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	<title>The Midnight Screening &#187; animation</title>
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	<description>Rezensionen aus der letzten Reihe - ein Filmtagebuch</description>
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		<title>Toy Story 3</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 11:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer kann schon von sich sagen, gerne manipuliert zu werden? Dabei existiert kaum ein Medium, seien Geschichten, Bilder oder Musik, das es nicht zumindest versucht. Besonders Kinderfilme machen keinen Hehl daraus, was sie erreichen möchten. Über die Schauwerte und Schenkelklopfer hinaus sind sie meist einfach gestrickte Erzählungen mit einer klaren Botschaft und kindgerechten Lebensweisheiten. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/11/06/toy-story-3/"><img class="alignnone size-full wp-image-3951" title="ToyStory3" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/ToyStory3.png" alt="" width="310" height="439" /></a></p>
<p>Wer kann schon von sich sagen, gerne manipuliert zu werden? Dabei existiert kaum ein Medium, seien Geschichten, Bilder oder Musik, das es nicht zumindest versucht. Besonders Kinderfilme machen keinen Hehl daraus, was sie erreichen möchten. Über die Schauwerte und Schenkelklopfer hinaus sind sie meist einfach gestrickte Erzählungen mit einer klaren Botschaft und kindgerechten Lebensweisheiten. Und das ist auch gut so.<br />
<span id="more-3942"></span><br />
Viele Kritiken fragen deshalb nicht unbegründet nach dem Nutzwert jener Filme für das erwachsene Publikum. Man betont oder bemängelt Tiefe oder Sympathiegehalt der Figuren, die Qualität der Animationen, den subversiven/generischen Humor oder die quirlige/dröge Inszenierung. Nicht Zutreffendes bitte streichen.</p>
<p>Damit werden diese Kritiken ebenso vorhersehbar und manipulativ wir ihr Thema. Oftmals lesen sie sich sogar ähnlich öde und aussagelos wie die eher ermüdenden Genrebeiträge. Wir hinterfragen das nicht, denn wir sind es gewohnt. Wir lassen es geschehen und scrollen zum Fazit. Auch das ist okay. Aber spannend findet das niemand.</p>
<p>Kann man diese Strukturen und Mechanismen hinter sich lassen? Besonders wenn es der Film, um den es geht, selbst nicht wagt? Wo kann eine Kritik subversiv und anarchistisch sein, ohne zu verkennen, was Ziel und Zweck solcher Filme sind? Kohle machen, Kinderlachen, ein bisschen Kunst und ein paar Kalauer &#8211; wo soll ein Film wie TOY STORY 3 überraschen, wenn wir mittlerweile ein UP, ein WALL-E, einen NEMO und eine CORALINE haben?</p>
<p><strong>Also das übliche…</strong></p>
<p>Technisch beeindruckt TOY STORY 3 nicht besonders. Sicher, seit dem ersten Teil hat sich viel getan und man bemerkt Verbesserungen an jeder Ecke. Doch der Fokus liegt &#8211; völlig zu Recht &#8211; auf den Figuren, und diese haben sich nicht wesentlich verändert. Hier haben andere Animationsfilme allein aufgrund ihrer frischeren Ideen und des unverbrauchten Charakterdesigns die Nase vorn. Liebevoll gestaltet ist alles &#8211; imposant wenig.</p>
<p>Konzentriert man sich auf die einfache, aber bewegende Handlung, fallen deshalb weniger die Animationen auf, als die zahlreichen Referenzen, Inspirationsquellen und altbekannten Motive. Kurz: Man merkt der Geschichte deutlich an, wo sie herkommt, und kann leicht erahnen, wo sie hin möchte. Zyniker dürfen hier von Vorhersehbarkeit sprechen. Ob diese in einem Film mit einer derart jungen Zielgruppe ernsthaft eine Rolle spielt, darf jedoch angezweifelt werden &#8211; zu viele seiner Artgenossen wären genauso schuldig.</p>
