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	<title>The AcidBar &#187; horror</title>
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	<description>...schreibt Romane, Kurzgeschichten, Fast Fiction und alles, wozu er sonst noch Worte findet. Wenn es drauf ankommt, fehlen sie dann.</description>
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		<title>Mindhunters.</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 13:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So weit ist es nun schon. Ich verhalte mich wie Teenager in einem Horrorfilm. Statt die offensichtlichen Zeichen (B-Movie-Cover, Christian Slater) zu befolgen, höre ich auf den Rat der unbedenklich scheinenden Einheimischen und nehme einen Film mit nach Hause, für den ich normalerweise nicht einmal aus purem Mitleid bei strömendem Regen angehalten hätte. Zwei Stunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/09/02/mindhunters/"><img class="alignnone size-full wp-image-3099" title="mindhunters_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/mindhunters_poster.jpg" alt="" width="180" height="246" /></a>So weit ist es nun schon. Ich verhalte mich wie Teenager in einem Horrorfilm. Statt die offensichtlichen Zeichen (B-Movie-Cover, Christian Slater) zu befolgen, höre ich auf den Rat der unbedenklich scheinenden Einheimischen und nehme einen Film mit nach Hause, für den ich normalerweise nicht einmal aus purem Mitleid bei strömendem Regen angehalten hätte. Zwei Stunden später finde ich mich auf meiner eigenen Couch wieder und winde mich vor Schmerzen. MINDHUNTERS, so der Name meines Peinigers, ist ein Psychothriller aus dem Jahr 2004, in dem eine Gruppe angehender FBI-Profiler von einem Serienkiller mit einer Vorliebe für perfide Fallen im übertragenen wie wörtlichen Sinne auseinandergenommen wird. Im Gegensatz zu SAW, der im gleichen Jahr startete, handelt es sich hierbei jedoch um Fallen, die nicht auf Folter und ein eventuelles Überleben ausgelegt sind, sondern um heimtückische, ebenfalls individuelle für jedes Ziel konzipierten Attacken, die keinerlei Chance auf Überleben einräumen sollen.<br />
<span id="more-3098"></span><br />
Das Ganze wird als »battle of the minds« verkauft und hätte als solches auch einen sehr soliden Unterhaltungswert besitzen können, wäre da nicht das Drehbuch, dass der Prämisse einen derart dicken Strich durch die Rechnung macht, dass man nicht einmal mehr erkennen kann, was als Gesamtsumme unten heraus kommen sollte.</p>
<p>Das Problem des Drehbuchs, und somit des gesamten Films, ist nämlich, dass sich Autor Wayne Kramer gehörig verhoben hat, als er sich der Gruppe hochintelligenter Studenten annahm. Diese unterscheiden sich kein Stück von den bescheuerten, übermäßig neurotischen Volldeppen, welche die üblichen Slasher bevölkern. Im Gegenteil, sie lassen manche ihrer Genrekollegen richtig gut aussehen, denn der »damaged goods«-Anstrich, den Kramer seinen Figuren verleiht, resultiert in Sprechtext und Aktionen, die haarsträubender kaum sein könnten. Man muss es schon selbst erleben, um zu glauben, wie bescheuert die Figuren sind, und was sie stellenweise von sich geben.</p>
<p>Der Klarheit wegen sei betont: Natürlich ist es legitim, Figuren austicken zu lassen, sobald sie in Situationen geraten, von denen sie sich heillos überfordert fühlen. Die Frage ist nur, in welchem Kontext man diese Figuren einführt und wie man diese zu Beginn des Films charakterisiert hat. Bedenkt man, dass es sich hier um Spezialisten am Ende ihrer Ausbildung handeln soll, die (damit wird der Film eröffnet) bereits in eindringlichsten Simulationen auf die Probe gestellt wurden, kann man beim Besten willen nicht mehr argumentieren, dass irrationales Verhalten solcher Ausmaße nur natürlich wäre, denn es lässt den selben Mangel an Selbsterhaltungstrieb erkennen, über den man bei anderen Produktionen den Kopf schüttelt. Davon abgesehen findet auch keine Entwicklung statt, die eine zunehmende Furcht erkennen lässt. Statt dessen verfallen die Charaktere so widerstandslos dem paranoiden Wahn wie die Dominosteine der ersten Falle um.</p>
<p>Was Val Kilmer, Christian Slater und LL Cool J (ja, genau der), in dieser Produktion verloren haben, und was genau sie mit ihrer Leinwandzeit anfangen, soll hier außen vor bleiben. Auch diese Kombination hätte, zumindest zum damaligen Zeitpunkt, Warnung genug sein sollen. Empfehlen kann man MINDHUNTERS jedenfalls nur absoluten schmerzbefreiten Genre-Junkies, denen glaubwürdige Dialoge und Wendungen vollkommen schnuppe sind, solange nervtötende Charaktere auf kreative Weise das Zeitliche segnen. Alle anderen werden sich über das Ende, dass noch die ganze Fadenscheinigkeit der Geschichte entblößt, kaum mehr aufregen können. Denn glücklicherweise schaltet sich ja ab einem gewissen Pensum an Pein der menschliche Geist einfach ab.</p>
