Adam (Joseph Gordon-Levitt) ist 27 Jahre alt, als er aus heiterem Himmel eine Diagnose erhält, die sein bis dato sehr stilles, geordnetes Leben aus den Fugen hebt: Er hat Krebs, noch dazu eine seltene Form. WEITER
DER BIBER mit Mel Gibson ist einer jener Filme, die sich aus verschiedensten Richtungen angehen lassen. In einer Zeit, in der Mel Gibson mehr Persona non grata denn beliebter Darsteller scheint, fällt es schwer, diesen Film nicht als Liebeserklärung zu sehen, zumal mit Jodie Foster eine der wenigen Personen Regie führte, die ihm trotz all seiner privaten Eskapaden die Treue gehalten hatten. WEITER
Angenommen, Beavis and Butthead hätten diese Woche Premiere – wie wäre die Resonanz? Würde das Konzept heute noch funktionieren? Würde man ihr Lachen imitieren? Ihre Witze zitieren? Kurz gesagt: Wären die beiden noch popkulturell relevant? WEITER
Wer häufiger hier liest, hat längst die leidvolle Erfahrung gemacht, dass ich mir für wenige Wortspiele zu schade bin. Ich bin mir der Schändlichkeit meines Schreibstils bewusst, und doch: wann immer ich Besserung gelobe, kommt ein Film wie UP IN THE AIR daher, und macht sämtliche guten Vorsätze in einem Streich zunichte. Und so muss ich mit Bedauern folgendes nieder bringen: WEITER
Nett ist der kleine Bruder von Scheiße, betone ich gern. Wenn sich aber der Großteil aktueller Komödien in eben jener suhlt, und die Gürtellinie irgendwo am Firmament verblasst, kann dieses Urteil hier nicht gelten. HORRIBLE BOSSES ist eine nette Komödie, die in keiner Weise Maßstäbe setzt, mit ihrer sympathischen, wenig aufgeregten Art jedoch deutlich mehr Anerkennung verdient als Genrekollegen wie HANGOVER.
Ein in diesem Blog zuletzt recht inflationär verwendeter Begriff ist „sympathisch“. Daran sind die besprochenen Filme sicher nicht unbeteiligt, denn Mittelmaß verdient nun mal nicht mehr. Trotzdem wäre es angemessen, das Wort vorerst zu meiden, und sei es nur, um konkretere Aussagen zu erzwingen. Bei GREEN HORNET fällt das jedoch schwer, denn kein anderes Wort beschreibt diesen Film besser.
Welche Daseinsberechtigung hat ein Film wie DAS A-TEAM? Ein Film, der auf einer Serie basiert, die fast 30 Jahre auf dem Buckel hat. Eine Serie, die damals ein Millionenpublikum erreichte, angeblich noch heute Kinder und Jugendliche begeistert und bei vielen, mittlerweile erwachsenen Fans Kultstatus genießt. Was darf man erwarten, womit muss man leben, wie gut kann er sein? WEITER
Wer kann schon von sich sagen, gerne manipuliert zu werden? Dabei existiert kaum ein Medium, seien Geschichten, Bilder oder Musik, das es nicht zumindest versucht. Besonders Kinderfilme machen keinen Hehl daraus, was sie erreichen möchten. Über die Schauwerte und Schenkelklopfer hinaus sind sie meist einfach gestrickte Erzählungen mit einer klaren Botschaft und kindgerechten Lebensweisheiten. Und das ist auch gut so. WEITER
1994 drehte ein bis dahin praktisch unbekannter Regisseur einen Film über zwei Taugenichtse, die in benachbarten Läden arbeiteten und den ganzen Tag damit verbrachten, Unsinn zu reden, sich mit ihren neurotischen Kunden anzulegen und jeder Art von Verantwortung tunlichst aus dem Weg zu gehen. Die Dialoge waren frech, die Witze kompromisslos und jede zweite Szene perfekt zitierbar. WEITER
Wer heute noch Buddy-Movies drehen will, muss schwere Geschütze auffahren. Die Blütezeit ist längst vorbei, die BAD BOYS und LETHAL WEAPONS wurden von prolligen Komödien auf der einen und derben Gangsterstreifen auf der anderen Seite abgelöst. WEITER
Wer ständig Andere kritisiert, muss auch Bereitschaft zeigen, selbstkritisch zu sein. Deshalb sei an dieser Stelle eingestanden, dass es schon eine ganz besondere Form von Dummheit braucht, einen Film mit dem Titel NORWEGIAN NINJA anzusehen, und davon ernsthaft mehr als grenzdebilen Mist zu erwarten.
Zum Lieferumfang handelsüblicher Serienkiller-Thriller gehört genau ein Psychopath. Je nachdem, wo man bestellt, erhält man eventuell noch einen manischen Ermittler als Dreingabe. Ausnahmen gibt es, doch selbst diese stellt GOOD NEIGHBORS mühelos in den Schatten, denn der kanadische Indie-Streifen kommt mit sage und schreibe drei Verrückten daher, die als benachbartes Protagonistentrio alle Hauptrollen abdecken.
Woran man merkt, dass man zu aktuellen Liebesfilmen und romantischen Komödien wenig Bezug hat? Wenn die erste Genre-Referenz, die spontan in den Sinn kommt, HARRY UND SALLY ist, dicht gefolgt von CASABLANCA. Ist man dann darüber hinweg, sich ganz schrecklich alt zu fühlen, folgen vielleicht weitere Titel. THE SCIENCE OF SLEEP, ETERNAL SUNSHINE OF A SPOTLESS MIND, REALITY BITES, BEFORE SUNRISE sowie SCHLAFLOS IN SEATTLE, HAUTNAH oder meinetwegen auch KEEPING THE FAITH. WEITER
Einen Film wie MACHETE an erzählerischen und qualitativen Standards messen zu wollen, macht in etwa so viel Sinn, wie die 10 Gebote auf einen Barsch anzuwenden. Keinen. Klar sollte jedoch sein: Rodriguez liebt es, im Schlamm zu wühlen. Und, um noch gehässiger zu werden, alten Dreck nach oben zu ziehen, um sich dann davon zu ernähren, was er darin finden. Das zeugt von einem gewissen Chuzpe, muss aber nicht jedem gefallen. Ob der einleitende Satz als Qualitätsurteil oder Schuldspruch ausgelegt werden sollte, ist somit eine reine Glaubensfrage.
Wer Filme liebt, muss einfach für die Coen Brüder schwärmen. Die Titel, aus denen sich ihr bisheriges Werk zusammen setzt, lassen keine andere Reaktion zu. Ihr Gespür für schräge Charaktere und krude Dialoge, für eigenwillige Geschichten und abstruse Situationen hat Joel und Ethan Coen berühmt gemacht, und erlaubt auch die aktive Verdrängung der wenigen mittelprächtigen Titel wie LADYKILLERS und EIN UNMÖGLICHER HÄRTEFALL, die zwar nett anzusehen waren, über weite Strecken aber uninspiriert wirkten.