<p>TOY STORY 3 möchte, was alle Filme wollen. Er will eine Resonanz bei seinem Publikum erwirken, und zwar bei allen, Groß und Klein. Was man auch von TOY STORY 3 mitnehmen möchte, sei es ein emotionaler Knuff, ein kleiner Denkanstoß für das eigene Leben, eine wichtige Botschaft für das Kind oder schlichtweg Unterhaltung -  mit leerem Herz geht hier niemand heim. Und das ist es, worauf es letztlich ankommt.</p>
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		<title>Tangled</title>
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		<pubDate>Sat, 07 May 2011 11:43:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[TANGLED lässt sich mit zwei Worten beschreiben: Instant Zuckerschock. Wer nicht von der ersten Minute an Karies bekommt, ist entweder in jungen Jahren von Bambi und Kollegen rangenommen worden, oder generell nur bedingt zurechnungsfähig. Die relativ freie Interpretation des Märchens von Rapunzel verzichtet zwar gnädigerweise darauf, den Tieren Stimmen zu geben, was in Anbetracht von [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/05/07/tangled/"><img class="alignnone size-full wp-image-3608" title="Tangled Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/Tangled-Poster.png" alt="" width="180" height="267" /></a>TANGLED lässt sich mit zwei Worten beschreiben: Instant Zuckerschock. Wer nicht von der ersten Minute an Karies bekommt, ist entweder in jungen Jahren von Bambi und Kollegen rangenommen worden, oder generell nur bedingt zurechnungsfähig. Die relativ freie Interpretation des Märchens von Rapunzel verzichtet zwar gnädigerweise darauf, den Tieren Stimmen zu geben, was in Anbetracht von Handlung und Erzählweise eine kluge Entscheidung war, geizt aber in keinem anderen Belang mit Zuckerguss und Sahne. So wirklich fies ist niemand, nicht einmal Halunken und Mörder, die blonde Prinzessin dafür doppelt so niedlich, harmlos und von jeglicher Sexualität restlos befreit. Disney halt. Es wird geneckt, gelacht, getanzt &#8211; und gesungen, ja gesungen wird auch, und das nicht einmal besonders überragend, dafür sogar einmal im Duett.<br />
<span id="more-3607"></span><br />
Als jemand, der tatsächlich einst von Bambi, Schneewittchen und Co abgehärtet wurde, muss ich allerdings gestehen, dass TANGLED für mich trotzdem wunderbar funktioniert hat. Das liegt, Oberflächlichkeit olé, vor allem an der Optik. Sicher, den Liedern fehlt der Schmiss und die augenzwinkernde Bissigkeit eines CHARLIE AND THE CHOCOLATE FACTORY. Auch den frechen Humor eines KÖNIGREICH FÜR EIN LAMA sowie die wirklich herzerwärmenden Figuren und erinnerungswürdigen Momente einer Pixar Produktion sucht man vergeblich.</p>
<p>Doch obwohl die ganze Chose furchtbar vorhersehbar und banal ist, kann man nicht umhin, anzuerkennen, mit wie viel Liebe hier konzipiert, animiert und coloriert wurde. TANGLED ist ein wahrer Augenschmaus, der eine Farbenpracht und eine räumliche Tiefe vermittelt, die auch ohne 3D-Brillen und große Leinwand zu beeindrucken versteht. Es ist, um endlich auf den Punkt zu kommen: Disney-Destillat, Eye-Candy ohne Reibungsfläche, dessen größtes Kunststück es darstellt, so lange zu unterhalten, wie er es tut, und dabei nicht so restlos abzuperlen, wie es z.B. die neuen STAR WARS Filme vor ein paar Jahren taten.</p>
<p>Als Film mit erzählerischen Ambitionen ein Witz, als farbenfrohes, sympathisch-nostalgisches Spektakel eine Augenweide: Wer seine Kitsch-Allergie für zwei Stunden zu unterdrücken vermag, kann an TANGLED sehr viel Freude haben. Der Rest kann ihn zumindest als Demonstrationsmaterial für die Leistungsfähigkeit von BluRay-Optik auf HD-Fernsehern verwenden, sollte dabei aber den Ton auf stumm schalten.</p>
