Heartless.
Saturday, May 15th, 2010
Vor ein paar Monaten stellte FRANKLYN bedauernswerterweise zur Schau, dass auch ein frischer Wind den Geruch von faulen Eiern mit sich tragen kann. Trotz aller Ambitionen, seinem Genre etwas Neues abzugewinnen, wenn nicht sogar ein eigenes zu schaffen, vermochte er in keinem Punkt richtig zu überzeugen. HEARTLESS scheitert ebenfalls bei dem Versuch, wichtige Schlaglöcher zu umfahren, und donnert statt dessen mit Karacho in eine Sackgasse anstrengender Belanglosigkeit.
Aber beginnen wir von vorn.
Zu Beginn ist vom Willen zur Innovation nicht viel zu merken. Ein junger, durch ein schlimmes Muttermal entstellter Fotograf streift durch die heruntergekommenen Teile Londons um Fotos von Hausruinen und Verfall zu schießen. So weit, so klischeebeladen. Als er beim späteren Entwickeln der Fotos in einem Fenster eine geisterhafte Fratze entdeckt, hat er natürlich nichts Besseres zu tun, als mitten in der Nacht zu jenem Haus zurück zu kehren und den Dingen auf den Grund zu gehen, wobei er gleich mal Hausfriedensbruch begeht.

