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	<title>The Midnight Screening &#187; humor</title>
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	<description>Rezensionen aus der letzten Reihe - ein Filmtagebuch</description>
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		<title>Napoleon Dynamite</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Jan 2012 16:47:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angenommen, Beavis and Butthead hätten diese Woche Premiere – wie wäre die Resonanz? Würde das Konzept heute noch funktionieren? Würde man ihr Lachen imitieren? Ihre Witze zitieren? Kurz gesagt: Wären die beiden noch popkulturell relevant? Ähnliche Fragen drängen sich auf, wenn man heute, bald 8 Jahre nach seinem Leinwanddebut, NAPOLEON DYNAMITE sieht. Die High-School-Komödie erfüllt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2012/01/05/napoleon-dynamite/"><img class="alignnone size-full wp-image-4040" title="Napoleon Dynamite" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2012/01/Napoleon-Dynamite.png" alt="" width="310" height="444" /></a></p>
<p>Angenommen, Beavis and Butthead hätten diese Woche Premiere – wie wäre die Resonanz? Würde das Konzept heute noch funktionieren? Würde man ihr Lachen imitieren? Ihre Witze zitieren? Kurz gesagt: Wären die beiden noch popkulturell relevant?<br />
<span id="more-4039"></span><br />
Ähnliche Fragen drängen sich auf, wenn man heute, bald 8 Jahre nach seinem Leinwanddebut, NAPOLEON DYNAMITE sieht. Die High-School-Komödie erfüllt viele der Voraussetzungen, die einen Kultfilm ausmachen können. Kleines Budget, schräger Humor, absurde Figuren, holpriger Plot, eigenwilliger Tonfall. Doch reicht das aus, um heute noch Begeisterung zu provozieren?</p>
<p>Für mich lautet die Antwort auf all diese Fragen: Nein, wohl eher nicht. NAPOLEON DYNAMITE hat dabei mehr mit den eingangs genannten Chaoten gemein als nur die Verbindung zu MTV. Beide sind, daran besteht trotz des Altersunterschieds von gut 10 Jahren kein Zweifel, Kinder der 90er. Als solches kam NAPOLEON DYNAMITE 2004 sicher nicht zu spät, wie die treue Fangemeinschaft belegt. Das Haltbarkeitsdatum ist mittlerweile aber abgelaufen.</p>
<p>Es mag unfair scheinen, einen Film so lange nach seiner Veröffentlichung zu rezensieren, und dann das Alter als Hauptkriterium ins Feld zu führen. Es gibt viele, großartige Filme, die schlecht gealtert sind oder aus anderen Gründen heute nicht mehr funktionieren. Verdammt, selbst Klassiker wie Poltergeist, Fahrenheit oder Planet der Affen wirken ohne nostalgische Verklärung schrecklich naiv, von den Genrekollegen dieses konkreten Beispiels ganz zu schweigen. Das ist der Lauf der Dinge.</p>
<p>Im Falle von NAPOLEON DYNAMITE gibt es aber auch viel Konkurrenz. Gerade wenn man die Dekade, auf die er sich bezieht, im passenden Alter erlebt hat, fallen einem genug Namen ein, die höhere Klassen besuchen. Ferris Bueller, Parker Lewis, Max Fisher aus RUSHMORE, ja sogar Malcom und Scott Pilgrim zählen zu den Konkurrenten, die dem dösigen, leicht debilen Napoleon den Rang ablaufen. Zeitlos ist keiner von ihnen, doch die Art, wie Verlierer und Geeks hier inszeniert werden, ist für sich genommen einfach nicht mehr cool.</p>
<p>Was bleibt, ist ein skurriler, kleiner Film, der gleichzeitig amüsiert und befremdet, und durch seine Andersartigkeit im Gedächtnis bleibt. Er funktioniert als naives Märchen über Freundschaft und Familie, über Außenseiter und Andersartige, scheitert aber daran, ein konkretes Lebensgefühl zu vermitteln, das mehr als pubertäre Orientierungslosigkeit beinhaltet. Insofern ist er sicher authentisch und auf abstrakte Weise glaubwürdig, ob der humoristische Funke überspringt, hängt aber allein vom Zuschauer ab.</p>
<p>Die Serie South Park, die in Punkto Absurdität und Erzählweise ähnliche Pfade beschreitet, hat es geschafft, über 15 Jahre aktuell und somit bis heute relevant zu bleiben. NAPOLEON DYNAMITE kann man dies leider nicht bescheinigen.</p>