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		<title>Triangle.</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 10:46:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im DVD-Interview zu TRIANGLE erzählte einer der Macher, wenn mich die Erinnerung nicht trügt Regisseur und Drehbuchautor Christopher Smith himself, wie er auf die Idee zu TRIANGLE kam. Im Wesentlichen war es der Anblick eines Kreuzfahrt- schiffes, der den Stein ins Rollen brachte. Darauf folgte ein konkreter Einfall im Zusammenhang mit diesem Schiff, und der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/09/02/triangle/"><img class="alignnone size-full wp-image-3076" title="triangle_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/triangle_poster.jpg" alt="" width="180" height="267" /></a>Im DVD-Interview zu TRIANGLE erzählte einer der Macher, wenn mich die Erinnerung nicht trügt Regisseur und Drehbuchautor Christopher Smith himself, wie er auf die Idee zu TRIANGLE kam. Im Wesentlichen war es der Anblick eines Kreuzfahrt- schiffes, der den Stein ins Rollen brachte. Darauf folgte ein konkreter Einfall im Zusammenhang mit diesem Schiff, und der Film war geboren. In Folge dessen wurde »Schicht auf Schicht« hinzugefügt, bis am Ende ein Plot stand, der (SPOILER!) sich wohl als »Täglich grüßt das Murmeltierauf einem Hochseedampfer«  beschreiben lässt &#8211; nur eben im Horrorgenre.<br />
<span id="more-3075"></span><br />
So gerät die obligatorische Gruppe junger Menschen mit einem Segelboot in ein mysteriöses Unwetter und erleidet Schiffbruch, wobei eine der Frauen verloren geht. Nachdem sich die Verbliebenen auf das Wrack gerettet haben, taucht unvermittelt besagtes Kreuzfahrtschiff auf. Das ist dann der Moment, an dem man sich noch einmal die Hülle ansieht, um sicher zu gehen, dass man nicht versehentlich GHOST SHIP ausgeliehen hat.</p>
<p>Während die Überlebenden versuchen, auf sich aufmerksam machen, sehen sie im Gegenlicht eine Gestalt an der Reling stehen, die auf Zurufe jedoch nicht reagiert. Als ein Weg aufs Schiff gefunden ist, schlägt den Schiffbrüchigen eisige Stille entgegen. Von der Gestalt sowie den übrigen Passagieren, der Crew und dem Kapitän, ist keine Spur zu entdecken. Der Schein trügt: Bald mehren sich nicht nur die Zeichen, dass sie beobachtet werden, auch Protagonistin Jess wird das komische Gefühl nicht los, bereits einmal hier gewesen zu sein.</p>
<p>Was dieser durchaus spannend inszenierten Einführung folgt, ist mehr oder minder klassische Slasher-Kost, nur eben angereichert mit erwähnter Mystery-Komponente. Deren Besonderheit wird schnell enthüllt, was klug ist, da es recht schwer sein dürfte, im Vorfeld die zahlreichen Hinweise auf Plakat, DVD-Hülle, Trailer usw. zu übersehen. Dieser Faktor rettet den Film auch vor dem Untergang, denn einfallsreich und mitreißend ist die Jagd für sich genommen nicht.</p>
<p>Es besitzt jedoch einen nicht geringen Unterhaltungswert, mitzuerleben, wie die einzelnen Sequenzen ineinandergreifen. Hier wurde durchaus intelligent und kreativ gearbeitet, was jeden freuen dürfte, der sauber konstruierte Geschichten zu schätzen weiß. So ist am Ende noch Platz für die ein oder andere kleine Überraschung oder &#8211; wenn man zuvor gut Acht gegeben hat &#8211; Bestätigung von Vermutungen.</p>
<p>Auch kann man den Szenen auf dem Kreuzfahrtschiff eine gewisse Atmosphäre nicht absprechen. Hier wäre im Hinblick auf das Thema aber mehr drin gewesen, die meiste Zeit über werden nur Lücken gefüllt, die nach dem ersten »Durchlauf« schon ersichtlich waren. Hier macht sich dann etwas Ernüchterung breit, da manche Momente auf mehr Reaktion vom Zuschauer zu hoffen scheinen, als realistisch zu erwarten wäre.</p>
<p>Mit zunehmender Laufzeit lässt sich kaum übersehen, dass ein echter Kontext, ein Zusammenhang zwischen Lokalität und Handlung, nicht gegeben ist. Natürlich braucht ein derartiger Plot einen isolierten, begrenzten Raum abseits der Zivilisation, um funktionieren zu können. Auch deutet der Titel des Films bereits an, was als Erklärung für das Zeitphänomen dienen soll. Dass der Film dem Zuschauer eine echte Erklärung schuldig bleibt, ist im Hinblick auf die Bauchlandungen diverser Genrekollegen eher zu begrüßen, streng genommen fehlt es aber dennoch an Kausalität und Kreativität. Vor allem, wenn man bedenkt, dass sowohl TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER, wie auch Serien wie SUPERNATURAL, eindrucksvoll bewiesen haben, dass ein solcher Plot auch mitten im Chaos einer bevölkerten Stadt funktionieren kann. Es erfordert dann nur sehr souveränes Erzählen.</p>
<p>Als Slasher für Tretbootfahrer und Leichtmatrosen eine schöne Abwechslung, für alteingesessene Skipper auf den sieben Meeren des Grauens eher leichte Frühstückskost. TRIANGLE geht unterwegs nicht unter, läuft nach 100 unterhaltsamen Minuten aber trotzdem nur in den Hafen der Mittelmäßigkeit ein.</p>