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		<title>Despicable me</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Apr 2011 19:32:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Will wirklich noch jemand eine Rezension zu einem Animationsfilm lesen? Und was noch viel wichtiger ist: will ich eine schreiben? Welche Überraschungen kann man dem Leser bieten, ohne ins Abstruse abzurutschen, besonders wenn der Film, um den es geht, selbst nur wenige Überraschungen bereit hält? Die Grundidee, einen archetypischen Superfiesling als Protagonisten für eine herzerwärmende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/04/14/despicable-me/"><img class="alignnone size-full wp-image-3535" title="despicable_me" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/04/despicable_me.png" alt="" width="180" height="267" /></a>Will wirklich noch jemand eine Rezension zu einem Animationsfilm lesen? Und was noch viel wichtiger ist: will ich eine schreiben? Welche Überraschungen kann man dem Leser bieten, ohne ins Abstruse abzurutschen, besonders wenn der Film, um den es geht, selbst nur wenige Überraschungen bereit hält? Die Grundidee, einen archetypischen Superfiesling als Protagonisten für eine herzerwärmende Geschichte über Familie und den weichen Kern in jedem von zu verwenden, ist nett, verrät ihre Höhe- und Wendepunkte aber zu einem guten Teil im Trailer. Und selbst wenn es jemandem gelungen sein sollte, die Teaser weiträumig zu umschiffen, lässt sich der Verlauf der Geschichte so präzise vorhersagen wie die Wahrscheinlichkeit, in einer Folge der Schlümpfe weiße Mützen zu sehen.<br />
<span id="more-3534"></span><br />
Abseits der wenigen, großen Lacher ist DESPICABLE ME ein sympathisch naiver Kinderfilm. Alles, was darüber hinaus geht, könnte man 1:1 aus der <a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/03/28/wolkig-mit-aussicht/">WOLKIG MIT AUSSICHT AUF FLEISCHBÄLLCHEN</a> Kritik kopieren, von den üblichen Anspielungen für Erwachsene bis hin zum forcierten Comic Relief in Form sprachminderbegabter Helfer. Was nicht heißen soll, dass ein Film besser oder schlechter als der andere sei &#8211; es ist nur alles ach so knuffig, witzig und vor allem &#8211; wohlbekannt. Empfehlen kann man solche Filme immer. Sie entlocken ab einer gewissen Füllmenge nur keine Begeisterung mehr.</p>
<p>Zeit für Toy Story 3.</p>
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		<title>Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 21:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeden Animationsfilm an den Pixar Produktionen zu messen ist in etwa so, wie jedes Auto mit einem Mercedes zu vergleichen. Kann man machen, besonders wenn man die Eigenschaften des Letzteren gewohnt ist, muss man aber nicht. Besser sollte entschieden werden, ob der Film für sich funktioniert. Und das trifft auf WOLKIG MIT AUSSICHT AUF FLEISCHBÄLLCHEN [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/03/28/wolkig-mit-aussicht/"><img class="alignnone size-full wp-image-3491" title="wolkig_mit_aussicht_auf_fleischbaellchen" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/wolkig_mit_aussicht_auf_fleischbaellchen.png" alt="" width="180" height="255" /></a>Jeden Animationsfilm an den Pixar Produktionen zu messen ist in etwa so, wie jedes Auto mit einem Mercedes zu vergleichen. Kann man machen, besonders wenn man die Eigenschaften des Letzteren gewohnt ist, muss man aber nicht. Besser sollte entschieden werden, ob der Film für sich funktioniert. Und das trifft auf WOLKIG MIT AUSSICHT AUF FLEISCHBÄLLCHEN zweifellos zu. Die Grundidee mit dem Wetter aus Lebensmitteln verbraucht sich weniger schnell, als man meinen sollte, und da sich das Drehbuch nicht <em>zu</em> sehr auf ihr ausruht, gestalten sich die klug bemessenen 80 Minuten durchweg amüsant und unterhaltsam.<br />
<span id="more-3489"></span></p>
