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	<title>The AcidBar &#187; schrott</title>
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	<description>...schreibt Romane, Kurzgeschichten, Fast Fiction und alles, wozu er sonst noch Worte findet. Wenn es drauf ankommt, fehlen sie dann.</description>
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		<title>Mindhunters.</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 13:56:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[So weit ist es nun schon. Ich verhalte mich wie Teenager in einem Horrorfilm. Statt die offensichtlichen Zeichen (B-Movie-Cover, Christian Slater) zu befolgen, höre ich auf den Rat der unbedenklich scheinenden Einheimischen und nehme einen Film mit nach Hause, für den ich normalerweise nicht einmal aus purem Mitleid bei strömendem Regen angehalten hätte. Zwei Stunden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/09/02/mindhunters/"><img class="alignnone size-full wp-image-3099" title="mindhunters_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/mindhunters_poster.jpg" alt="" width="180" height="246" /></a>So weit ist es nun schon. Ich verhalte mich wie Teenager in einem Horrorfilm. Statt die offensichtlichen Zeichen (B-Movie-Cover, Christian Slater) zu befolgen, höre ich auf den Rat der unbedenklich scheinenden Einheimischen und nehme einen Film mit nach Hause, für den ich normalerweise nicht einmal aus purem Mitleid bei strömendem Regen angehalten hätte. Zwei Stunden später finde ich mich auf meiner eigenen Couch wieder und winde mich vor Schmerzen. MINDHUNTERS, so der Name meines Peinigers, ist ein Psychothriller aus dem Jahr 2004, in dem eine Gruppe angehender FBI-Profiler von einem Serienkiller mit einer Vorliebe für perfide Fallen im übertragenen wie wörtlichen Sinne auseinandergenommen wird. Im Gegensatz zu SAW, der im gleichen Jahr startete, handelt es sich hierbei jedoch um Fallen, die nicht auf Folter und ein eventuelles Überleben ausgelegt sind, sondern um heimtückische, ebenfalls individuelle für jedes Ziel konzipierten Attacken, die keinerlei Chance auf Überleben einräumen sollen.<br />
<span id="more-3098"></span><br />
Das Ganze wird als »battle of the minds« verkauft und hätte als solches auch einen sehr soliden Unterhaltungswert besitzen können, wäre da nicht das Drehbuch, dass der Prämisse einen derart dicken Strich durch die Rechnung macht, dass man nicht einmal mehr erkennen kann, was als Gesamtsumme unten heraus kommen sollte.</p>
<p>Das Problem des Drehbuchs, und somit des gesamten Films, ist nämlich, dass sich Autor Wayne Kramer gehörig verhoben hat, als er sich der Gruppe hochintelligenter Studenten annahm. Diese unterscheiden sich kein Stück von den bescheuerten, übermäßig neurotischen Volldeppen, welche die üblichen Slasher bevölkern. Im Gegenteil, sie lassen manche ihrer Genrekollegen richtig gut aussehen, denn der »damaged goods«-Anstrich, den Kramer seinen Figuren verleiht, resultiert in Sprechtext und Aktionen, die haarsträubender kaum sein könnten. Man muss es schon selbst erleben, um zu glauben, wie bescheuert die Figuren sind, und was sie stellenweise von sich geben.</p>