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		<title>Up in the Air</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 12:54:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer häufiger hier liest, hat längst die leidvolle Erfahrung gemacht, dass ich mir für wenige Wortspiele zu schade bin. Ich bin mir der Schändlichkeit meines Schreibstils bewusst, und doch: wann immer ich Besserung gelobe, kommt ein Film wie UP IN THE AIR daher, und macht sämtliche guten Vorsätze in einem Streich zunichte. Und so muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/12/31/up-in-the-air/%20"><img class="alignnone size-full wp-image-4034" title="Up in the Air" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Up_In_The_Air1.png" alt="" width="310" height="459" /></a></p>
<p>Wer häufiger hier liest, hat längst die leidvolle Erfahrung gemacht, dass ich mir für wenige Wortspiele zu schade bin. Ich bin mir der Schändlichkeit meines Schreibstils bewusst, und doch: wann immer ich Besserung gelobe, kommt ein Film wie UP IN THE AIR daher, und macht sämtliche guten Vorsätze in einem Streich zunichte. Und so muss ich mit Bedauern folgendes nieder bringen:<br />
<span id="more-4032"></span><br />
UP IN THE AIR braucht ziemlich lange, bis er abhebt. Trotz leichten Gepäcks lässt sich das Drehbuch redlich Zeit beim einchecken seines Protagonisten. Und obwohl selbst schlecht informierten Flugbegleitern relativ bald klar sein sollte, wohin die Reise geht, dreht der Plot erst gemächlich ein paar Kurven auf der Rollbahn, bis endlich Höhe gewonnen wird.</p>
<p>Was dann aber folgt, ist höchster Komfort: Angenehme Konversation, schöne Aussicht und ein erfreulicher Mangel an zeternden Mitreisenden macht den Flug zu einer ebenso erhol- wie unterhaltsamen Angelegenheit. Stärkere Turbulenzen bleiben aus, eine kurze Zwischenlandung bei der nächstgelegenen Sinnkrise sorgt kurz vor Erreichen des Reiseziels aber noch für willkommene Aufregung.</p>
<p>Zwischendurch bleibt noch genügend Zeit, Clooneys perfekte Zähne zu bewundern und sich zu fragen, was mit Vera Farmigas Lippen passiert ist und wo genau die adrette Anna Kendrick ihr Profil versteckt. Von solchen Oberflächlichkeiten abgesehen, kann man sich keine bessere Reisegefährten vorstellen.</p>
<p>Spaß beiseite: UP IN THE AIR ist ein ruhiger Film über einsame Menschen. Über Workaholics, die berufliche Reisen nutzen, um einen Teil ihrer Persönlichkeit auszuleben, der in ihrem Privatleben keinen Platz mehr hat. Über Einzelgänger, die sich abschotten, um vor der Welt zu fliehen, und dabei letztlich sich selbst aus den Augen verlieren. Und über Zielstrebige, die erst an der Wirklichkeit scheitern müssen, um im Leben anzukommen.</p>
<p>Es ist ein unprätentiöser, profan strukturierter Film über Einsam- und Gemeinsamkeit, der nichts wirklich Neues zu erzählen hat, bei dem, was er erreichen möchte, aber gute Arbeit leistet. Das liegt vor allem daran, dass er meist nur zurückhaltend Position ergreift, und lediglich dort dick aufträgt, wo es das Genre erlaubt oder erfordert. Die Botschaft wird auch ohne ein dramatisches Finale deutlich.</p>
<p>Ob das gebotene dem Zuschauer ausreicht, hängt davon ab, was man erwartet. Sollten Selbstfindungsgeschichte und Romanze scheitern, bleiben immer noch die Kommentare auf die moderne Arbeitswelt, welche beim Ein oder Anderen die ein oder andere Saite anschlagen sollten. So gelingt UP IN THE AIR am Ende vielleicht keine Punkt-, aber doch eine sehr saubere Landung.</p>
