Zu den zeitlosen Klassikern, die über jeden Zweifel erhaben und vom Setting unabhängig sind, gehört der HERR DER FLIEGEN. Der 1954 erschienene Roman des englischen Schriftstellers William Golding ist so universell in Inhalt und Aussage, dass sich die Geschichte mühelos an einen anderen Ort oder eine andere Zeit übertragen und auf jede isolierte Gruppe anwenden lässt. Die Dunkelheit, die im Menschen schlummert, ist immer aktuell und verliert nie an Bedrohlichkeit und Schrecken.
Ein Taxi holpert auf einer schmalen, unbefestigten Straße durch eine karge Landschaft. Der Passagier, eine schwangere Frau, ist aus Seoul angereist, um ihre Mutter zu besuchen. Als ein Anhalter darum bittet, mitgenommen zu werden, erteilt sie aus Höflichkeit ihre Erlaubnis, bloß um diese bereits Augenblicke später zu bereuen.
Mainstream-kompatible Genrefilme haben es nicht immer leicht auf dem Fantasy Filmfest. Blutgierige Neuzugänge und alte Genrehasen im Publikum tauschen gerne gute Gore-Effekte gegen etwas Plausibilität und achten bei bis zu 5 Filmen am Tag schon nach dem Mittagessen nicht unbedingt mehr auf subtile Zwischentöne und emotionale Glaubwürdigkeit. Wenn ein Film dann auch noch diverse Klischees bedient, ist er schneller unten durch, als die Nebenfiguren ihr Leben lassen können. STAKE LAND ist schuldig in allen Anklagepunkten, hat ein solches Schicksal aber nicht verdient. Im Gegenteil. WEITER
Zu PERFECT SENSE eine Rezension zu schreiben, die unter dem Motto “Weniger ist mehr” steht, grenzt an bittere Ironie, schließlich erzählt der Film vom Verlust der Sinne. Doch in diesem Fall scheint es mir tatsächlich angeraten, möglichst wenig auszuführen.