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		<title>The Wolfman.</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Sep 2010 20:22:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eines sei ihm zugestanden: Hübsch anzusehen ist er ja, der WOLFMAN. Also nicht die Figur selbst (die ist natürlich hässlich wie die Nacht finster), und auch nicht unbedingt Benicio del Toro (der in diesem Film etwas matschig wirkt), sondern der Film an sich, die Optik. An den Produktionswerten lässt sich jedenfalls wenig aussetzen. Diese kommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/09/01/the-wolfman/"><img class="alignnone size-full wp-image-3068" title="the_wolfman_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/the_wolfman_poster.jpg" alt="" width="180" height="270" /></a>Eines sei ihm zugestanden: Hübsch anzusehen ist er ja, der WOLFMAN. Also nicht die Figur selbst (die ist natürlich hässlich wie die Nacht finster), und auch nicht unbedingt Benicio del Toro (der in diesem Film etwas matschig wirkt), sondern der Film an sich, die Optik. An den Produktionswerten lässt sich jedenfalls wenig aussetzen. Diese kommen wundervoll klassisch daher und geben dem Film trotz zeitgemäßer Technik ein angenehm schweres, märchenhaftes Ambiente, das in seinen besseren Momenten an andere moderne Monster-Klassiker wie FRANKENSTEIN erinnert.<br />
<span id="more-3067"></span><br />
Leider erreicht der Film nie mehr als das, und oftmals nicht einmal deren Klasse, denn die Inszenierung selbst wirkt dröge und erstaunlich langweilig. Daran ändert auch das Staraufgebot, allen voran Anthony Hopkins als Vater des Protagonisten und Hugo Weaving &#8211; endlich mal wieder in der Rolle eines fiesen Agenten *hust* &#8211; wenig. Beide bieten dem Zuschauer zwar die gewohnt hohe darstellerische Qualität (Hopkins flößt genau den Respekt ein, den auch die Rolle verlangt, Weaving schafft es, den Ernst und in homöopathischer Dosis auch die Sichtweise seiner Figur zu vermitteln), doch genau wie die brütende Melancholie der Hauptfigur ist all das wohl und alt bekannt, und dementsprechend auch zu erwarten gewesen. Woran sowohl Drehbuch als auch Regisseur &#8211; und somit unweigerlich die Darsteller &#8211; scheitern, ist, den Zuschauer zu überraschen und emotional abzuholen.</p>
<p>So plätschert das Geschehen einem Bächlein gleich vor sich hin, unterbrochen nur von den eindrucksvollen Mutationsszenen sowie einem erzählerischen Abstecher in die Großstadt, der ebenfalls unspektakulär geriet und irgendwie an Filme wie HULK und THE LEAGUE OF EXTRAORDINARY GENTLEMEN erinnert. Als Finale gibt es dann einen aufwändigen Kampf, der ohne die Basis einer emotional packenden Geschichte schneller öde wird als die Lektüre eines Mondphasenkalenders. Oder die Figur von Emily Blunt, die als Witwe des verstorbenen Bruders des Protagonisten den ganzen Film in einer Art traumatischem Schockzustand verbringt. Anders lässt sich ihre Ausdrucks- und Belanglosigkeit schon kaum mehr erklären.</p>
<p>Nicht wirklich schlimm, aber auch zu keiner Zeit mehr als das, was zu erwarten war.<br />
Wer sich einen Wolf drauf gefreut hat, braucht keinen Vollmond mehr, um zu heulen.</p>
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		<title>Legion.</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 14:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich vorgestern beim Frühstück mit einem sehr klugen Menschen über Filme redete, bekam ich endlich die Bestätigung dafür, was ich schon lange vermutet habe. Es ist nicht nachvollziehbar, warum in diesem Weblog ständig Rezensionen offensichtlich mieser Filme auftauchen, die sich dann auch entsprechend aufgebracht lesen, wo doch von vorneherein klar gewesen sein muss, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/31/legion/"><img class="alignnone size-full wp-image-3050" title="LEGION" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/legion_poster.jpg" alt="" width="180" height="233" /></a>Als ich vorgestern beim Frühstück mit einem sehr klugen Menschen über Filme redete, bekam ich endlich die Bestätigung dafür, was ich schon lange vermutet habe. Es ist nicht nachvollziehbar, warum in diesem Weblog ständig Rezensionen offensichtlich mieser Filme auftauchen, die sich dann auch entsprechend aufgebracht lesen, wo doch von vorneherein klar gewesen sein muss, was mich als Zuschauer erwartet.</p>
<p>Normalerweise ist die Antwort darauf, warum ich mich wider besseren Wissens solchen Machwerken aussetze, etwas komplizierter. Im Falle von LEGION, der bereits und zu Recht von vielen Seiten eine gescheuert bekam, ist die Antwort hingegen ganz einfach: Paul Bettany. Der bald 40-jährige Brite hat sich nicht nur verdammt gut gehalten, sein durchdringender Blick hat mehr als nur einen Film visuell aufgewertet, allen voran den eher enttäuschenden GANGSTER No1, den er mit seiner persönlichen Tour de Force vor dem absoluten Aus rettete. So auch meine Hoffnung für LEGION.</p>
<p><span id="more-3049"></span><br />
Blöd nur, dass Bettany tatsächlich der bzw. das Einzige ist, was sich an LEGION länger als eine Minute ertragen lässt, ohne zähneknirschend und mit geneigtem Haupt in die Knie zu sinken. Das passt dann zwar von der Geste her gut zu dem religiös-martialischen Apokalypsenkompott, der einem präsentiert wird, den Herrn im Himmel eines Actionfilmes wegen um Erlösung zu bitten, ist aber eher traurig und wenig erfolgversprechend. Also bleibt einem nicht mehr, als fassungslos zu beobachten, wie sich der kleine, technisch passable Streifen mit jeder Dialogzeile tiefer in die Scheiße reitet.</p>