<p>Der Klarheit wegen sei betont: Natürlich ist es legitim, Figuren austicken zu lassen, sobald sie in Situationen geraten, von denen sie sich heillos überfordert fühlen. Die Frage ist nur, in welchem Kontext man diese Figuren einführt und wie man diese zu Beginn des Films charakterisiert hat. Bedenkt man, dass es sich hier um Spezialisten am Ende ihrer Ausbildung handeln soll, die (damit wird der Film eröffnet) bereits in eindringlichsten Simulationen auf die Probe gestellt wurden, kann man beim Besten willen nicht mehr argumentieren, dass irrationales Verhalten solcher Ausmaße nur natürlich wäre, denn es lässt den selben Mangel an Selbsterhaltungstrieb erkennen, über den man bei anderen Produktionen den Kopf schüttelt. Davon abgesehen findet auch keine Entwicklung statt, die eine zunehmende Furcht erkennen lässt. Statt dessen verfallen die Charaktere so widerstandslos dem paranoiden Wahn wie die Dominosteine der ersten Falle um.</p>
<p>Was Val Kilmer, Christian Slater und LL Cool J (ja, genau der), in dieser Produktion verloren haben, und was genau sie mit ihrer Leinwandzeit anfangen, soll hier außen vor bleiben. Auch diese Kombination hätte, zumindest zum damaligen Zeitpunkt, Warnung genug sein sollen. Empfehlen kann man MINDHUNTERS jedenfalls nur absoluten schmerzbefreiten Genre-Junkies, denen glaubwürdige Dialoge und Wendungen vollkommen schnuppe sind, solange nervtötende Charaktere auf kreative Weise das Zeitliche segnen. Alle anderen werden sich über das Ende, dass noch die ganze Fadenscheinigkeit der Geschichte entblößt, kaum mehr aufregen können. Denn glücklicherweise schaltet sich ja ab einem gewissen Pensum an Pein der menschliche Geist einfach ab.</p>
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		<title>Legion.</title>
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		<pubDate>Tue, 31 Aug 2010 14:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich vorgestern beim Frühstück mit einem sehr klugen Menschen über Filme redete, bekam ich endlich die Bestätigung dafür, was ich schon lange vermutet habe. Es ist nicht nachvollziehbar, warum in diesem Weblog ständig Rezensionen offensichtlich mieser Filme auftauchen, die sich dann auch entsprechend aufgebracht lesen, wo doch von vorneherein klar gewesen sein muss, was [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/31/legion/"><img class="alignnone size-full wp-image-3050" title="LEGION" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/legion_poster.jpg" alt="" width="180" height="233" /></a>Als ich vorgestern beim Frühstück mit einem sehr klugen Menschen über Filme redete, bekam ich endlich die Bestätigung dafür, was ich schon lange vermutet habe. Es ist nicht nachvollziehbar, warum in diesem Weblog ständig Rezensionen offensichtlich mieser Filme auftauchen, die sich dann auch entsprechend aufgebracht lesen, wo doch von vorneherein klar gewesen sein muss, was mich als Zuschauer erwartet.</p>
<p>Normalerweise ist die Antwort darauf, warum ich mich wider besseren Wissens solchen Machwerken aussetze, etwas komplizierter. Im Falle von LEGION, der bereits und zu Recht von vielen Seiten eine gescheuert bekam, ist die Antwort hingegen ganz einfach: Paul Bettany. Der bald 40-jährige Brite hat sich nicht nur verdammt gut gehalten, sein durchdringender Blick hat mehr als nur einen Film visuell aufgewertet, allen voran den eher enttäuschenden GANGSTER No1, den er mit seiner persönlichen Tour de Force vor dem absoluten Aus rettete. So auch meine Hoffnung für LEGION.</p>
<p><span id="more-3049"></span><br />
Blöd nur, dass Bettany tatsächlich der bzw. das Einzige ist, was sich an LEGION länger als eine Minute ertragen lässt, ohne zähneknirschend und mit geneigtem Haupt in die Knie zu sinken. Das passt dann zwar von der Geste her gut zu dem religiös-martialischen Apokalypsenkompott, der einem präsentiert wird, den Herrn im Himmel eines Actionfilmes wegen um Erlösung zu bitten, ist aber eher traurig und wenig erfolgversprechend. Also bleibt einem nicht mehr, als fassungslos zu beobachten, wie sich der kleine, technisch passable Streifen mit jeder Dialogzeile tiefer in die Scheiße reitet.</p>