<p>Natürlich darf man sich nicht der Illusion hingeben, hier erzählerisch mehr geboten zu bekommen als in jedem anderen Kinderfilm, der sich mit sporadischem Subtext auch beim erwachsenen Publikum anzubiedern versucht. Man kann dem Film auch vorwerfen, nicht gerade subtil vorzugehen, was die Wahl und Inszenierung seiner Themen und Protagonisten betrifft. So können der Vater-Sohn-Konflikt sowie die kleine Romanze auf weniger empfängliche Individuen extrem forciert und somit uninteressant wirken. Auch das in Gummibärchen vernarrte Äffen mag den einen begeistern, bewegt sich als zusätzlicher Comic Relief Sidekick jedoch auf einer so niedrigene Ebene, dass ich für meinen Teil gut darauf hätte verzichten können.</p>
<p>Wer DEXTERS LABORATORY kennt, mag zudem von der Prämisse etwas unterwältigt bleiben und den anarchistischen Humor vermissen, den die CARTOON NETWORK Serie auszeichnet(e). Doch selbst in seinen schlechten Momenten liegt WMAAF vor müden Bemühungen wie Madagascar, Ice Age und Shrek, die in den letzten Jahren mit mehr als mäßigen Fortsetzungen wesentlich zu den Ermüdungserscheindungen des Genres beigetragen haben.</p>
<p>Als angenehme Unterhaltung mit hohem Sympathiefaktor appelliert WMAAF an die unverdauten Schlaraffenland-Fantasien seines Publikums und generiert den Großteil seines Charmes aus den sympathischen Figuren. Angesichts der großen Auswahl an Animationsfilmen in den letzten Jahren sicher verzichtbar, für einen heiter-entspannten Nachmittag aber absolut zu gebrauchen.</p>
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		<title>Alice im Wunderland</title>
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		<pubDate>Mon, 24 Jan 2011 23:03:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ALICE IM WUNDERLAND hat eigentlich zwei Kritiken verdient. Weniger, weil er besonders gut oder unglaublich schlecht wäre (wobei sich beide Standpunkte mühelos vertreten lassen), sondern weil es zwei grundsätzlich verschiedene Herangehensweisen an den Film gibt, die letztlich zu eben genannten Urteilen führen. Weil mal wieder eine Rezension auf einer positiven Note enden soll, beginnen wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/01/25/alice-im-wunderland/"><img class="alignnone size-full wp-image-3363" title="Alice im Wunderland Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/01/alice_in_wonderland_poster1.jpg" alt="" width="180" height="267" /></a>ALICE IM WUNDERLAND hat eigentlich zwei Kritiken verdient. Weniger, weil er besonders gut oder unglaublich schlecht wäre (wobei sich beide Standpunkte mühelos vertreten lassen), sondern weil es zwei grundsätzlich verschiedene Herangehensweisen an den Film gibt, die letztlich zu eben genannten Urteilen führen.</p>
<p>Weil mal wieder eine Rezension auf einer positiven Note enden soll, beginnen wir mit dem Negativen:<br />
Jeder, der sich einigermaßen lebhaft an die Buchvorlage erinnert oder &#8211; Gott bewahre &#8211; mit dieser sogar schöne Erinnerungen verbindet, wird maßlos enttäuscht. Dabei ist weniger das Problem, was alles weg gelassen oder hinzugefügt wurde, sondern wie die Elemente der Vorlage, die es in die Verfilmung schafften, letztlich umgesetzt wurden. Wie schon die Trailer zeigen, mangelt es nicht am kunterbunten Augenweiden. Dafür jedoch an Atmosphäre und Herz.<br />
<span id="more-3360"></span><br />
So lässt sich nicht leugnen, dass die Handlung eben jenen surrealistischen Charme, jene absichtliche Ziellosigkeit vermissen lässt, der bzw. die das Original so großartig machte. Alles wirkt seltsam gehemmt, zu sehr darauf bedacht, irgendwie eine kohärente Geschichte zu erzählen, und dabei &#8211; ein großer Vorwurf &#8211; sich beim Publikum mit Themen und Ideen anzubiedern, die sich bei der Zielgruppe als Erfolgsrezepte bewiesen haben. Da darf es dann auch nicht wundern, wenn der Film mit einer großen Schlacht endet, und sich ein Fabelwesen als blöder Drache entpuppt, den es in bester Fantasy-Manier zu erlegen gilt. Wer nicht längst jegliche Hoffnung aufgegeben hatte, erhält an dieser Stelle definitiv den Todesstoß. Eine mutige Neuinterpretation sieht anders aus.</p>