<p>Anstelle einer Kritik, die in diesem Falle ohnehin auf eine Protokoll des Geschehens hinauslaufen würde, biete ich diesmal eine Liste, der Fragen, die sich beim Ansehen von LEGION unweigerlich aufdrängten, in fast chronologischer Reihenfolge:</p>
<p>01. Wer um alles in der Welt hat diese Dialoge geschrieben?<br />
02. Soll ich irgend eine dieser Figuren mögen oder auch nur vage interessant finden?<br />
03. Bekommt man für solch eine Story eigentlich Unterstützung aus Kirchenfonds?<br />
04. Wer kam eigentlich auf die Idee, dass Aggro-Omas lustig sind?<br />
05. Sind die Drehbuchautoren die selben wie bei MADAGASCAR 2?<br />
06. Wer zum Teufel hat diese Dialoge verbrochen? Und wo wohnt der?<br />
07. Das Diner heißt »Paradise Falls«? Ernsthaft?<br />
08. Oh Gott, die fangen ja erst AN, zu erzählen.<br />
09. Ich bin sicher, der Film wäre cooler, wenn ein <a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/07/26/reise-zum-mittelpunkt-der-erde/" target="_blank">T-Rex</a> auftauchen würde.<br />
10. Hören die auch mal wieder auf, Unsinn zu reden?<br />
11. Offensichtlich nicht.<br />
12. Darf ich mich trotz der Prämisse ärgern, was für ein verklärt-religiöser Mist das ist?<br />
13. Mittlerweile würde ich mich sogar mit einem Velociraptor zufrieden geben.<br />
14. Oder einer Kröte.<br />
15. Mehr ballern, weniger faseln, Leute.<br />
16. Ach komm.<br />
17. Gott sei Dank. Vorbei.</p>
<p>Für jene, die es noch nicht gemerkt haben: LEGION leidet am meisten unter seinen Dialogen, die sich bis auf wenige Sprüche von Dennis Quaid ausschließlich und absolut unrealistisch anfühlen. Dem Drehbuch gelingt es nicht, die offensichtliche Exposition, die jedem Charakter zuteil wird, zu kaschieren, was darin resultiert, dass man ununterbrochen den Drehbuchautor heraus hört. Das geht soweit, dass man sich statt dessen die idiotischen One-Liner herbeiwünscht, die andere Actionfilme auszeichnen und natürlich auch hier nicht fehlen. Es klingt banal, zu sagen, dass es unglaubwürdig wirkt, wann und auf welche Weise die Figuren ihr Innenleben offenbahren. Das die Worte, die sie wählen, und die Einsichten, die sie äußern, so in dieser Form nicht glaubwürdig sind. Aber genau dieser Faktor ist es, der den Film selbst unter Trash-Aspekten schwer verdaulich macht.</p>
<p>Man kann somit nur jedem raten, die Finger von LEGION zu lassen. Wer nicht auf die Atmosphäre verzichten will, sollte sich statt dessen mit einer Bettany-Autogrammkarte in die nächstbeste Kirche setzen.</p>
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		<title>Case 39.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 13:07:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Horrorfilmregisseure unserer Generation sind ein eigenartiger Haufen. Sie scheinen &#8211; bis auf wenige Ausnahmen &#8211; außerstande oder unwillig zu verstehen, dass es dem Genre nicht an Extremen und Effekten mangelt, sondern an Ideen. Mag sein, dass es nach der langen Dürrephase schwer geworden ist, gegen die Bastarde zu bestehen, die aktuell die Kinos dominieren. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/30/case-39/"><img class="alignnone size-full wp-image-3039" title="Case 39" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/case39_poster.jpg" alt="" width="180" height="270" /></a>Die Horrorfilmregisseure unserer Generation sind ein eigenartiger Haufen. Sie scheinen &#8211; bis auf wenige Ausnahmen &#8211; außerstande oder unwillig zu verstehen, dass es dem Genre nicht an Extremen und Effekten mangelt, sondern an Ideen. Mag sein, dass es nach der langen Dürrephase schwer geworden ist, gegen die Bastarde zu bestehen, die aktuell die Kinos dominieren. Mag sein, dass es mehr einspielt, ein paar Jungdarsteller in fiktiven Quälereien zu demontieren, als eine klassische Gruselgeschichte zu erzählen. Sam Raimi hat es mit DRAG ME TO HELL versucht, dabei aber auch Zugeständnisse gemacht, und die Betonung auf den Trashfaktor gelegt, der derlei Filmen schnell anhaftet.<br />
<span id="more-3037"></span><br />
CASE 39 versuchte nun, einen ernsthafteren Weg zu gehen, und mit René Zellweger als Aushängeschild mehr als nur seine Kosten wieder einzuspielen. Ob Letzteres gelungen ist, darf jeder gerne selbst recherchieren. Für sich genommen ist der Film trotz solider Inszenierung kaum mehr als Trockenfutter &#8211; ob man es mit Genuss verzehrt oder missmutig herunter würgt, hängt wesentlich davon ab, wie sehr man Gruseltriller liebt, und wie sehr einen die letzten Jahre ausgehungert haben.</p>
<p>Hauptproblem des Films ist die Vorhersehbarkeit. Das Drehbuch von Ray Wright bewegt sich brav entlang der ausgetretenen Pfade, verwechselt dabei aber Mut zur Bodenständigkeit mit einem Mangel an Inspiration. So kündigt sich beinahe jede Wendung, jeder Todesfall und jeder Schreckmoment im Voraus an, was dem Film nicht nur seiner Energie beraubt, sondern auch gar nicht erst richtige Spannung aufkommen lässt. Zwar ist das Geschehen solide inszeniert und bleibt deshalb nicht gänzlich ohne Wirkung, gemessen an dem, was die einzelnen Szenen zeigen, stellt sich aber zu selten Gänsehaut ein. Zudem verriet der Trailer schon im Vorfeld zu viel, so dass das erste Drittel regelrecht zur Geduldsprobe verkommt.</p>