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		<title>Green Hornet</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2011 13:57:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein in diesem Blog zuletzt recht inflationär verwendeter Begriff ist „sympathisch“. Daran sind die besprochenen Filme sicher nicht unbeteiligt, denn Mittelmaß verdient nun mal nicht mehr. Trotzdem wäre es angemessen, das Wort vorerst zu meiden, und sei es nur, um konkretere Aussagen zu erzwingen. Bei GREEN HORNET fällt das jedoch schwer, denn kein anderes Wort [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/12/17/green-hornet/"><img class="alignnone size-full wp-image-4003" title="Green Hornet" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/12/Green-Hornet.png" alt="" width="310" height="459" /></a></p>
<p>Ein in diesem Blog zuletzt recht inflationär verwendeter Begriff ist „sympathisch“. Daran sind die besprochenen Filme sicher nicht unbeteiligt, denn Mittelmaß verdient nun mal nicht mehr. Trotzdem wäre es angemessen, das Wort vorerst zu meiden, und sei es nur, um konkretere Aussagen zu erzwingen. Bei GREEN HORNET fällt das jedoch schwer, denn kein anderes Wort beschreibt diesen Film besser.</p>
<p><span id="more-4002"></span>Klar, IRON MAN war ebenso sympathisch, in erster Linie dank Robert Downey Jr. Wenn ich nun aber sage, dass GREEN HORNET wie ein IRON MAN mit weniger Budget und spektakulären Effekten, sowie ohne Downey Jr, ist, will ihn dann noch jemand sehen? Nein, also lassen wir das. Auch ein Vergleich mit Spider-Man und Co ist müßig, denn kaum ein Blockbuster verzichtet auf coole Sprüche und comic relief.</p>
<p>Wie also unterscheidet sich GREEN HORNET von seinen Genrekollegen? Was macht ihn sehenswert, wenn die ganz großen Namen und Effekte fehlen? Die Antwort ist banal: Die Tatsache, dass es im Kern kein Superheldenfilm ist.</p>
<p>Seth Rogen, der hier die Hauptrolle spielt, kann seinen Kollegen in Charme und Chuzpe nicht das Wasser reichen, obwohl er mal wieder spielt, was er am besten kann – den Taugenichts. Da er am Drehbuch beteiligt war, muss man ihn dafür auch nicht in Schutz nehmen. Projektionsfläche für die Zuneigung der Zuschauer ist ohnehin Jay Chou, der den bescheidenen, jedoch überaus talentierten Mechaniker spielt, der als Sidekick von GREEN HORNET letztlich dessen Handlungsfähigkeit gewährleistet. Dass Anti-Bruce-Wayne Rogen ohne seine Hilfe keine 2 Minuten überleben würde, macht Chou zum stillen Star des ungleichen Gespanns.</p>
<p>Es ist die Gegensätzlichkeit dieser beiden Protagonisten, die den Film letztlich sehenswert macht. Action und Humor ziehen ihre Energie zum größten Teil aus der Dynamik des Duos, so dass man beinahe den Eindruck erhält, der Film würde auch ohne einen Bösewicht oder eine dramatische Rahmenhandlung gut funktionierten. Dass Christoph Waltz den Antagonisten stellt, bleibt dennoch ein massiver Mehrwert. Zum einen bringt er seinen größtenteils lächerlichen Sprechtext gut an den Mann und kann so tatsächlich einige Lacher für sich verbuchen. Zum anderen hat er mit INGLORIOUS BASTERDS bewiesen, wie souverän er eine Nebenrolle aufzuwerten versteht.</p>
<p>Als kleinen Bonus gibt es noch Cameron Diaz und Edward James Olmos, die zwar nichts Wesentliches zum Gesamtbild beitragen dürfen, aber wenigstens zu gefallen verstehen. Was weniger gefällt, sind die sporadischen, überflüssigen Ausbrüche von Gewalt, die in späteren Szenen heftiger inszeniert wurde, als in einem solchen Film angemessen scheint. Der Verfremdungseffekt schadet dem Gesamtbild nicht wesentlich, kindgerecht ist das Ergebnis trotzdem nicht.</p>
<p>Wer GREEN HORNET als Superheldenfilm begreifen möchte, sollte bereit sein, seine Erwartungen an die Konventionen des Genres etwas hintenan zu stellen. Wer sich (ergänzend oder ersatzweise) auf eine Buddy-Komödie einstellt, kommt voll auf seine Kosten. GREEN HORNET ist kein Film, der das Genre bereichert, aber ein großer Spaß, der sich selbst nicht zu ernst nimmt.</p>
