Wall-E.
Friday, April 10th, 2009
Nimmt man als Maßstab, wie schwer es war, den Film im Verleih in die Finger zu bekommen, muss WALL-E auch jetzt noch ein Riesenerfolg sein. Und wie viele andere, heiß begehrte Filme erreicht auch dieser nicht ganz die Höhen, auf die der Hype die Erwartungsmesslatte gelegt hatte. Selbiges gilt für den allseits gelobten Kurzfilm PRESTO, dem ich wenig abgewinnen konnte.
So viel Charme der titelgebenden Roboter auch hat, der Mangel an Artikulationsvermögen und die zwangsweise reduzierte Mimik belassen ihm nur Gesten und Taten, um ins Herz der Zuschauer zu rollen. Dass es WALL-E also schwerer hat, diesbezüglich andere Pixar-Produktionen zu erreichen, ist verständlich.
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Yeah, I know. Lange genug hat es gedauert. Die penetrante Werbekampagne ist verdrängt, der Film so gut wie vergessen, endlich Gelegenheit also, sich Jerry Seinfelds animiertes Baby halbwegs unvoreingenommen anzusehen. Die Frage, die sich schon nach wenigen Minuten aufdrängt: Reicht es heute noch aus, einfach nur »putzig« zu sein? Und kann ein Film, der wenig anders als »ANTZ mit Bienen« darstellt, überhaupt – here comes the pun – noch einen Stich machen?
Zugegeben: Es dauerte einen guten Teil der circa 106 Minuten, bis ich verstanden hatte, was dieser Film eigentlich sein wollte. Die Grundidee – mehr war mir nicht mehr bekannt – ist originell und herrlich skurril, trotzdem muss man humoristisch schon leichte Beute sein, will man LARS AND THE REAL GIRL als Komödie bezeichnen. Für ein Drama hingegen wirkt er zu still, sanft und harmlos. Die erzählerischen Töne, die im Verlauf der eigenartigen Selbstheilung des psychisch lädierten Lars angeschlagen werden, rangieren durchweg auf einer sehr dezenten Skala. Bleibt somit nur die Tragikomödie als mögliche Option übrig, und damit liegt man wohl am Besten, denn charmant und rührend ist der Film durchaus.