Angenommen, Beavis and Butthead hätten diese Woche Premiere – wie wäre die Resonanz? Würde das Konzept heute noch funktionieren? Würde man ihr Lachen imitieren? Ihre Witze zitieren? Kurz gesagt: Wären die beiden noch popkulturell relevant? WEITER
Wer häufiger hier liest, hat längst die leidvolle Erfahrung gemacht, dass ich mir für wenige Wortspiele zu schade bin. Ich bin mir der Schändlichkeit meines Schreibstils bewusst, und doch: wann immer ich Besserung gelobe, kommt ein Film wie UP IN THE AIR daher, und macht sämtliche guten Vorsätze in einem Streich zunichte. Und so muss ich mit Bedauern folgendes nieder bringen: WEITER
Nett ist der kleine Bruder von Scheiße, betone ich gern. Wenn sich aber der Großteil aktueller Komödien in eben jener suhlt, und die Gürtellinie irgendwo am Firmament verblasst, kann dieses Urteil hier nicht gelten. HORRIBLE BOSSES ist eine nette Komödie, die in keiner Weise Maßstäbe setzt, mit ihrer sympathischen, wenig aufgeregten Art jedoch deutlich mehr Anerkennung verdient als Genrekollegen wie HANGOVER.
Ein in diesem Blog zuletzt recht inflationär verwendeter Begriff ist „sympathisch“. Daran sind die besprochenen Filme sicher nicht unbeteiligt, denn Mittelmaß verdient nun mal nicht mehr. Trotzdem wäre es angemessen, das Wort vorerst zu meiden, und sei es nur, um konkretere Aussagen zu erzwingen. Bei GREEN HORNET fällt das jedoch schwer, denn kein anderes Wort beschreibt diesen Film besser.
Scott Pilgrim ist ein elender Versager. Er hat keine Arbeit, kein Geld, keine Träume, kein Ziel, kein Konzept. Er setzt sich für niemanden ein und verbringt seine Tage damit, sich selbst zu bemitleiden und sporadisch mit seiner Band zu proben, deren übrige Mitglieder durchweg motivierter scheinen, erfolgreich Musik zu machen. Wenn Scott Pilgrim sonst noch etwas ist, dann ein solider Bassist, aber wir wissen ja, was man über Bassisten sagt. WEITER
Erzählender Humor basiert meist auf Gegensätzen, auf Widersprüchen und Überraschungen. Sei es die Diskrepanz zwischen Erwartungen und Auflösung, oder die offenen und versteckten Konflikte gegensätzlicher Charaktere, das zugrundeliegende Prinzip findet sich im Kern beinahe jeder Komödie.
3 Wochen. So lange hat es gedauert, diese Kritik fertigzustellen. Bis ich mich überwinden konnte, die endgültige Auseinandersetzung mit SUPER zu wagen. Warum? Weil ich ihn lieben möchte, und gleichzeitig hassen muss.
WEITER
WEITER
TANGLED lässt sich mit zwei Worten beschreiben: Instant Zuckerschock. Wer nicht von der ersten Minute an Karies bekommt, ist entweder in jungen Jahren von Bambi und Kollegen rangenommen worden, oder generell nur bedingt zurechnungsfähig. Die relativ freie Interpretation des Märchens von Rapunzel verzichtet zwar gnädigerweise darauf, den Tieren Stimmen zu geben, was in Anbetracht von Handlung und Erzählweise eine kluge Entscheidung war, geizt aber in keinem anderen Belang mit Zuckerguss und Sahne. So wirklich fies ist niemand, nicht einmal Halunken und Mörder, die blonde Prinzessin dafür doppelt so niedlich, harmlos und von jeglicher Sexualität restlos befreit. Disney halt. Es wird geneckt, gelacht, getanzt – und gesungen, ja gesungen wird auch, und das nicht einmal besonders überragend, dafür sogar einmal im Duett.