Zu Beginn eines Films stellt man sich als Zuschauer verschiedene Fragen. Manche sind banal (Dauert der Vorspann noch lange? Ist der Typ neben mir bald mit seinem Handy fertig? Geh ich schnell nochmal auf Toilette?), andere hintergründig (Reflektiert der französische Film in seiner stilistischen Zerrissenheit die innere Unruhe einer Gesellschaft, deren kulturelles Erbe von Revolution genährt wurde?), manche vollkommen idiotisch (siehe vorheriges Beispiel). WEITER
Scott Pilgrim ist ein elender Versager. Er hat keine Arbeit, kein Geld, keine Träume, kein Ziel, kein Konzept. Er setzt sich für niemanden ein und verbringt seine Tage damit, sich selbst zu bemitleiden und sporadisch mit seiner Band zu proben, deren übrige Mitglieder durchweg motivierter scheinen, erfolgreich Musik zu machen. Wenn Scott Pilgrim sonst noch etwas ist, dann ein solider Bassist, aber wir wissen ja, was man über Bassisten sagt. WEITER
Achtet man darauf, was das Fantasy Filmfest Jahr ein, Jahr aus an Filmkost aus Fernost importiert, lässt sich mit einer gewissen Überzeugung sagen: Asiatische Mittelalter-/Schlachtenfilme haben immer Konjunktur. Wer angesichts von Schwertkämpfern, die über Baumwipfel oder Bergseen laufen, kritisch die Augen zusammenkneift, darf jedoch fragen, ob man die wirklich alle sehen muss.
Wer kann schon von sich sagen, gerne manipuliert zu werden? Dabei existiert kaum ein Medium, seien Geschichten, Bilder oder Musik, das es nicht zumindest versucht. Besonders Kinderfilme machen keinen Hehl daraus, was sie erreichen möchten. Über die Schauwerte und Schenkelklopfer hinaus sind sie meist einfach gestrickte Erzählungen mit einer klaren Botschaft und kindgerechten Lebensweisheiten. Und das ist auch gut so. WEITER
Ein paar unsympathische Kids – Entschuldigung, Gangster – bezeugen auf nächtlichem Raubzug in ihrem Wohnblock den Absturz eines Außerirdischen. Mit Abstürzen bestens vertraut und nach dem ersten Schreck wenig von dem schleimigen Vieh beeindruckt, packen sie den Gremlin ein und ziehen weiter.
Erzählender Humor basiert meist auf Gegensätzen, auf Widersprüchen und Überraschungen. Sei es die Diskrepanz zwischen Erwartungen und Auflösung, oder die offenen und versteckten Konflikte gegensätzlicher Charaktere, das zugrundeliegende Prinzip findet sich im Kern beinahe jeder Komödie.
1994 drehte ein bis dahin praktisch unbekannter Regisseur einen Film über zwei Taugenichtse, die in benachbarten Läden arbeiteten und den ganzen Tag damit verbrachten, Unsinn zu reden, sich mit ihren neurotischen Kunden anzulegen und jeder Art von Verantwortung tunlichst aus dem Weg zu gehen. Die Dialoge waren frech, die Witze kompromisslos und jede zweite Szene perfekt zitierbar. WEITER
3 Wochen. So lange hat es gedauert, diese Kritik fertigzustellen. Bis ich mich überwinden konnte, die endgültige Auseinandersetzung mit SUPER zu wagen. Warum? Weil ich ihn lieben möchte, und gleichzeitig hassen muss.
WEITER