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		<title>Toy Story 3</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Nov 2011 11:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer kann schon von sich sagen, gerne manipuliert zu werden? Dabei existiert kaum ein Medium, seien Geschichten, Bilder oder Musik, das es nicht zumindest versucht. Besonders Kinderfilme machen keinen Hehl daraus, was sie erreichen möchten. Über die Schauwerte und Schenkelklopfer hinaus sind sie meist einfach gestrickte Erzählungen mit einer klaren Botschaft und kindgerechten Lebensweisheiten. Und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/11/06/toy-story-3/"><img class="alignnone size-full wp-image-3951" title="ToyStory3" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/11/ToyStory3.png" alt="" width="310" height="439" /></a></p>
<p>Wer kann schon von sich sagen, gerne manipuliert zu werden? Dabei existiert kaum ein Medium, seien Geschichten, Bilder oder Musik, das es nicht zumindest versucht. Besonders Kinderfilme machen keinen Hehl daraus, was sie erreichen möchten. Über die Schauwerte und Schenkelklopfer hinaus sind sie meist einfach gestrickte Erzählungen mit einer klaren Botschaft und kindgerechten Lebensweisheiten. Und das ist auch gut so.<br />
<span id="more-3942"></span><br />
Viele Kritiken fragen deshalb nicht unbegründet nach dem Nutzwert jener Filme für das erwachsene Publikum. Man betont oder bemängelt Tiefe oder Sympathiegehalt der Figuren, die Qualität der Animationen, den subversiven/generischen Humor oder die quirlige/dröge Inszenierung. Nicht Zutreffendes bitte streichen.</p>
<p>Damit werden diese Kritiken ebenso vorhersehbar und manipulativ wir ihr Thema. Oftmals lesen sie sich sogar ähnlich öde und aussagelos wie die eher ermüdenden Genrebeiträge. Wir hinterfragen das nicht, denn wir sind es gewohnt. Wir lassen es geschehen und scrollen zum Fazit. Auch das ist okay. Aber spannend findet das niemand.</p>
<p>Kann man diese Strukturen und Mechanismen hinter sich lassen? Besonders wenn es der Film, um den es geht, selbst nicht wagt? Wo kann eine Kritik subversiv und anarchistisch sein, ohne zu verkennen, was Ziel und Zweck solcher Filme sind? Kohle machen, Kinderlachen, ein bisschen Kunst und ein paar Kalauer &#8211; wo soll ein Film wie TOY STORY 3 überraschen, wenn wir mittlerweile ein UP, ein WALL-E, einen NEMO und eine CORALINE haben?</p>
<p><strong>Also das übliche…</strong></p>
<p>Technisch beeindruckt TOY STORY 3 nicht besonders. Sicher, seit dem ersten Teil hat sich viel getan und man bemerkt Verbesserungen an jeder Ecke. Doch der Fokus liegt &#8211; völlig zu Recht &#8211; auf den Figuren, und diese haben sich nicht wesentlich verändert. Hier haben andere Animationsfilme allein aufgrund ihrer frischeren Ideen und des unverbrauchten Charakterdesigns die Nase vorn. Liebevoll gestaltet ist alles &#8211; imposant wenig.</p>
<p>Konzentriert man sich auf die einfache, aber bewegende Handlung, fallen deshalb weniger die Animationen auf, als die zahlreichen Referenzen, Inspirationsquellen und altbekannten Motive. Kurz: Man merkt der Geschichte deutlich an, wo sie herkommt, und kann leicht erahnen, wo sie hin möchte. Zyniker dürfen hier von Vorhersehbarkeit sprechen. Ob diese in einem Film mit einer derart jungen Zielgruppe ernsthaft eine Rolle spielt, darf jedoch angezweifelt werden &#8211; zu viele seiner Artgenossen wären genauso schuldig.</p>
<p>TOY STORY 3 möchte, was alle Filme wollen. Er will eine Resonanz bei seinem Publikum erwirken, und zwar bei allen, Groß und Klein. Was man auch von TOY STORY 3 mitnehmen möchte, sei es ein emotionaler Knuff, ein kleiner Denkanstoß für das eigene Leben, eine wichtige Botschaft für das Kind oder schlichtweg Unterhaltung -  mit leerem Herz geht hier niemand heim. Und das ist es, worauf es letztlich ankommt.</p>
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		<title>The social network</title>
