Super

3 Wochen. So lange hat es gedauert, diese Kritik fertigzustellen. Bis ich mich überwinden konnte, die endgültige Auseinandersetzung mit SUPER zu wagen. Warum? Weil ich ihn lieben möchte, und gleichzeitig hassen muss.

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RED

Ach, Comicverfilmungen: Prügelknaben der Dünnbrettbohrer. Kein anderes Genre provoziert mehr undifferenzierten Mist, zum einen seitens der Filmstudios, vor allem aber auch seitens Kritikern und Kinogängern. Selbst wenn Letztere dem Genre zugeneigt sind, kann man häufig nur den Kopf schütteln und an das alte Sprichwort vom Lob des Narren denken. Es überrascht dann auch nicht, wenn solche »Cineasten« bei der Erwähnung von ROAD TO PERDITION, AMERICAN SPLENDOR und A HISTORY OF VIOLENCE die Augenbrauchen hochziehen. Comicverfilmung, echt? Ja, echt. Depp.

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Kick-Ass

Das Dilemma, über KICK-ASS zu schreiben, besteht darin, dass eine Schilderung seiner Stärken zwangsläufig den Überraschungseffekt ruiniert, der den Film zu einem besonderen Erlebnis macht. Diese Behauptung basiert nicht allein auf persönlichem Empfinden. Die Reaktionen meiner Mitgucker, die von dem Film noch weniger wussten als ich, bekräftigen dies. Insofern gilt für folgende Zeilen trotz mangelnder Inhaltsbeschreibung eine durchgehende Spoilerwarnung. Wer der Meinung dieses Blogs vertraut, und KICK-ASS nicht gesehen hat, sollte morgen Abend in der Videothek stehen oder gleich den Warenkorb eines präferierten Online-Shops bestücken. Weiterlesen ist unnötig.

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Iron Man 2

Ach, der Reiz des Neuen, er ist ja so vergänglich. Nicht einmal Superhelden sind darüber erhaben. Sicher, der zweite Batman nach dem Reboot war ein Knaller, aber was wird wohl los sein, wenn der dritte Teil ins Kino kommt? Hysterischer als bei THE DARK KNIGHT kann man ja kaum mehr werden. Weiß noch irgendwer, was im dritten Teil von X-MEN passiert ist? Ernsthaft? Oder bei SPIDER-MAN? Ich hab das alles vergessen. Auch IRON MAN hat diese Belastungsprobe noch vor sich. Mit einem Sequel, das noch nicht allzu muffig riecht, kann er sich jedoch noch halbwegs entspannt zurücklehnen.

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Solomon Kane.

Wie ein Modelleisenbahnfan, ein Zauberkünstler oder ein Kunstspucker lernt der Comic-Connoisseur früh damit zu leben, für seine Leidenschaft belächelt zu werden. Daran haben auch die vielen, teils sehr erfolgreichen Comic-Verfilmungen der letzten 10 Jahre wenig geändert. Was ist ein ROAD TO PERDITION, ein AMERICAN SPLENDOR, ein FROM HELL oder ein IMMORTAL (wie man sie finden mag, mal beiseite) gegen SPIDER-MAN, IRON MAN und die X-MEN, gegen 300 oder ein SIN CITY? Am Ende des Tages geht es den Comic-Verfilmungen wie manchen Frauen (und diversen Männern): Sie werden für Ihr Aussehen geschätzt, nicht für ihren Charakter und ihr Talent respektiert. Daran ändert auch ein WATCHMEN oder ein V FOR VENDETTA wenig.

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Watchmen.

Ganz ehrlich: Ich würde mir niemals anmaßen, eine Rezension über ein Werk von Alan Moore zu schreiben. Schon allein, weil ich nie sicher sein könnte, genug der Hintergründe und Anspielungen, genug von Subtext, Metaphorik und Symbolik erfasst zu haben, um ein informiertes Urteil fällen zu können. Und so bin ich auch geneigt, es bei der Verfilmung eines dieser Werke zu halten, selbst wenn diese fassbarer und zugänglicher scheint.

Dass FROM HELL nicht an die Klasse seiner Vorlage heranzureichen vermag, scheint weitestgehend Konsens zu sein. Der V FOR VENDETTA ging zwar viel der eben erwähnten Symbolik und Vielschichtigkeit verloren, die Verfilmung funktionierte aber für sich genommen sehr gut. Ähnlich verhält es sich nun bei WATCHMEN. Man mag im Abgleich mit dem Graphic Novel Änderungen kritisieren und generell viel vermissen. Das bedeutet aber nicht, dass der Verfilmung irgendetwas fehlt.

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Punisher: War Zone

punisher0Selbst wenn ich Gefahr laufe, mit dieser Aussage jegliche Glaubwürdigkeit im Hinblick auf anspruchsvolles Kino zu verlieren: PUNISHER: WAR ZONE ist nicht übel. PUNISHER: WAR ZONE, nie gehört? Kein Wunder. Im Gegensatz zur ersten Verfilmung mit Thomas Jane hat dieser Quasi-Nachfolger es nicht in die hiesigen Kinos, ja bislang noch nicht einmal in die deutschen Videotheken geschafft, denn nach kurzer Ankündigung verschwand er zunächst spurlos von den Ankündigungslisten. Mittlerweile ist vom Herbst dieses Jahres die Rede, genaueres weiß man nicht. Entsprechend kostspielig war es, ihn dennoch zu sehen zu bekommen, und ich will ehrlich sein und gebe deshalb zu, dass sich die Mühe aktuell für 90% des potentiellen Publikums nicht lohnen würde. Klingt widersprüchlich? Das hat seinen Grund.

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Wolverine

wolverine_00Für den folgenden Absatz bekomme ich wahrscheinlich Kloppe, aber was solls: Ich bin nicht sicher, ob Regisseur Gavin Hood wusste, was für einen Film er mit X-Men Origins: WOLVERINE machen wollte. Oder sollte. Nachdem der Kinobesuch nun ein paar Tage zurück liegt und das Gesehene in Ruhe einsickern konnte, bleibt nach Ausschluss aller Alternativen letztendlich nur ein Urteil übrig, dass gleichzeitig die vielleicht größte Überraschung darstellt: WOLVERINE ist vor allem und unterm Strich – ein Frauenfilm.

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