<p>Selbst das wäre noch in Ordnung, hätte der Film nicht noch den Beigeschmack des Altbekannten. Ohne Anspruch darauf zu erheben, für die Allgemeinheit sprechen zu können, soll gesagt sein: Ich habe mich an Burtons Stil sattgesehen. Auch mag ich Gattin Helena nicht mehr in seinen Filmen finden. Zusammen mit dem stets bezaubernden Johnny Depp, der hier noch mal den Willy Wonka gibt, hat man es sogar mit dem wohlbekannten Trio zu tun, dass bereits andere, vermeintlich sichere Wetten wie SWEENEY TODD zu drögem Mittelmaß verkommen ließ. Burtons schwerer Wein findet auch heute noch viele Freunde, keine Frage. Ich für meinen Teil bin die Hausmarke satt.</p>
<p>Dessen ungeachtet ist der Film aber auch nicht so schlecht, wie man vermuten konnte. Die düstere Note, die Burton dem Wunderland verpasst, steht diesem gut. Abgedroschen oder nicht, rein optisch funktioniert der Film sehr gut. Die große Erfahrung Burtons im Umgang mit derartiger Stilistik sorgt sogar stellenweise dafür, dass einzelne Szenen jenen Surrealismus verströmen, welcher der furchtbar drögen Handlung gänzlich abgeht. Selbst Anne Hathaways (als die weiße Königin) furchtbares Makeup und Mia Wasikowskas (als Alice) sprichwörtlich blasses Spiel ändern nichts daran, dass ALICE IM WUNDERLAND ein paar nette Lacher und sympathische Momente hat, die man als Nicht-Kenner der Vorlage ins Herz schließen darf. Ich möchte sogar so weit gehen, zu behaupten, dass Wasikowska eine tolle Besetzung für die Rolle der Alice ist, denn wenn man Handlung und Dialoge, für die sie nichts kann, aus der Rechnung streicht, ist ihre unterkühlte, stets etwas abwesend wirkende Schönheit eine gute Wahl für die um einige Jahre gealterte Hauptfigur.</p>
<p>ALICE IM WUNDERLAND verfehlt den Geist des Originals um Welten, was für einen Titel dieser Größenordnung nicht weniger als fatal ist. Er weiß aber in Optik und Details halbwegs gut zu machen, was die Geschichte im Ganzen vermissen lässt. Das ist sehr dünn, und sicher nicht ausreichend für eine Empfehlung. Es wird aber niemanden kümmern, der die Vorlage nicht kennt.</p>
<p>Na also, positive Note. Geht doch.</p>
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		<title>Metropia.</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 10:47:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Anfang dieser Kritik stand ursprünglich eine irrsinnig clevere Einleitung, die damit begann, dass Konversationskärtchen überflüssig seien, solange es Filme gibt, über die sich leidenschaftlich und hitzig diskutieren lässt. Abgesehen davon, dass die Überleitung ziemlich austauschbar klingt (lies: hinkt) und Gesprächsthemenwahl auf Basis vorgefertigter Stichworte grundsätzlich höchst verwerflich ist, hatte dieser Vergleich zwei Probleme: Erstens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/09/26/metropia/"><img class="alignnone size-full wp-image-3194" title="Metropia" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/metropia.jpg" alt="" width="180" height="256" /></a>Am Anfang dieser Kritik stand ursprünglich eine irrsinnig clevere Einleitung, die damit begann, dass Konversationskärtchen überflüssig seien, solange es Filme gibt, über die sich leidenschaftlich und hitzig diskutieren lässt. Abgesehen davon, dass die Überleitung ziemlich austauschbar klingt (lies: hinkt) und Gesprächsthemenwahl auf Basis vorgefertigter Stichworte grundsätzlich höchst verwerflich ist, hatte dieser Vergleich zwei Probleme: Erstens hielt er sich für cleverer, als er tatsächlich war. Zweitens fiel mir ein, dass ich mir die Mühe eines eloquenten Aufbaus sparen konnte, wenn ich mich statt dessen in simple Obskurität stürzte. Wie es der Zufall so will, sind dies auch die Makel, die METROPIA zu Fall bringen.<br />