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		<pubDate>Thu, 05 May 2011 23:03:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal beantworten sich Fragen von selbst, auch wenn man es gar nicht möchte. Zum Beispiel, wer für die Wahlergebnisse in diesem Land sorgt. Um dies zu verstehen, genügt es, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Etwas schwieriger wird es bei Filmen. Wer allen Ernstes eine Verfilmung von »Schiffe versenken« oder eine amerikanisierte Version von AKIRA [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/05/06/the-social-network/"><img class="alignnone size-full wp-image-3589" title="The Social Network" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/05/socialnetwork.png" alt="" width="180" height="270" /></a>Manchmal beantworten sich Fragen von selbst, auch wenn man es gar nicht möchte. Zum Beispiel, wer für die Wahlergebnisse in diesem Land sorgt. Um dies zu verstehen, genügt es, mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren. Etwas schwieriger wird es bei Filmen. Wer allen Ernstes eine Verfilmung von »Schiffe versenken« oder eine amerikanisierte Version von AKIRA für eine gute Idee halten soll, will sich nicht jedem Filmfan erschließen, auch wenn es Kinogänger gibt, die ernsthaft glauben, dass ein Film wie AVATAR einen Directors Cut braucht.<br />
<span id="more-3587"></span><br />
Bei THE SOCIAL NETWORK lässt sich ähnlich argumentieren. Wenn etwas an der am schnellsten wachsenden Social Media Plattform der Welt interessant ist, dann, in welche Richtung sie sich entwickeln wird, nicht unbedingt, wo sie herkommt. Wen die Lizenz ins Kino locken soll, ist hingegen klar wie Kloßbrühe. Das Erstaunliche in diesem Fall ist eher, dass nicht nur die Rechnung, sondern auch der Film an sich funktioniert.</p>
<p>Die größte Überraschung wird wohl sein, welche Geschwindigkeit der Film von der ersten Szene an vorlegt. Dass Drehbuch, Darsteller (großartig: Jesse Eisenberg) und Inszenierung ein gewisses Grundniveau halten und die Hauptfigur nicht glorifizieren würden, war abzusehen. Dass das Ganze aber nicht als krude Mischung aus A BEAUTIFUL MIND und THE SKULLS in ermüdender Mittelmäßigkeit verendet, war keinesfalls sicher. Ein langsamerer Film, der mehr mit dem hedonistischen Lebensstil der Reichen und Schönen und der Glorifizierung des Studentenlebens kokettiert hätte, hätte schnell zu einer Belastungsprobe werden können. So aber trägt der Bewegungsmoment den Zuschauer ohne Längen durch den sprunghaften Plot.</p>
<p>Dass alte Stilmittel, die Kerngeschichte in Rückblenden zu erzählen, ist hierbei besonders hervor zu heben. Es erlaubt nicht nur, die notwendigen Zeitsprünge bequem und unauffällig vorzunehmen, sondern ermöglicht auch eine emotionale, moralische und intellektuelle Bewertung und Verordnung des Gezeigten durch die wichtigsten Figuren und deren Widersacher. Dies wiederum gibt den Figuren eine Tiefe, die im Rahmen des konzentrierten und rasant geschriebenen Haupt-Plots kaum vermittelbar gewesen wäre. Somit erhält der Zuschauer interessante Einblicke in die Psyche der Protagonisten, die ihm die Rückblenden vorenthalten, ohne sich dafür sonderlich anstrengen zu müssen.</p>
<p>Eines ist klar: eine biografisch angehauchte, amerikanische Erfolgsgeschichte im Universitäts-Umfeld hätte ich mir ohne den eindeutigen Bezug wohl geschenkt, Fincher hin oder her. Ich kam wegen facebook. Aber ich blieb wegen der unterhaltsamen Geschichte. Das größte Lob, das man THE SOCIAL NETWORK somit aussprechen kann, ist, dass er auch funktionieren kann, wenn man keinen Schimmer hat, auf was sich die Handlung bezieht. Sie würde sicher schwerer zugänglich und etwas unglaubwürdiger wirken, aber auch dies würde dem, was den Film auszeichnet, keinen allzu großen Abbruch tun. THE SOCIAL NETWORK ist, vom ersten Dialog bis zu letzten Einstellung, eine runde Sache.</p>
<p>Ich hätt‘s ja nicht gedacht.</p>
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		<title>Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen</title>