<p>Regisseur Christian Alvert, der schon mit PANDORUM sehr geschmacksabhängiges Genrekino ablieferte, profitiert hier einmal mehr von der Zuarbeit eines erfahrenen Darstellers, vermag dem Gesamtwerk aber keinen erkennbaren, eigenen Stil zu verpassen. Trotz des handwerklichen Fortschritts, den CASE 39 erkennen lässt, bleibt der junge, deutsche Regisseur weiterhin einen überzeugenden Beweis seiner Kreativität schuldig.</p>
<p>Unterm Strich ist CASE 39 ein Horrorthriller, der bestimmt niemanden begeistern, eingefleischte Genrefans und Laufpublikum aber auch nicht maßlos enttäuschen wird. Nicht gerade das, was das Genre benötigt, aber ausreichend, um einen Abend zu füllen.</p>
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		<title>Dead Space: Downfall.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 11:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bitte weiterscrollen, hier gibt es nichts zu sehen. Der einzige Grund, warum ich auch nur ansatzweise auf die Idee kam, mir DEAD SPACE: DOWNFALL anzusehen, ist meine hingebungsvolle Liebe zu dem gleichnamigen 3rd Person Shooter DEAD SPACE, dessen Erscheinen dieser Anime 2008 begleitete. Von mehr als einer Marketingmaßnahme kann hier allerdings nicht die Rede sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/30/dead-space-downfall/"><img class="alignnone size-full wp-image-3026" title="deadspacedownfall_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/deadspacedownfall_poster.jpg" alt="" width="180" height="259" /></a>Bitte weiterscrollen, hier gibt es nichts zu sehen. Der einzige Grund, warum ich auch nur ansatzweise auf die Idee kam, mir DEAD SPACE: DOWNFALL anzusehen, ist meine hingebungsvolle Liebe zu dem gleichnamigen 3rd Person Shooter DEAD SPACE, dessen Erscheinen dieser Anime 2008 begleitete. Von mehr als einer Marketingmaßnahme kann hier allerdings nicht die Rede sein, denn für sich genommen besteht dieses Machwerk keine 2 Minuten, bevor es in seiner eigenen Minderwertigkeit verglüht.</p>
<p>DEAD SPACE: DOWNFALL ist in jeglicher Hinsicht eine Katastrophe, die technisch nicht einmal als Bonusmaterial überzeugen könnte. So wäre der Stil, gemessen an anderen Anime-Filmen, schon 1998 zeichnerisch veraltet gewesen. Aus jener Zeit sind mir jedenfalls  Produktionen bekannt, die trotz überschaubarem Budget das hier Gezeigte bei weitem übertreffen.<br />
<span id="more-3025"></span></p>
<p>Zu allem Überfluss ist es aber nicht nur die billige Umsetzung, sondern auch der schwache Plot, der sich sehr schnell in all seiner Simplizität und Oberflächlichkeit offenbart. Auch schlichen sich Fehler in die Produktion, die gemessen an Ziel und Zielgruppe nicht passieren dürften. Wenn sich wiedererkennbare Figuren und Orte von denen des Spiels, dass der Film unterstützen soll, maßgeblich unterscheiden, darf man die Frage stellen, welcher Produzent Drehbuch und Storyboard abgenickt hat. Ganz abgesehen davon, dass das Spiel selbst durch die dort eingestreuten Audio-Files, Tagebucheinträge und Videosequenzen weitaus mehr an Informationen, Hintergründen und Atmosphäre/Stimmungen transportiert. Man kann dem Film demnach nicht einmal zugutehalten, dem Fan zusätzliche Einblicke in die Vorgeschichte des Spiels zu verschaffen, was der geringste Grund sein sollte, für diese DVD Geld auszugeben.</p>
<p>Manchmal wird man bitter dafür bestraft, Fan eines Franchise zu sein. Jeder, der STAR WARS kennt, kann ein Lied davon singen. Auch für mich war es nicht das erste, und ganz sicher nicht das letzte Mal, dass die Nachhaltigkeit meiner Begeisterung auf die Probe gestellt wird. Grundlegend spricht nichts dagegen, aus einer guten Idee mehr zu machen, einen Franchise zu kreieren  und somit ein vielschichtigeres Erlebnis zu schaffen. Schade nur, dass  es bislang meist nur unausgereifte Ergebnisse bringt, wie auch die  Kurzfilme im Vorfeld des ALAN WAKE Release zeigten.</p>
<p>DEAD SPACE: DOWNFALL ist jedenfalls Schund und lässt nur hoffen, dass es dem Spielerfolg nicht geschadet hat. Da der zweite Teil bereits auf Messen präsentiert und kommendes Jahr veröffentlicht wird, besteht hier wohl keine Gefahr. Vielleicht wird ja auch der nächste Anime, der ebenfalls angekündigt wurde, etwas besser. Mein Karma dafür müsste gut stehen. Meine Sünden habe ich jetzt ja abgebüßt.</p>
<p>Abschliessend der Spieltrailer als Ausgleich.</p>
<p><object width="460" height="325"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/IbXwL8IcNJc?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/IbXwL8IcNJc?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="460" height="325"></embed></object></p>
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		<title>Thirst.</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 14:28:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie war das doch gleich mit »schwierig zu rezensieren« (Valhalla Rising)? Ich vergaß, da war ja noch THIRST. Und der hat es auch ziemlich in sich. Es lässt sich wohl bedenkenlos behaupten, dass man sich auf einen Film wie THIRST nicht vorbereiten kann. Weder mental, noch cineastisch, auch wenn Erfahrung im Umgang mit asiatischem Kino [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/29/thirst/"><img class="alignnone size-full wp-image-3008" title="THIRST" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/thirst_poster.jpg" alt="" width="180" height="267" /></a>Wie war das doch gleich mit »schwierig zu rezensieren« (Valhalla Rising)? Ich vergaß, da war ja noch THIRST. Und der hat es auch ziemlich in sich.</p>
