Posts Tagged ‘filme’

The Taking of Pelham 123.

Tuesday, August 24th, 2010

Wer schon einmal einen Abend mit ziellosem Surfen verschwendet hat, kann sich diese Kritik eigentlich schenken, denn dann kennt man das Gefühl, dass ein Film wie PELHAM (wir kennen uns schon länger), dem Zuschauer gibt. Während er läuft (man beachte wie rücksichtsvoll an dieser Stelle auf eine U-Bahn-Metapher verzichtet wird), fühlt man sich gut unterhalten. Man hat vielleicht keine Ahnung, wo es hingehen soll, aber es passiert genug, um einen davon abzuhalten, darüber nachzudenken.

Das Problem bei solchen Abenden ist, dass man, so fesselnd die Stunden auch gewesen sein mögen, im Nachhinein keine echte Genugtuung verspürt. Auch kann man oftmals nicht mehr wirklich nachvollziehen, wie einen das, was anfangs interessierte, an den Punkt bringen konnte, an dem die Sinnlosigkeit des Ganzen unübersehbar wurde.

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Paranormal Activity.

Tuesday, August 24th, 2010

Warum leiht man sich einen Film wie PARANORMAL ACTIVITY aus? Masochismus, okay. Aber darüber hinaus, bzw. davon abgesehen? Man will sich erschrecken. Gelingt es dem Film, dieses Bedürfnis zu befriedigen? Durchaus. Leider in mehrerlei Hinsicht.

Zum einen wäre da der Erzählstil. Wie viele niedrig budgetierte Genrefilme in den letzten Jahren setzt Regisseur und Drehbuchautor Oren Peli auf die aktuell abgegriffenste Technik, die man sich vorstellen kann: eine Kombination von Wackelkamera und dokumentarischer Erzählperspektive. In bester BLAIR WITCH PROJECT Manier soll dem Zuschauer suggeriert werden, dass die Geschehnisse wirklich in dieser Form passiert seien.

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Pandorum.

Saturday, August 21st, 2010

Gab es mal eine Zeit, in der Dennis Quaid NICHT für gesundes Mittelmaß stand? Lässt man seine Filmografie vorüber scrollen, findet man wenig, as dagegen spricht. Das “amerikanische Gesicht”, das wie nur wenige überzeugende Bodenständigkeit ausstrahlt und selbst in kruden Rollen stets sympathisch wirkt, fiel häufig durch Hauptrollen in schlechten und Nebenrollen in guten Filmen auf. Da finden sich Titel wie Dragonheart, G.I. JOE, Vantage Point, Any given Sunday, Frequency, Horsemen … und nun auch PANDORUM und LEGION. Und spätestens seit diesen beiden Filmen muss man sagen: Dennis Quaids Name auf dem Kinoplakat steht NICHT für gesundes Mittelmaß. Es steht für weniger. Letztgenannter Film verdient (und bekommt) seinen eigenen Verriss. Jetzt ist erst einmal PANDORUM an der Reihe.
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Star Trek.

Friday, August 20th, 2010

Das Interessante beim Lesen der Kritiken zum Quasi-Reboot des Star Trek Franchise war stets, herauszufinden, ab welchem Punkt man mit Bestimmtheit sagen konnte, ob der Rezensent ein Fan des Originals ist beziehungsweise war.

Ungeachtet davon, wie das Urteil letztlich ausfiel, von Objektivität – genauer gesagt der sich üblicherweise als solche ausgebenden, persönlichen Einstellung (ich nenne sie »Sobjektivität«) – konnte man in keinem Fall ausgehen. Also blieb einem nichts anderes übrig, als jedes Urteil mit der eigenen Prägung abzugleichen und die Wertung in angemessenem Umfang zu korrigieren.

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Zombieland.

Monday, August 9th, 2010

Es hätte so schön werden können. Nachdem das Revival der Zombie-Filme seinen Höhepunkt überschritten und sich die Welle der qualitativ minderwertigen Nachahmer längst am Publikum gebrochen hatte, kam ZOMBIELAND daher, um dem Trend ein würdiges, massentaugliches Ende zu setzen. Es wusste von dieser Bestimmung vielleicht nichts, aber von meiner Warte aus standen die Sterne günstig. Was danach noch folgen mochte, so meine Überzeugung, würde man getrost vergessen können – genau wie die Zombiefilme, die vor dem  2004er-Remake von DAWN OF THE DEAD niemanden interessierten. Und nein, ich habe 28 DAYS LATER nicht vergessen, ich ignoriere ihn bloß.

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Where the buffalo roam.