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		<pubDate>Mon, 28 Mar 2011 21:45:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeden Animationsfilm an den Pixar Produktionen zu messen ist in etwa so, wie jedes Auto mit einem Mercedes zu vergleichen. Kann man machen, besonders wenn man die Eigenschaften des Letzteren gewohnt ist, muss man aber nicht. Besser sollte entschieden werden, ob der Film für sich funktioniert. Und das trifft auf WOLKIG MIT AUSSICHT AUF FLEISCHBÄLLCHEN [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2011/03/28/wolkig-mit-aussicht/"><img class="alignnone size-full wp-image-3491" title="wolkig_mit_aussicht_auf_fleischbaellchen" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2011/03/wolkig_mit_aussicht_auf_fleischbaellchen.png" alt="" width="180" height="255" /></a>Jeden Animationsfilm an den Pixar Produktionen zu messen ist in etwa so, wie jedes Auto mit einem Mercedes zu vergleichen. Kann man machen, besonders wenn man die Eigenschaften des Letzteren gewohnt ist, muss man aber nicht. Besser sollte entschieden werden, ob der Film für sich funktioniert. Und das trifft auf WOLKIG MIT AUSSICHT AUF FLEISCHBÄLLCHEN zweifellos zu. Die Grundidee mit dem Wetter aus Lebensmitteln verbraucht sich weniger schnell, als man meinen sollte, und da sich das Drehbuch nicht <em>zu</em> sehr auf ihr ausruht, gestalten sich die klug bemessenen 80 Minuten durchweg amüsant und unterhaltsam.<br />
<span id="more-3489"></span></p>
<p>Natürlich darf man sich nicht der Illusion hingeben, hier erzählerisch mehr geboten zu bekommen als in jedem anderen Kinderfilm, der sich mit sporadischem Subtext auch beim erwachsenen Publikum anzubiedern versucht. Man kann dem Film auch vorwerfen, nicht gerade subtil vorzugehen, was die Wahl und Inszenierung seiner Themen und Protagonisten betrifft. So können der Vater-Sohn-Konflikt sowie die kleine Romanze auf weniger empfängliche Individuen extrem forciert und somit uninteressant wirken. Auch das in Gummibärchen vernarrte Äffen mag den einen begeistern, bewegt sich als zusätzlicher Comic Relief Sidekick jedoch auf einer so niedrigene Ebene, dass ich für meinen Teil gut darauf hätte verzichten können.</p>
<p>Wer DEXTERS LABORATORY kennt, mag zudem von der Prämisse etwas unterwältigt bleiben und den anarchistischen Humor vermissen, den die CARTOON NETWORK Serie auszeichnet(e). Doch selbst in seinen schlechten Momenten liegt WMAAF vor müden Bemühungen wie Madagascar, Ice Age und Shrek, die in den letzten Jahren mit mehr als mäßigen Fortsetzungen wesentlich zu den Ermüdungserscheindungen des Genres beigetragen haben.</p>
<p>Als angenehme Unterhaltung mit hohem Sympathiefaktor appelliert WMAAF an die unverdauten Schlaraffenland-Fantasien seines Publikums und generiert den Großteil seines Charmes aus den sympathischen Figuren. Angesichts der großen Auswahl an Animationsfilmen in den letzten Jahren sicher verzichtbar, für einen heiter-entspannten Nachmittag aber absolut zu gebrauchen.</p>
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		<title>Tucker &amp; Dale Vs Evil.</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Nov 2010 12:47:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der zweite Film nach MONSTERS, der mich auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest an meinem Geschmack &#8211; oder zumindest dessen Übertragbarkeit auf andere Menschen &#8211; zweifeln ließ, war TUCKER &#38; DALE VS EVIL. Ich wünsche wirklich niemandem, in einem quasi ausverkauften Kinosaal zu sitzen, in dem sich gefühlte 98% der Besucher vor Lachen biegen, während man [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/11/09/tucker-dale-vs-evil/"><img class="alignnone size-full wp-image-3248" title="Tucker_Dale_Movie" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/11/Tucker_Dale_Movie.jpg" alt="" width="180" height="241" /></a>Der zweite Film nach MONSTERS, der mich auf dem diesjährigen Fantasy Filmfest an meinem Geschmack &#8211; oder zumindest dessen Übertragbarkeit auf andere Menschen &#8211; zweifeln ließ, war TUCKER &amp; DALE VS EVIL. Ich wünsche wirklich niemandem, in einem quasi ausverkauften Kinosaal zu sitzen, in dem sich gefühlte 98% der Besucher vor Lachen biegen, während man selbst mit amüsiertem Schmunzeln, aber zunehmender Irritation, dem Geschehen auf der Leinwand folgt. Die Befremdung entstand dabei nicht durch den Film an sich, sondern durch den konstanten Abgleich des Dargebotenen mit den Reaktionen des Publikums. Einen Verfremdungseffekt, wie ich ihn dort erleben durfte, hätte ich bei der Vorführung einer Adam-Sandler-Komödie in einer Jugendherberge erwartet, nicht aber bei einer kleinen Horrorkomödie, deren Prämisse bei Lektüre des Programms mir sofort ein Grinsen abgewann.<br />