<span id="more-3192"></span><br />
Kein Zweifel: Der Animationsfilm ist sehr hübsch anzusehen. Die Hingabe, die in den visuellen Stil des Films investiert wurde, ist beachtlich und sehr lobenswert, da es dem Film auf diese Weise tatsächlich gelingt, sich von dem Gros seiner Kollegen zu distanzieren. Die Optik ist demnach zweifellos METROPIAs Alleinstellungsmerkmal, was den Film vielleicht &#8211; aber auch nur vielleicht &#8211; mit RENAISSANCE vergleichbar macht. Dieser bezog seinen Charme ebenfalls aus dem Spiel mit den Sehgewohnheiten des Zuschauers und wies sogar gewisse inhaltliche Parallelen auf.</p>
<p>Leider ist hinter der hochästhetischen Fassade nicht viel Substanz. Der generische Verschwörungsplot tröpfelt uninspiriert vor sich hin, und der Versuch, für die Dystopie realistisch wirkende Dialoge zu kreieren, resultiert in ebenso anstrengendem wie inhaltlosen Geschwätz, dass sich fortwährend in Fragmenten und Phrasen verliert. Daran ändern auch die prominenten Sprecher (Stellan Skarsgård, Udo Kier, Juliette Lewis) wenig. Wären da nicht die ansehnliche Präsentation, METROPIA würde nach spätestens der Hälfte untergehen. Der Effekt erinnert ein wenig an jenen, der sich bei 3D-Filmen einstellt, wenn man sich erst einmal an die Tiefenwirkung gewöhnt hat.</p>
<p>Am meisten stören jedoch jene Elemente, bei denen man nicht sicher sein kann, ob sich der Film für klüger hält, als er ist, oder &#8211; mit einem Augenzwinkern &#8211; darauf abzielt, den Zuschauer am Subtext teilhaben zu lassen, indem er diesen an die Oberfläche holt. Ein Beispiel für diese Form bewusster Banalität ist das Shampoo, dessen Verwendung die Reise des Protagonisten einläutet. Dieses trägt den Namen »D‘Angst«, was in einem dystopischen Animationsfilm ungefähr so ist, als würde man einen bleichen Hacker »E-Milk« nennen. Solche Spielereien mögen das ein oder andere Schmunzeln provozieren, festigen aber auch das Gefühl, gerade die Abschlussarbeit eines Studenten zu sehen.</p>
<p>Schlussendlich verliert METROPIA lange vor seinem uninspirierten Ende jeglichen Bewegungsmoment, was ihn zu einer bloßen Design-Studie verkommen lässt, die man sich mal ansehen kann, aber nicht im Regal stehen haben muss. Früher oder später wird der Stil vielleicht von jemandem kopiert, der dem erzählerischen Herausforderungen besser gewachsen ist.</p>
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		<title>Dead Space: Downfall.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 11:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bitte weiterscrollen, hier gibt es nichts zu sehen. Der einzige Grund, warum ich auch nur ansatzweise auf die Idee kam, mir DEAD SPACE: DOWNFALL anzusehen, ist meine hingebungsvolle Liebe zu dem gleichnamigen 3rd Person Shooter DEAD SPACE, dessen Erscheinen dieser Anime 2008 begleitete. Von mehr als einer Marketingmaßnahme kann hier allerdings nicht die Rede sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/30/dead-space-downfall/"><img class="alignnone size-full wp-image-3026" title="deadspacedownfall_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/deadspacedownfall_poster.jpg" alt="" width="180" height="259" /></a>Bitte weiterscrollen, hier gibt es nichts zu sehen. Der einzige Grund, warum ich auch nur ansatzweise auf die Idee kam, mir DEAD SPACE: DOWNFALL anzusehen, ist meine hingebungsvolle Liebe zu dem gleichnamigen 3rd Person Shooter DEAD SPACE, dessen Erscheinen dieser Anime 2008 begleitete. Von mehr als einer Marketingmaßnahme kann hier allerdings nicht die Rede sein, denn für sich genommen besteht dieses Machwerk keine 2 Minuten, bevor es in seiner eigenen Minderwertigkeit verglüht.</p>
