Wenn es dieses Jahr einen Film gab, bei dem ich schon vor dem Kartenkauf ein mieses Gefühl hatte, dann THE WOMAN. Diese Vorahnung sollte sich bestätigen, jedoch auf eine Art und Weise, die ich nie erwartet hätte. Der Grund dafür ist recht persönlich, und erfordert einige Ausführungen. Wen also nur die Wertung interessiert, dem nenne ich als Schulnote die 3, und schicke ihn gleich weiter. WEITER
Zu PERFECT SENSE eine Rezension zu schreiben, die unter dem Motto “Weniger ist mehr” steht, grenzt an bittere Ironie, schließlich erzählt der Film vom Verlust der Sinne. Doch in diesem Fall scheint es mir tatsächlich angeraten, möglichst wenig auszuführen.
Gut zwei Wochen schiebe ich diese Rezension bereits vor mir her, und wie es der Zufall so will, entspricht dies ziemlich genau der gefühlten Spieldauer von WALL STREET: MONEY NEVER SLEEPS.
Gut, dass ist vielleicht ein wenig übertrieben. Folgende Einschätzung leider nicht: Genauso wenig, wie ich wusste, was ich über dieses belanglose Bildgeplätscher schreiben könnte, genauso wenig scheint Oliver Stone gewusst zu haben, was er eigentlich erzählen möchte.
Haruki Murakami ist zweifellos ein großartiger Erzähler. Sein Talent, im vermeintlich Alltäglichen das Besondere zu entdecken, oder umgekehrt, das Surreale alltäglich erscheinen zu lassen, macht seine Geschichten zu ganz speziellen, wenn auch zuweilen schwer zugänglichen, Leseerfahrungen.
Französische Küche, französischer Käse, französischer Wein. Erkennt man alles, was aus Frankreich kommt, am Geschmack? Im Falle von 22 BULLETS lautet die Antwort: ja.
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Dass man für die bloße Existenz von Filmen wie THE ROAD dankbar sein muss, steht wohl außer Frage. Während die meisten Katastrophenfilme ihre Zuschauer allein schon ihres Drehbuchs und der Dialoge wegen an der Menschheit – bzw. der Relevanz des Fortbestands derselben – zweifeln lassen, gelingt es dem auf einer Geschichte von Cormac McCarthy basierenden Endzeitdrama ohne jeglichen Bombast und mit schonungsloser Unmittelbarkeit, die Konsequenzen eines von Menschen gemachten Weltuntergangs zu vermitteln. Dass dieser trotz seiner relativen Ereignisarmut nicht so ermüdend wirkt wie der vorangegangene Satz, ist auch gleich einer angenehmeren Aspekte dieses Films, der ansonsten weitgehend auf Annehmlichkeiten verzichtet.
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Manchmal beantworten sich Fragen von selbst, auch wenn man es gar nicht möchte. Zum Beispiel, wer für die Wahlergebnisse in diesem Land sorgt. Um dies zu verstehen, genügt es, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Etwas schwieriger wird es bei Filmen. Wer allen Ernstes eine Verfilmung von »Schiffe versenken« oder eine amerikanisierte Version von AKIRA für eine gute Idee halten soll, will sich nicht jedem Filmfan erschließen, auch wenn es Kinogänger gibt, die ernsthaft glauben, dass ein Film wie AVATAR einen Directors Cut braucht.
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Takeshi Kitano hat viele Gesichter. Die Einen kennen (und lieben) ihn für seine schnörkellosen Thriller (VIOLENT COP, BROTHER, OUTRAGE), die Anderen eher für seine poetisch-grausamen Werke (SONATINE, HANA BI, BOILING POINT). Wer sich Fan schimpft, schreckt auch nicht vor den ganz ruhigen (KIKUJIROS SOMMER, DOLLS) oder den eher unbekannten Arbeiten (TAKESHIS, ALL GLORY TO THE FILMMAKER) zurück. Und selbst das klammert noch einiges aus (ZATOICHI) und verdrängt anderes (TAKESHIS CASTLE, GETTING ANY?, diverse weniger glückliche Auftritte als Beat Takeshi, etc.), teilweise gnädig. Kitano ist Regisseur, Schauspieler, Autor, Künstler, ein exzentrisches Multitalent mit einem einzigartigen Stil und Humor.