<p>Es lässt sich wohl bedenkenlos behaupten, dass man sich auf einen Film wie THIRST nicht vorbereiten kann. Weder mental, noch cineastisch, auch wenn Erfahrung im Umgang mit asiatischem Kino sicher nicht schadet. Trotzdem: Ganz gleich, welche Erwartungshaltung man dem Film entgegenbringt, auf die ein oder andere Weise wird man überrascht, schlichtweg weil Chan-wook Parks neues Werk so viele unterschiedliche Töne anschlägt und so viele Wandlungen erfährt, dass damit gut und gerne drei Filme versorgt wären. Damit ist aber auch bereits genannt, was THIRST zu einem besonderen Film macht und die vielen positiven Kritiken legitimiert.</p>
<p><span id="more-3006"></span>THIRST ist, das sollten mittlerweile alle mitbekommen haben, kein herkömmlicher Vampirfilm. Er ist Märchen und Milieustudie zugleich, eine Abhandlung über Glaube, Erwartung und Hoffnung, über den Umgang mit Sehnsucht, Hunger und Durst im wörtlichen wie im übertragenen Sinn. Er ist Drama und Horrorfilm, verbindet Gewalt und Sex auf teils erschütternde Weise mit Feingefühl und Poesie, und das in einer Weise, die weitab vom westlichen Stil derartiger Experimente rangiert. Es ist nicht der erste Film, der sich an solche Kombinationen wagt, aber es ist ein Film, der damit so gekonnt jongliert, dass sich partout kein Schwerpunkt heraus kristallisiert und das Werk selbst somit zu einem Rätsel macht, dass jeder Zuschauer für sich ergründen muss. Man kann ihn deshalb auch nicht jenen nachdrücklicher empfehlen, denen die Rache-Trilogie bekannt ist. Weder die »Sympathy«-Filme noch OLD BOY sind &#8211; von einigen stilistischen Details abgesehen, mit THIRST vergleichbar. Auch dies kann als Wandlungs- und Reifeprozess des Regisseurs betrachtet werden.</p>
<p>Natürlich ist nicht alles Gold. Beizeiten drängt sich der Eindruck auf, Chan-wook Park wolle es einem unnötig schwer machen. Unter den Wechseln leidet vor allem die Zugänglichkeit, und diese insbesondere im Hinblick auf die Figuren, deren Emotionen und Motivationen &#8211; zumindest für westliches Publikum &#8211; nicht immer nachvollziehbar sein werden. Auch hat der Film trotz seiner Stimmungswechsel einige Längen. Je mehr die krassen Spurwechsel den emotionalen Zugang einschränken, desto schwieriger wird es auch, sich in manchen Szenen zu verlieren, die eigentlich die Höhepunkte der Geschichte bilden. Erst gegen Ende, als die Geschwindigkeit gedrosselt wird und die Geschichte mit Schrittgeschwindigkeit in den Abspann gleitet, findet der Film in seine emotionale Mitte. Das kann sowohl Absicht als auch glücklicher Zufall sein, in jedem Fall macht das Finale wieder eine Menge verlorenen Boden wett und entlässt den Zuschauer mit einem guten Gefühl und der zurückgewonnenen Überzeugung, dass von diesem Regisseur weiterhin Großes zu erwarten ist.</p>
<p>THIRST verdient keine simple Empfehlung, weil er eine Herausforderung ist. Ob Struktur und Erzählweise für den Zuschauer funktionieren, kann nicht mit Anspruch auf Allgemeingültigkeit beantwortet werden. Er verdient aber Beachtung und sollte von jedem, der Lust auf etwas Außergewöhnliches verspürt, als potenzieller Sittmacher betrachtet werden.</p>
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		<title>Descent 2.</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 08:20:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fantasy Filmfest]]></category>
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		<description><![CDATA[DESCENT 2 ist, wie nicht anders zu erwarten war, ein lahmer Aufguss seines überraschend wirkungsvollen Vorgängers geworden. Zwar bemüht sich die Fortsetzung redlich, an Intensität und Atmosphäre des ersten Teils anzuknüpfen, erreicht dabei aber zu keinem Zeitpunkt dessen Spannungsniveau. Dies liegt im Wesentlichen darin begründet, dass zu häufig Elemente und Orte wieder verwendet oder besucht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/28/descent-2/"><img class="alignnone size-full wp-image-2978" title="descent2_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/descent2_poster.jpg" alt="" width="180" height="255" /></a>DESCENT 2 ist, wie nicht anders zu erwarten war, ein lahmer Aufguss seines überraschend wirkungsvollen Vorgängers geworden. Zwar bemüht sich die Fortsetzung redlich, an Intensität und Atmosphäre des ersten Teils anzuknüpfen, erreicht dabei aber zu keinem Zeitpunkt dessen Spannungsniveau. Dies liegt im Wesentlichen darin begründet, dass zu häufig Elemente und Orte wieder verwendet oder besucht werden, die dem Publikum bereits bekannt sind.</p>
<p>Zieht man in Betracht, dass sich der Aha-Effekt dieser wiederholten Verbeugungen Neulingen nicht voll erschließen wird und jene, die den ersten Teil kennen, schnell daran ermüden werden, muss man sich fragen, für wen genau der Film gemacht wurde, wohl wissend, dass die Antwort »Bankkonten« lautet.</p>