<p>DEAD SPACE: DOWNFALL ist in jeglicher Hinsicht eine Katastrophe, die technisch nicht einmal als Bonusmaterial überzeugen könnte. So wäre der Stil, gemessen an anderen Anime-Filmen, schon 1998 zeichnerisch veraltet gewesen. Aus jener Zeit sind mir jedenfalls  Produktionen bekannt, die trotz überschaubarem Budget das hier Gezeigte bei weitem übertreffen.<br />
<span id="more-3025"></span></p>
<p>Zu allem Überfluss ist es aber nicht nur die billige Umsetzung, sondern auch der schwache Plot, der sich sehr schnell in all seiner Simplizität und Oberflächlichkeit offenbart. Auch schlichen sich Fehler in die Produktion, die gemessen an Ziel und Zielgruppe nicht passieren dürften. Wenn sich wiedererkennbare Figuren und Orte von denen des Spiels, dass der Film unterstützen soll, maßgeblich unterscheiden, darf man die Frage stellen, welcher Produzent Drehbuch und Storyboard abgenickt hat. Ganz abgesehen davon, dass das Spiel selbst durch die dort eingestreuten Audio-Files, Tagebucheinträge und Videosequenzen weitaus mehr an Informationen, Hintergründen und Atmosphäre/Stimmungen transportiert. Man kann dem Film demnach nicht einmal zugutehalten, dem Fan zusätzliche Einblicke in die Vorgeschichte des Spiels zu verschaffen, was der geringste Grund sein sollte, für diese DVD Geld auszugeben.</p>
<p>Manchmal wird man bitter dafür bestraft, Fan eines Franchise zu sein. Jeder, der STAR WARS kennt, kann ein Lied davon singen. Auch für mich war es nicht das erste, und ganz sicher nicht das letzte Mal, dass die Nachhaltigkeit meiner Begeisterung auf die Probe gestellt wird. Grundlegend spricht nichts dagegen, aus einer guten Idee mehr zu machen, einen Franchise zu kreieren  und somit ein vielschichtigeres Erlebnis zu schaffen. Schade nur, dass  es bislang meist nur unausgereifte Ergebnisse bringt, wie auch die  Kurzfilme im Vorfeld des ALAN WAKE Release zeigten.</p>
<p>DEAD SPACE: DOWNFALL ist jedenfalls Schund und lässt nur hoffen, dass es dem Spielerfolg nicht geschadet hat. Da der zweite Teil bereits auf Messen präsentiert und kommendes Jahr veröffentlicht wird, besteht hier wohl keine Gefahr. Vielleicht wird ja auch der nächste Anime, der ebenfalls angekündigt wurde, etwas besser. Mein Karma dafür müsste gut stehen. Meine Sünden habe ich jetzt ja abgebüßt.</p>
<p>Abschliessend der Spieltrailer als Ausgleich.</p>
<p><object width="460" height="325"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/IbXwL8IcNJc?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/IbXwL8IcNJc?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="460" height="325"></embed></object></p>
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		<title>Coraline.</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 23:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[My Dear Diorama]]></category>
		<category><![CDATA[animation]]></category>
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		<category><![CDATA[humor]]></category>
		<category><![CDATA[kurioses]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit dem Stichwort »morbide Filmästhetik« assoziiert die breite Masse zweifelsfrei Weirdmeister Tim Burton. Ein weiterer Name, wenn auch mit geringerem Bekanntheitsgrad und einem für die Filmindustrie eher ungesunden Verhältnis zwischen Schaffenszeit und Projektanzahl, ist Henry Selick. Mit seinem unvergessenen NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS hatte er 1993 einen nachhaltigen Beitrag zur Animationsfilmgeschichte geschaffen, danach aber nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/02/10/coraline/"><img class="alignnone size-full wp-image-2686" title="Coraline Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_0.jpg" alt="" width="105" height="155" /></a>Mit dem Stichwort »morbide Filmästhetik« assoziiert die breite Masse zweifelsfrei Weirdmeister Tim Burton. Ein weiterer Name, wenn auch mit