selten.</p>
<p>Wer die gängige Theorie vertritt, dass Verlierer generell witziger sind als Gewinner, und über Misserfolg und Pech lachen kann, ohne Mitleid zu haben, ist bei A FILM WITH ME IN IT gut aufgehoben. Wer seinen Humor facettenreicher oder massenkompatibler bedient sehen möchte, sollte nicht zu viel erwarten. Auf ein gemeinsames Treppchen mit KLEINE MORDE UNTER FREUNDEN oder VERY BAD THINGS schafft es A FILM WITH ME IN IT definitiv nicht.</p>
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		<title>Trick r Treat.</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 12:11:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
		<category><![CDATA[My Dear Diorama]]></category>
		<category><![CDATA[comedy]]></category>
		<category><![CDATA[filme]]></category>
		<category><![CDATA[horror]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Halloween-Nacht ist die Zeit, in der die Geister unruhig werden und sich die Menschen allerlei einfallen lassen, um diese auf Distanz zu halten. Leuchtende Kürbisköpfe, unheimliche Kostüme, Süßigkeiten und wilde Partys sind die bekanntesten Rituale und Traditionen.
In einer eben solchen Nacht ereignen sich nun vier ungewöhnliche Geschichten: Ein traditionsbewusster Vater erteilt einem verzogenen, fetten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/02/trick-r-treat/"><img class="alignnone size-full wp-image-2484" title="Trick r Treat Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/trickrtreat1.jpg" alt="trickrtreat1" width="104" height="158" /></a>Die Halloween-Nacht ist die Zeit, in der die Geister unruhig werden und sich die Menschen allerlei einfallen lassen, um diese auf Distanz zu halten. Leuchtende Kürbisköpfe, unheimliche Kostüme, Süßigkeiten und wilde Partys sind die bekanntesten Rituale und Traditionen.<br />
In einer eben solchen Nacht ereignen sich nun vier ungewöhnliche Geschichten: Ein traditionsbewusster Vater erteilt einem verzogenen, fetten Bengel eine Lektion, die dieser nicht vergessen wird. Eine Gruppe junger Frauen schleppt ihre spontanen Dates auf eine ungewöhnliche Party, auf jeder nicht jeder ist, was er zu sein scheint. Ein paar Kinder verwenden die lokale Folklore als Grundlage für einen bösen Streich und ein grantiger Rentner lernt, wie wichtig es ist, an Halloween Süßigkeiten daheim zu haben.</p>
<p><span id="more-2483"></span></p>
<div id="attachment_2485" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/trickrtreat2.jpg" rel="lightbox[2483]"><img class="size-full wp-image-2485" title="Der moderne Mann: Vom Pantoffelheld zum Arbeitssklaven." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/trickrtreat2.jpg" alt="&quot;Du meintest doch, du wärst bereit, es mal mit Rollenspielen zu probieren...&quot;" width="460" height="259" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Du meintest doch, du wärst bereit, es mal mit Rollenspielen zu probieren...&quot;</p></div>
<p>TRICK R TREAT ist im wesentlichen eine Collage mehrerer Spukgeschichten auf Groschenheft- bzw. Lagerfeuer-Niveau. Wie an den Opening- und Closing-credits ersichtlich wird, waren sich die Macher auch dessen bewusst, wovon der Spaßfaktor des Films wesentlich profitiert. Angesichts dieser Charakterisierung überrascht allerdings mehr die professionelle Umsetzung als die Geschichten, denn die Inszenierung geriet äußerst sauber und absolut fehlerfrei. Darsteller, Ton, Kameraführung, Bildkomposition, Schnitt, Effekte &#8211; nichts gibt Anlass zu Kritik.</p>
<p>Dieser Umstand sorgt allerdings für einen gewissen Verfremdungseffekt, denn während man es &#8211; auf den Inhalt bezogen – mit einem Film zu tun hat, der eher in die Indie- und Trash-Ecke gehört, passen die Produktionswerte eher zu einem großen Studiofilm. Regisseur und Drehbuchautor Michael Dougherty, der als Autor bereits an X-Men 2 und Superman Returns beteiligt war, liefert mit seinem Regiedebüt also den bereits dritten, beachtlichen Beitrag zur FRESH BLOOD-Kategorie des diesjährigen Fantasy Filmfests ab. Angesichts solcher Referenzen und des keinesfalls niedrigen Budgets fällt es schwer, den Film als echten Erstling zu werten.</p>
<p>Dessen ungeachtet macht TRICK R TREAT eine Menge Freude und ist an den richtigen Stellen politisch wundervoll inkorrekt. Die Auflösungen am Ende der Geschichten sind alle recht lahm, das böse Treiben sollte aber ein gefundenes Fressen und absolutes Freudenfest für Gruselfreunde aller Altersklassen sein, die in vielen modernen Produktionen den Charme vermissen, der den auf ihre Weise naiveren und unbeholfeneren Filme früherer Jahre oftmals innewohnte.</p>
<p>Amüsant-derbes Halloween-Kino mit hohen Produktionswerten und einem kleinen Helden, der nicht umsonst bereits als Actionfigur erhältlich ist. Eingefleischten Genre-Hasen unter Vorbehalt, dem Rest ohne Zweifel zu empfehlen.</p>
<p><em>Fantasy Filmfest 2009 &#8211; Film 8</em></p>
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