<span id="more-3246"></span><br />
TUCKER &amp; DALE vs. EVIL macht, und das ist das Traurige, eigentlich alles richtig. Er hat keine Längen, die Witze und Kalauer sind gleichmäßig gestreut, und mit Alan Tudyk und Tyler Labine sind die Rollen der beiden naiven, hilfsbereiten Hillbillys, die durch Vorurteil und Zufall zu mörderischen Hinterwäldlern abgestempelt werden, auch kongenial besetzt. Die Verdrehung der subgenretypischen Klischees ist zudem mit viel Liebe zum Detail geschrieben und inszeniert. Besonders gut gefällt dabei, dass sich die beiden Freunde nicht allein aus Dummheit oder aufgrund aufgesetzter Pannen immer tiefer ins Dilemma reiten, sondern in erster Linie die Hysterie der verzogenen College-Clique ist, die für die Eskalation sorgt.</p>
<p>Das Problem, wenn man es so nennen will, liegt in der Vorhersehbarkeit der Witze. Jeder Gag, jede Eskapade und jedes humoristische Dilemma lässt sich je nach Art bis zu einige Minuten, wenigstens aber ein paar Sekunden im Voraus erahnen. Dies fällt besonders in den Passagen auf, in denen die Slapstick-Elemente etwas überhandnehmen. Wäre der Film nicht so blutig, könnte man diese problemlos Kindern empfehlen, die gerade ihre »Dick &amp; Doof«-Phase hinter sich haben. Für alle, die bei Humor dem Timing hohe Bedeutung zumessen, und am Besten über Dinge lachen können, die sie überraschen und überrumpeln, ist dieser Umstand leider nicht weniger als fatal. Denn diese Vorhersehbarkeit kann &#8211; mit Betonung auf »kann« &#8211; ein potenzielles Lachen schnell zu einem Schmunzeln herab dämpfen.</p>
<p>Immer sympathisch, doch abseits der tollen Grundidee nie wirklich überraschend, kann man TUCKER &amp; DALE schlussendlich am Besten eingefleischten Genrefans empfehlen, die sich nach etwas Satire und Persiflage sehnen. Vorbildung in Form diverser mittelprächtiger bis unterirdischer Hinterwäldler-Slasher ist keine Pflicht, verstärkt aber den Wirkungsgrad des Films massiv. Wer sich in wortwitzreichen Sitcoms und absurdem Brit-Humor zu Hause fühlt, sollte vielleicht nicht allzu viel erwarten.</p>
<p>Fazit: Empfehlung unter Vorbehalt, allerdings nicht im Bezug auf den Film, sondern auf die Übertragbarkeit meiner Sichtweise in diesem Fall. Wie einleitende Erfahrung demonstriert, stehen die Chancen mit 98% recht gut, dass man TUCKER &amp; DALE mehr abgewinnen kann, als ich. Immerhin hat mich auch SHAUN OF THE DEAD damals nicht restlos begeistert.</p>
<p>PS: Wer dem Film eine Chance geben will, sei vom Trailer abgeraten. Massive Spoiler.</p>
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		<title>Coraline.</title>
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		<pubDate>Tue, 09 Feb 2010 23:09:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Stichwort »morbide Filmästhetik« assoziiert die breite Masse zweifelsfrei Weirdmeister Tim Burton. Ein weiterer Name, wenn auch mit geringerem Bekanntheitsgrad und einem für die Filmindustrie eher ungesunden Verhältnis zwischen Schaffenszeit und Projektanzahl, ist Henry Selick. Mit seinem unvergessenen NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS hatte er 1993 einen nachhaltigen Beitrag zur Animationsfilmgeschichte geschaffen, danach aber nicht mehr [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/02/10/coraline/"><img class="alignnone size-full wp-image-2686" title="Coraline Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_0.jpg" alt="" width="105" height="155" /></a>Mit