<p><span id="more-2976"></span>Das lässt sich streng genommen von fast  jeder Produktion sagen. Die Frage ist nur, ob es so deutlich auffallen muss. In jedem Fall wurde vergessen, dem Franchise etwas hinzuzufügen, dass der Fortsetzung eine echte Daseinsberechtigung gibt.</p>
<p>Was der Film zu bieten hat, ist ein einziger wirklich beklemmender Moment, eine echte Überraschung (vorausgesetzt, man wurde nicht gespoilert) und ein recht vorhersehbarer und in seiner Unsinnigkeit nervtötender Schluss. Das Spannendste an DESCENT 2, so muss man leider sagen, bleibt das DVD-Menue, dass mit seiner kratzigen Akustik fies an den Nerven gräbt.</p>
<p>Nicht so schlimm, wie der Trailer befürchten ließ, in seiner Uninspiriertheit aber vollkommen entbehrlich. Ob man nun in die Röhre oder in eine Höhle guckt, macht keinen Unterschied, wenn in beiden nichts Spannendes passiert.</p>
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		<title>Paranormal Activity.</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Aug 2010 19:02:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum leiht man sich einen Film wie PARANORMAL ACTIVITY aus? Masochismus, okay. Aber darüber hinaus, bzw. davon abgesehen? Man will sich erschrecken. Gelingt es dem Film, dieses Bedürfnis zu befriedigen? Durchaus. Leider in mehrerlei Hinsicht. Zum einen wäre da der Erzählstil. Wie viele niedrig budgetierte Genrefilme in den letzten Jahren setzt Regisseur und Drehbuchautor Oren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/24/paranormal-activity/"><img class="alignnone size-full wp-image-2958" title="Paranormal Activity." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/paranormal_activity_poster1.jpg" alt="" width="180" height="257" /></a>Warum leiht man sich einen Film wie PARANORMAL ACTIVITY aus? Masochismus, okay. Aber darüber hinaus, bzw. davon abgesehen? Man will sich erschrecken. Gelingt es dem Film, dieses Bedürfnis zu befriedigen? Durchaus. Leider in mehrerlei Hinsicht.</p>
<p>Zum einen wäre da der Erzählstil. Wie viele niedrig budgetierte Genrefilme in den letzten Jahren setzt Regisseur und Drehbuchautor Oren Peli auf die aktuell abgegriffenste Technik, die man sich vorstellen kann: eine Kombination von Wackelkamera und dokumentarischer Erzählperspektive. In bester BLAIR WITCH PROJECT Manier soll dem Zuschauer suggeriert werden, dass die Geschehnisse wirklich in dieser Form passiert seien.</p>
<p><span id="more-2953"></span></p>
<p>Blöd nur, dass sowohl die Darsteller samt Dialogen und Reaktionen, als auch die Art und Weise, wie mit dem Stil agiert wird, über weite Strecken vollkommen unglaubwürdig sind und künstlicher wirken als die Geschmacksrichtung von Bazooka Joe Kaugummi. Wo Filme wie CLOVERFIELD oder MANN BEISST HUND halbwegs klug und verspielt genug waren, die Möglichkeiten des Stilmittels auszuloten und Handlung sowie Charaktere diesem anzupassen, versucht PARANORMAL ACTIVITY, uns den Eindruck eines ganz normalen Pärchens zu vermitteln, dass die seltsamen Vorgänge im eigenen Haus festzuhalten versucht, und auch dann noch drauf hält, wenn das Grauen zur physischen Bedrohung wird. Von dem psychischen Knacks, den man haben muss, um sich bei offen stehender Zimmertür die ganze Nacht im Schlaf zu filmen, ganz zu schweigen.</p>
<p>Natürlich scheitert das Ganze noch an weiteren Faktoren, die aufzuzählen an dieser Stelle ermüdender wäre, als die ungeschnittene 30-Stunden-Fassung der angeblichen Aufzeichnungen zu sichten. Besonders schade und deshalb erwähnenswert ist noch, dass der Film selbst dieser Linie nicht treu zu bleiben vermag und einige Genre-Klischees auffährt, die einfach zu absurd sind, um auch nur einen Funken Glaubwürdigkeit vor dem Erkalten zu bewahren. Das vollkommen verkorkste Ende will ich deshalb nicht einmal erwähnen.</p>
<p>Was man dem Film zu gute halten kann, sind im wesentlichen zwei Aspekte. Zum einen sind die Effekte durchaus gelungen, und finden sporadisch tatsächlich den Mittelweg zwischen Realismus und kinotauglicher Übernatürlichkeit, die der Film gerne in allen Belangen und über die komplette Laufzeit vermitteln würde. Zum anderen funktioniert der Spannungsaufbau in einer bestimmten, sich wiederholenden Einstellung sehr gut. Vorausgesetzt, man sitzt allein und übernächtigt in einem dunklen  Zimmer, macht sich manchen Stellen durchaus eine gewisse Beklemmung  breit. Hier greift dann auch die eingangs erwähnte Motivation: Wer sich gruseln möchte, bekommt tatsächlich die ein oder andere Steilvorlage vor den Latz geknallt.</p>
<p>Wem das ebenfalls genügt, der mag PARANORMAL ACTIVITY eventuell Betthupferl-Qualität zugestehen. Der ausgeschlafene Zuschauer hingegen bekommt bestenfalls einen guten Grund, sich ganz doll aufzuregen. Dann aber bitte auch daran denken, sich selbst zu filmen.</p>
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		<title>Pandorum.</title>
		<link>http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/21/pandorum/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 09:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<category><![CDATA[scifi]]></category>