Monday, August 9th, 2010

Gut 18 Jahre bevor Johnny Depp in Terry Gilliams “Fear and Loathing in Las Vegas” den berühmten Gonzo-Journalisten Hunter S. Thompson auf höchst unterhaltsame Weise porträtierte, gab es einen Film mit dem wenig mitreißenden Titel “Where the buffalo roam”, der sich ebenfalls Thompsons Eskapaden widmete.  Hauptdarsteller war ein junger, aufstrebender Schauspieler, der sich mit seinen Auftritten bei Saturday Night Live bereits einen guten Namen gemacht hatte, und 4 Jahre später als Geisterjäger unsterblich werden sollte: Bill Murray.
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Outlander.

Sunday, August 8th, 2010

Wenn es um Filme ging, fiel in letzter Zeit auf meiner Seite des Öfteren folgender Satz:
“Gemessen an dem, was er sein möchte, ist der Film gut.”, oder umgangssprachlicher “Für das, was er sein möchte, ist er in Ordnung.” Diese Aussage ist natürlich, von ihrer offensichtlichen Profillosigkeit abgesehen, ziemlich arrogant. Immerhin maßt man sich damit an, zu wissen, was in den Köpfen von Drehbuchautor und Regisseur, von Produzenten und Kameraleiter, vorgegangen sein mag. Auf der anderen Seite machen es einem manche Filme schwer, sich solche Unterstellungen zu verkneifen. OUTLANDER ist ein gutes Beispiel dafür, denn durchschaubarer kann man einen Film kaum mehr gestalten.

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Inglorious Basterds.

Saturday, July 10th, 2010

Schon alles gesagt. Damit muss man ja quasi eine Kritik zu diesem Film, die jetzt erst kommt, beginnen. Nichts, was man noch hinzufügen könnte, kein Blickwinkel, der nicht auf mehr Niveau, als mir möglich ist, bis ins Detail ausgeleuchtet wurde.

Alles schon gesagt. Sogar dieser Ausdruck, der auf seine Weise selbst verlogen ist, dient er doch lediglich als Alibi, sämtlichen Anspruch auf Objektivität und Vollständigkeit hinsichtlich der Berichterstattung über Bord zu werfen.

Wie gut, dass es sich bei diesem Eintrag nicht um eine Kritik handelt, sondern um blanke Polemik, genährt durch eine befremdliche Mischung aus Ekel und Frustration. Denn so unterhaltsam wie INGLORIOUS BASTERDS ist, so sehr muss man sich wundern, was hier von Volk und FSK als Entertainment dankend durchgewunken wurde.

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Antichrist.

Saturday, July 3rd, 2010

Zu jener Zeit, in der ANTICHRIST in Feuilletons und Öffentlichkeit diskutiert wurde, konnte man ein interessantes Detail beobachten, dass in der Abreibung, die von Triers Neuer vielerorts kassierte, beinahe unterging. Selbt jene Kinogänger, die den Film prinzipiell mochten, äußerten sich relativ verhalten bzw. gaben sich nüchtern-kritisch, was die Bewertung mancher Aspekte betraf. Auf echte Begeisterung traf man recht selten. Deshalb sehe ich es als meine Pflicht, hier einen Schritt nach vorn zu wagen und mit einer klaren Ansage zu eröffnen. ANTICHRIST ist nicht genial, aber sehr, sehr gut. Punkt. Jedenfalls wenn man von der Prämisse ausgeht, dass ein Regisseur wie von Trier ein recht klares Bild vor Augen hat, wo er mit einem Film, einer Geschichte, hin will.

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Cargo.

Sunday, June 6th, 2010

»Stell Dir vor, du fliegst ins All, und langweilst dich zu Tode.« So könnte der Slogan eines Films über die Folgen anhaltender Isolation bei Raumfahrern lauten. In diesem Fall beschreibt es leider in erster Linie den Film selbst, weniger dessen Handlung.

Der Start der Reise gerät noch halbwegs interessant. Regisseur und Co-Autor Ivan Engler verstand das Beste aus dem überschaubaren Budget zu machen und eröffnet sein Zweitwerk mit Space-Porn allererster Güte. Eine gigantische Raumstation, auf der fast die komplette, verbliebene Menschheit beheimatet ist, dreht sich glitzernd im All. Aus einer TV-Sendung und Werbetrailern erfährt der Zuschauer vom Elend unserer Erde, die längst nicht mehr bewohnbar ist, sowie der Existenz eines neuen Planeten, der jedoch nur den Glücklichen und Reichen Unterschlupf gewährt.

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