dem Stichwort »morbide Filmästhetik« assoziiert die breite Masse zweifelsfrei Weirdmeister Tim Burton. Ein weiterer Name, wenn auch mit geringerem Bekanntheitsgrad und einem für die Filmindustrie eher ungesunden Verhältnis zwischen Schaffenszeit und Projektanzahl, ist Henry Selick. Mit seinem unvergessenen NIGHTMARE BEFORE CHRISTMAS hatte er 1993 einen nachhaltigen Beitrag zur Animationsfilmgeschichte geschaffen, danach aber nicht mehr an dessen Erfolg anknüpfen können. CORALINE, sein neuestes Werk, ist ein Animationsfilm eben dieser Art, der statt gerenderter Figuren samt makelloser Anatomie und glatten Kurven die krude Stofflichkeit und den schrägen Charme eines Puppenspiels bevorzugt.<br />
<span id="more-2685"></span></p>
<div id="attachment_2688" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_1.jpg" rel="lightbox[2685]"><img class="size-full wp-image-2688" title="Nur zu, nur zu, fassen Sie ihn ruhig an! Ich freue mich so, Sie zu sehen!" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_1.jpg" alt="" width="460" height="275" /></a><p class="wp-caption-text">Jeder Künstler hat irgendwann seine blaue Phase. Aber nicht jeder hat auch einen blauen Bart.</p></div>
<p>Aufgrund seines düsteren Stils, seiner eher ruhigen Inszenierung und einiger erstaunlich gruseliger Szenen ist CORALINE, wie es die Handlung zunächst vermuten lässt, kein lupenreiner Kinderfilm. Dieser Punkt ist das einzige, echte Problem des Films, da der Spagat zwischen kindkompatibler Märchenhandlung und erzählerischer wie stilistischer Ambitionen nicht immer aufgeht. Selbst die humorigen Figuren wirken stellenweise unheimlich, die Grundstimmung ist trotz vieler, putziger Momente meist trist, in den Parallelwelt-Szenen subtil bedrohlich. Angesichts der Tatsache, dass es sich um die Adaption einer Neil Gaiman Geschichte handelt, wenig verwunderlich, dennoch bemerkenswert.</p>
<p>Eben diese Stimmung ist es aber auch, die für CORALINE trotz bekannter Handlungselemente und vertrauter Stilistik zum Alleinstellungsmerkmal wird. Für zündenden Witz und anrührende Geschichten bleiben Pixar-Produktionen die beste Anlaufstelle. Wer Abwechslung schätzt, wird bei CORALINE aber auf ein erfreulich konsequentes Kontrastprogramm zu den knallbunten, zuckersüßen Genregrößen stoßen, das besonders glänzt, wenn es darum geht, kleinen Dingen, wie einem Paar Handschuhe oder  Haustieren, emotionalen Gehalt zu verleihen. Der zurückhaltende, nie bösartige Humor trägt seinen Teil dazu bei, eben jene Sympathie hervor zu rufen, die man sich von einem Film wie diesem wünscht.</p>
<div id="attachment_2689" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_2.jpg" rel="lightbox[2685]"><img class="size-full wp-image-2689" title="Kurz darauf begriff er die Bedeutung von &quot;ohrenbetäubendem Applaus&quot;." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Coraline_2.jpg" alt="" width="460" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Ein gutes Beispiel dafür, was eine Stubenfliege kurz vor ihrem Tod erblickt.</p></div>
<p>Um noch einmal auf den einleitenden Gedanken zurückzukommen: Ungeachtet der erwartungsvollen Begeisterung, die ALICE IM WUNDERLAND allerorts entgegengebracht wird, kann man es niemandem verdenken, sich an Burtons Stil satt gesehen zu haben. (Allein die Omnipräsenz von Helena Bonham Cartern schadet der Magie seiner Welten und Werke mittlerweile mehr, als sie nützt.)<br />
Auch CORALINE hat stilistisch einen hohen Wiedererkennungswert, der allerdings nicht weiter stört, schaffen es doch wenige Animationsfilme dieser Art auf die Leinwand. So vermag das eigenwillige Märchen die wenig überraschende Handlung mit dem erwarteten Potpourri an schrägen Charakteren und kruden Ideen erfolgreich zu übertünchen.</p>
<p>Ein schöner Film für einen regnerischen Nachmittag.<br />
Mit 9 in den Startlöchern aber (noch) keine neue Referenz.</p>
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