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		<description><![CDATA[Gab es mal eine Zeit, in der Dennis Quaid NICHT für gesundes Mittelmaß stand? Lässt man seine Filmografie vorüber scrollen, findet man wenig, as dagegen spricht. Das &#8220;amerikanische Gesicht&#8221;, das wie nur wenige überzeugende Bodenständigkeit ausstrahlt und selbst in kruden Rollen stets sympathisch wirkt, fiel häufig durch Hauptrollen in schlechten und Nebenrollen in guten Filmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/21/pandorum/"><img class="alignnone size-full wp-image-2949" title="Pandorum_Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/Pandorum_Poster.jpg" alt="" width="180" height="254" /></a>Gab es mal eine Zeit, in der Dennis Quaid NICHT für gesundes Mittelmaß stand? Lässt man seine Filmografie vorüber scrollen, findet man wenig, as dagegen spricht. Das &#8220;amerikanische Gesicht&#8221;, das wie nur wenige überzeugende Bodenständigkeit ausstrahlt und selbst in kruden Rollen stets sympathisch wirkt, fiel häufig durch Hauptrollen in schlechten und Nebenrollen in guten Filmen auf. Da finden sich Titel wie Dragonheart, G.I. JOE, Vantage Point, Any given Sunday, Frequency, Horsemen &#8230; und nun auch PANDORUM und LEGION. Und spätestens seit diesen beiden Filmen muss man sagen: Dennis Quaids Name auf dem Kinoplakat steht NICHT für gesundes Mittelmaß. Es steht für weniger. Letztgenannter Film verdient (und bekommt) seinen eigenen Verriss. Jetzt ist erst einmal PANDORUM an der Reihe.<br />
<span id="more-2946"></span></p>
<p>Genug der Drohgebärden, zur Sache. Das Interessante an PANDORUM ist zunächst der Mann im Hintergrund. Regisseur Christian Alvert ist ein deutscher Jungregisseur, der mit PANDORUM, gemessen an seiner Erfahrung, ein durchaus solides Stück Arbeit abliefert. Im selben Jahr wie der durchaus passable Horrorthriller CASE 39 (kommt noch) übrigens, was schon fast die Frage aufwirft, mit wem er geschlafen bzw. was er eingeworfen hat, um nach dem 2004er ANITKÖRPER (hat den überhaupt irgendwer gesehen?) in einem Jahr 2 Filme mit namhaften Darstellern wie Dennis Quaid und Rene Zellweger drehen zu können.</p>
<p>Man müsste demnach schon respektvoll den Zylinder lüpfen, wäre da nicht das kleine Detail namens &#8220;Drehbuch&#8221;, an dem er ebenfalls beteiligt war. Ungeachtet der eloquenten Aussagen in den DVD-Interviews zeigt PANDORUM dort nämlich seine größten Schwächen. Das darf man nicht allein dem Regisseur ankreiden, doch als Mann, der alle Fäden in der Hand hält, steht man unweigerlich auch an vorderster Front, was die Kritik betrifft. Immerhin offenbaren die Interviewfetzen bereits deutlich, wo das Problem liegt: Im allzu großen Fokus aufs Detail, auf Kosten der Faktoren, die für den normalen Zuschauer relevant sind.</p>
<p>So wurde die Handlung zwar solide inszeniert, ist aber für sich genommen recht uninspiriert und leider in Schlüsselpunkten auch sehr vorhersehbar. Obwohl PANDORUM am reinen Unterhaltungsfaktor gemessen deutlich besser unterhält als CARGO, bleibt er ebenfalls hinter den Erwartungen, vor allem aber seinen eigenen Möglichkeiten, zurück. Die psychologische Komponente, die immerhin auch titelgebend war, wird angerissen, aber weder ausreichend thematisiert noch vernünftig ausgearbeitet.  Das alles resultiert in einem Genremix, der weder funktionieren will, noch an seine offensichtlichen Vorbilder anzuknöpfen vermag.<br />
Quaid gibt seiner Rolle eine gefühlte Credibility, und auch Ben Foster und Antje Traute hätten einen subtileren und vielschichtigeren Plot zu tragen verstanden. Das man ihnen nicht die Gelegenheit dazu gibt, sondern sie statt dessen durch eine zunehmend spannungsbefreite Monsterhatz jagt, die &#8220;offenbar als Mischung aus Event Horizon und The Descent geplant&#8221; war, ist bedauerlich. (Zitat: <a href="http://www.moviegod.de/kino/kritik/1604/pandorum" target="_blank">Moviegod.de</a>)</p>
<p>Das klingt natürlich wieder einmal negativer, als man es auslegen muss. Prinzipiell haben wir hier einen &#8220;Johnny Mnemonic&#8221;. Einen Film, der nicht unbedingt so krass nervt, dass man ihn zwanghaft verreißen muss, der aber früher oder später von einem besseren Genrekonkurrenten überflüssig gemacht werden wird. In diesem Fall wahrscheinlich eher früher. Das Mittelmaß zeichnete sich übrigens schon vor dem damaligen Kinostart  in verhaltenen Kritiken ab. In Kombination mit den teils erstaunlich positiven Publikumswertungen auf IMDB darf man dem Film wohl eine halbwegs gesunde Frührente im DVD-Markt prophezeien. Da gehört er hin, dort wird er gut aufgehoben sein.</p>
<p>Wer sich nach düsteren Gängen entvölkerter Raumschiffe sehnt, und Sehnsucht nach fiesen Weltraummonstern hat, kann PANDORUM neben dem Bügeln laufen lassen. Der Rest sollte den gesparten Geldbetrag besser an die NASA spenden. Und sei es nur, damit man Raumschiffe und Krisenmanagement konzipiert, die besser als das funktionieren, was uns Hollywood zeigt.</p>
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