Kill List

Es ist recht leicht, KILL LIST zu hassen. Er ist brutal, obszön und moralisch mehr als fragwürdig. Eine tour de force über einen Ex-Soldaten, der aus Geldnot einen alten Freund bei einer Reihe von Auftragsmorden unterstützt, die bald völlig außer Kontrolle geraten.

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End of Animal

Ein Taxi holpert auf einer schmalen, unbefestigten Straße durch eine karge Landschaft. Der Passagier, eine schwangere Frau, ist aus Seoul angereist, um ihre Mutter zu besuchen. Als ein Anhalter darum bittet, mitgenommen zu werden, erteilt sie aus Höflichkeit ihre Erlaubnis, bloß um diese bereits Augenblicke später zu bereuen.

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Devil

Vor gut fünf Jahren, als ich noch besser über aktuelle Filme informiert war, hörte ich bei einer Busfahrt, wie sich ein paar Teenager über Quentin Tarantinos neuen Film HOSTEL unterhielten. Ich erinnere mich noch an die grimmig-amüsierte Verachtung, die ich empfand, als mir klar wurde, wie gut diese albernen “präsentiert von”-Zusätze tatsächlich funktionieren. Es hat lange gedauert, bis mir ein ähnlicher Fehler unterlief. Bedauerlich, dass dies der einzige Grund bleiben wird, warum ich DEVIL nicht vergessen werde.

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Troll Hunter

André Øvredal liebt seine Heimat und ihre Legenden. Vermutlich zumindest, denn sie waren Grund genug, 10 Jahre nach seinem ersten (und letzten) abendfüllenden Spielfilm wieder als Regisseur und Drehbuchautor aktiv zu werden. 
Was die Vermarktbarkeit betrifft, macht er dabei auch gleich etwas richtig, denn Troll Hunter lässt sich mit wenigen Worten ebenso griffig wie treffend beschreiben: Blair Witch Projekt mit Trollen. 

Das war es dann auch schon. Wir haben eine junge Filmcrew, die in die Pampa reist, um einer fixen Idee hinterher zu jagen (in diesem Fall einem Interview mit einem Wilderer), einen wahren Höllentrip durchlebt und letztlich spurlos verschwindet. Bis es so weit ist, darf viel mit der Kamera gewackelt und herum geschrien werden. Und bis es überhaupt SO WEIT ist, wird sinnlos herum gefilmt, um die Figuren beiläufig einzuführen.

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Enter the void

Was für ein Film! ENTER THE VOID kann man mit einer Inbrunst hassen, die ihresgleichen sucht. Nicht, weil er per se viel Angriffsfläche bietet, sondern weil er bedingungslose Hingabe vom Zuschauer verlangt. Sperrig erzählt, gewöhnungsbedürftig gefilmt und unkonventionell strukturiert vermag er – wortwörtlich – von der ersten Sekunde an auf die Nerven zu gehen. Wem es aber gelingt, sich auf ihn einzulassen, wird in hohem Maß dafür entlohnt. ENTER THE VOID ist ein Film, in dem man sich verlieren kann – ja, muss – und der, wenn dies vollbracht ist, zu einer Reise wird, die noch lange im Zuschauer nachhallt.

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Die Tür

Der größte Spoiler vorweg: Die Tür ist streng genommen keine Tür, sondern ein Tunnel. Ein magischer, ja geradezu magnetischer Tunnel, denn neben dem Protagonisten finden noch ein paar Leute mehr ihren Weg in die ach so verborgene Parallelwelt, welche – die Leistungsbereitschaft von Paralleldimensionen hat in den letzten Jahren offenbar dramatisch nachgelassen – der unseren um gut fünf Jahre hinterherhinkt.

Nun, da dieses titelgebende Missverständnis aus dem Weg geschafft ist, ein Geständnis. So wirklich begriffen, was diese deutsche Produktion sein möchte, habe ich nicht. Einerseits ist es den Machern geglückt, eine Geschichte mit der Kamera einzufangen, die auch eine große, englischsprachige Genreproduktion sein könnte. Das kann man gut finden oder auch nicht, letztendlich spielt es sowieso keine Rolle, denn: Auf der anderen Seite haftet dem Ganzen immer noch der Beigeschmack eines typischen,  deutschen TV-Films an.

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Inception

Eines muss eigentlich am Anfang wie auch am Ende dieser Kritik stehen, denn es behält trotz diverser Nörgeleien seine Gültigkeit: INCEPTION hat jegliches Lob, das ihm von Zuschauern und Presse zugedacht wurde, verdient. Eine – zumindest in dieser Form – unverbrauchte Grundidee, eine durchweg saubere und packende Inszenierung, gute Darsteller und vor allem eindrucksvolle Effekte, deren Einsatz sich tatsächlich an den Bedürfnissen der Handlung orientiert, statt umgekehrt. Was will man mehr?

Gut, eine Sache wäre da. Zwei, um genau zu sein. So beschämend es sich auch anfühlt, angesichts der hohen Qualität überhaupt von Mängeln zu sprechen, fehlte mir ein Quäntchen Intensität zu echter, ungebremster Begeisterung. Dies mag den hohen Erwartungen geschuldet sein, muss aber erwähnt werden, um den spürbaren Mangel an Euphorie in diesen Zeilen zu erklären.

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Illuminati

Die Schnitzeljagd (oder: Schnipseljagd) hat Tradition, bietet sie – als Krimi, Abenteuerfilm oder Agententhriller getarnt – doch den willkommenen Vorwand, einen oder mehrere Protagonisten quer über den Globus zu hetzen, und so den mehr oder minder inspirierten Plot mit malerischen Drehorten zu dekorieren. Dass ILLUMINATI einer jener Filme ist, sollten nicht nur Kenner der Romanvorlage bereits mitbekommen haben.

Im Gegensatz zu einem Buch, das den Leser per Definition aktiver ans Geschehen bindet als ein Film, lässt die von Tom Hanks geführte Rom-Tour jedoch viel Luft zum Stellen unbequemer Fragen, allen voran: warum man ausgerechnet einen Synchronsprecher für Hanks nehmen musste, dessen quäkige Stimme in Kombination mit seiner bierernsten Visage unfreiwillige Komik heraufbeschwört.

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