geringerem Bekanntheitsgrad und einem für die Filmindustrie eher ungesunden Verhältnis zwischen Schaffenszeit und Projektanzahl, ist Henry Selick. Mit seinem unvergessenen NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS hatte er 1993 einen nachhaltigen Beitrag zur Animationsfilmgeschichte geschaffen, danach aber nicht mehr an dessen Erfolg anknüpfen können. CORALINE, sein neuestes Werk, ist ein Animationsfilm eben dieser Art, der statt gerenderter Figuren samt makelloser Anatomie und glatten Kurven die krude Stofflichkeit und den schrägen Charme eines Puppenspiels bevorzugt.<br />
<span id="more-2685"></span></p>
<div id="attachment_2688" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_1.jpg" rel="lightbox[2685]"><img class="size-full wp-image-2688" title="Nur zu, nur zu, fassen Sie ihn ruhig an! Ich freue mich so, Sie zu sehen!" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_1.jpg" alt="" width="460" height="275" /></a><p class="wp-caption-text">Jeder Künstler hat irgendwann seine blaue Phase. Aber nicht jeder hat auch einen blauen Bart.</p></div>
<p>Aufgrund seines düsteren Stils, seiner eher ruhigen Inszenierung und einiger erstaunlich gruseliger Szenen ist CORALINE, wie es die Handlung zunächst vermuten lässt, kein lupenreiner Kinderfilm. Dieser Punkt ist das einzige, echte Problem des Films, da der Spagat zwischen kindkompatibler Märchenhandlung und erzählerischer wie stilistischer Ambitionen nicht immer aufgeht. Selbst die humorigen Figuren wirken stellenweise unheimlich, die Grundstimmung ist trotz vieler, putziger Momente meist trist, in den Parallelwelt-Szenen subtil bedrohlich. Angesichts der Tatsache, dass es sich um die Adaption einer Neil Gaiman Geschichte handelt, wenig verwunderlich, dennoch bemerkenswert.</p>
<p>Eben diese Stimmung ist es aber auch, die für CORALINE trotz bekannter Handlungselemente und vertrauter Stilistik zum Alleinstellungsmerkmal wird. Für zündenden Witz und anrührende Geschichten bleiben Pixar-Produktionen die beste Anlaufstelle. Wer Abwechslung schätzt, wird bei CORALINE aber auf ein erfreulich konsequentes Kontrastprogramm zu den knallbunten, zuckersüßen Genregrößen stoßen, das besonders glänzt, wenn es darum geht, kleinen Dingen, wie einem Paar Handschuhe oder  Haustieren, emotionalen Gehalt zu verleihen. Der zurückhaltende, nie bösartige Humor trägt seinen Teil dazu bei, eben jene Sympathie hervor zu rufen, die man sich von einem Film wie diesem wünscht.</p>
<div id="attachment_2689" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_2.jpg" rel="lightbox[2685]"><img class="size-full wp-image-2689" title="Kurz darauf begriff er die Bedeutung von &quot;ohrenbetäubendem Applaus&quot;." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_2.jpg" alt="" width="460" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Ein gutes Beispiel dafür, was eine Stubenfliege kurz vor ihrem Tod erblickt.</p></div>
<p>Um noch einmal auf den einleitenden Gedanken zurückzukommen: Ungeachtet der erwartungsvollen Begeisterung, die ALICE IM WUNDERLAND allerorts entgegengebracht wird, kann man es niemandem verdenken, sich an Burtons Stil satt gesehen zu haben. (Allein die Omnipräsenz von Helena Bonham Cartern schadet der Magie seiner Welten und Werke mittlerweile mehr, als sie nützt.)<br />
Auch CORALINE hat stilistisch einen hohen Wiedererkennungswert, der allerdings nicht weiter stört, schaffen es doch wenige Animationsfilme dieser Art auf die Leinwand. So vermag das eigenwillige Märchen die wenig überraschende Handlung mit dem erwarteten Potpourri an schrägen Charakteren und kruden Ideen erfolgreich zu übertünchen.</p>
<p>Ein schöner Film für einen regnerischen Nachmittag.<br />
Mit 9 in den Startlöchern aber (noch) keine neue Referenz.</p>
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