Freitag, der 13te.

friday13th_0FREITAG, DER 13TE anzusehen ist, als würde jemand auf offener Straße einen alten, unglaublich hässlichen Hund zu Brei treten. Man hat Mitleid, ist charakterabhängig mehr oder minder angewidert, guckt aber trotzdem hin. Interessant wird der Vergleich an der Stelle, wo er zu hinken beginnt. Vorausgesetzt, die Tat wäre absehbar aber unvermeidbar gewesen, was um alles in der Welt könnte jemand dazu bringen, sich dem Anblick freiwillig auszusetzen oder sogar dafür zu bezahlen?

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Fantasy Filmfest Rundumschlag Teil 1 – Trailershow

Die ersten 16 Beiträge des diesjährigen Fantasy Filmfest(s?) sind seit einigen Tagen auf der offiziellen Webseite gelistet. Und wie jedes Jahr artet es regelrecht in Arbeit aus, sich durch die Trailer und Filminfos zu wühlen, um eine Vorauswahl zu treffen.

Einen echten Genrefan schockt jedoch bekanntlich wenig, und da es eine meiner wenigen, persönlichen Traditionen ist, meine Einschätzungen zu notieren, um die spätere Entscheidung zu erleichtern, beginnt für mich das Filmfest heute – mit dem ersten Blogeintrag, meinen komplett subjektiven Rundumschlag zu den angekündigten Titel, wie immer ohne Anspruch auf Fairness oder Richtigkeit.

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Splinter.

SPLINTERSo viele Unkenrufe, so wenig Anlass. SPLINTER ist kein großer Horrorfilm, das steht außer Frage. Er ist weder besonders gruselig noch erwähnenswert innovativ. Es ist ein kleiner Film, ein Frühwerk eines noch relativ unerfahrenen Regisseurs und gänzlich unverbrauchter Autoren, die eine Reihe klassischer Motive und Elemente aufgreifen und zu etwas zusammenfügen, was sich sporadisch wie eine lange Version der Lagerhallenszene in DER NEBEL anfühlt.

Warum dann ansehen? Weil so “entspannter” Horror selten ist.

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Dead Snow.

Dead Snow

Party- und Splatterfilme beziehen gern einen guten Teil ihres Unterhaltungspotentials daraus, peinlich und albern zu sein. Wer nicht schon bei einer Prämisse wie “Menschenfresserschafe” (BLACK SHEEP) grinsen muss, sollte schleunigst das Weite suchen. DEAD SNOW bildet hier keine Ausnahme, zumal schon die Grundidee “Nazi-Zombies im Schnee” absolut dämlich klingt. Die Inszenierung hält mühelos mit und liefert schrägen, größtenteils aber freiwilligen Humor, der in seinen besseren Momenten an Klassiker wie BRAINDEAD erinnert und in seinem schlechteren trotzdem nicht sonderlich nervt.

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Let the right one in.

Let the right one in.Kinder in tragenden Rollen sind eine heikle Angelegenheit. Mag kaum jemand, und das zu Recht, denn die Ausnahmen, in denen sie nicht nerven, sind rar. Vampire, ähnlich problematisch. Hat man als Filmfreund jenseits der Pubertätsgrenze mittlerweile genug von gesehen, vor allem Dank der Regel: je größer der Film, desto idiotischer der Umgang mit dem Thema.

Vampirkinder, nun, das ist schon fast eine Sache für sich, auf die ich seit INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR höchst allergisch reagiere. Tolle Voraussetzung also für LET THE RIGHT ONE IN, der im Wesentlichen eine moderne Vampirromanze mit Kindern in den Hauptrollen darstellt, und sonst lediglich  noch eine Handvoll hässlicher Vögel in noch hässlicheren Klamotten sowie eine Gruppe katastrophal schlecht animierter Katzen in petto hat.

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Saw V.

sawv_titleMeine Güte, was für ein Rohrkrepierer. Seit dem unglückseligen Remake von PLANET DER AFFEN habe ich wenige Filme gesehen, die dem Zuschauer so viele Steilvorlagen für spöttische Anmerkungen gaben. Elendstourismus – das Wort hab ich mir extra aufgehoben – etwas anderes kann ein vernunftbegabtes Wesen gar nicht mehr dazu bewegen, dieses cineastische Jammertal zu durchwandern. Shame on me. I watched SAW V and all I got – was tired.

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Shiver.

SHIVER PlakatHm, ja. Schlecht ist er nicht, dieser klassisch gestrickte, spanische Wald- und Dorfhorror. Aber er wagt sich auch keinen einzigen Schritt abseits der bekannten Pfade*. Mit aufmerksamem Blick lassen sich dermaßen viele Standard-Elemente ausmachen, dass es schon müßig ist, sie hier im Detail aufzuführen. In Verbindung mit einem jugendlichen Hauptdarsteller – in meinen Augen fast immer eine schlechte Wahl – erhält man früh den Eindruck, sich bereits außerhalb bzw. oberhalb der Zielgruppe des Films zu befinden. Ein Eindruck, der von der eher öden ersten Hälfte verstärkt und vom weiteren Handlungsverlauf vollends gefestigt wird. Man muss wohl selbst noch restpubertären Träumereien nachhängen, um die unschuldige Liason zwischen dem Protagonisten und dem bestaussehendsten und gefühlt einzigen Mädchen der Schule für eine Sekunde zu glauben.

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Hush.

Fantasy Filmfest 2008 – Film 6

Paare in der Krise scheinen derzeit in Mode zu sein, wenn es darum geht Horrorfilmcharaktere einzuführen und ihnen eine emotionale Basis zu verpassen. In MIRRORS ist es eine Ehekrise, die Kiefer Sutherland sozial bindet und gleichzeitig isoliert, in MIDNIGHT MEAT TRAIN leidet die Beziehung der Protagonisten unter dem Fanatismus des Fotografen und in STRANGERS rafft ein Paar die Scherben eines missglückten Antrags beiseite, als der Schrecken über sie hereinbricht. In HUSH streitet und trennt sich nun ein Paar an einer Autobahnraststätte – und schlittert unvermittelt in einen Albtraum.

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