<p>Anstelle einer Kritik, die in diesem Falle ohnehin auf eine Protokoll des Geschehens hinauslaufen würde, biete ich diesmal eine Liste, der Fragen, die sich beim Ansehen von LEGION unweigerlich aufdrängten, in fast chronologischer Reihenfolge:</p>
<p>01. Wer um alles in der Welt hat diese Dialoge geschrieben?<br />
02. Soll ich irgend eine dieser Figuren mögen oder auch nur vage interessant finden?<br />
03. Bekommt man für solch eine Story eigentlich Unterstützung aus Kirchenfonds?<br />
04. Wer kam eigentlich auf die Idee, dass Aggro-Omas lustig sind?<br />
05. Sind die Drehbuchautoren die selben wie bei MADAGASCAR 2?<br />
06. Wer zum Teufel hat diese Dialoge verbrochen? Und wo wohnt der?<br />
07. Das Diner heißt »Paradise Falls«? Ernsthaft?<br />
08. Oh Gott, die fangen ja erst AN, zu erzählen.<br />
09. Ich bin sicher, der Film wäre cooler, wenn ein <a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/07/26/reise-zum-mittelpunkt-der-erde/" target="_blank">T-Rex</a> auftauchen würde.<br />
10. Hören die auch mal wieder auf, Unsinn zu reden?<br />
11. Offensichtlich nicht.<br />
12. Darf ich mich trotz der Prämisse ärgern, was für ein verklärt-religiöser Mist das ist?<br />
13. Mittlerweile würde ich mich sogar mit einem Velociraptor zufrieden geben.<br />
14. Oder einer Kröte.<br />
15. Mehr ballern, weniger faseln, Leute.<br />
16. Ach komm.<br />
17. Gott sei Dank. Vorbei.</p>
<p>Für jene, die es noch nicht gemerkt haben: LEGION leidet am meisten unter seinen Dialogen, die sich bis auf wenige Sprüche von Dennis Quaid ausschließlich und absolut unrealistisch anfühlen. Dem Drehbuch gelingt es nicht, die offensichtliche Exposition, die jedem Charakter zuteil wird, zu kaschieren, was darin resultiert, dass man ununterbrochen den Drehbuchautor heraus hört. Das geht soweit, dass man sich statt dessen die idiotischen One-Liner herbeiwünscht, die andere Actionfilme auszeichnen und natürlich auch hier nicht fehlen. Es klingt banal, zu sagen, dass es unglaubwürdig wirkt, wann und auf welche Weise die Figuren ihr Innenleben offenbahren. Das die Worte, die sie wählen, und die Einsichten, die sie äußern, so in dieser Form nicht glaubwürdig sind. Aber genau dieser Faktor ist es, der den Film selbst unter Trash-Aspekten schwer verdaulich macht.</p>
<p>Man kann somit nur jedem raten, die Finger von LEGION zu lassen. Wer nicht auf die Atmosphäre verzichten will, sollte sich statt dessen mit einer Bettany-Autogrammkarte in die nächstbeste Kirche setzen.</p>
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		<title>Dead Space: Downfall.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 11:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bitte weiterscrollen, hier gibt es nichts zu sehen. Der einzige Grund, warum ich auch nur ansatzweise auf die Idee kam, mir DEAD SPACE: DOWNFALL anzusehen, ist meine hingebungsvolle Liebe zu dem gleichnamigen 3rd Person Shooter DEAD SPACE, dessen Erscheinen dieser Anime 2008 begleitete. Von mehr als einer Marketingmaßnahme kann hier allerdings nicht die Rede sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/30/dead-space-downfall/"><img class="alignnone size-full wp-image-3026" title="deadspacedownfall_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/deadspacedownfall_poster.jpg" alt="" width="180" height="259" /></a>Bitte weiterscrollen, hier gibt es nichts zu sehen. Der einzige Grund, warum ich auch nur ansatzweise auf die Idee kam, mir DEAD SPACE: DOWNFALL anzusehen, ist meine hingebungsvolle Liebe zu dem gleichnamigen 3rd Person Shooter DEAD SPACE, dessen Erscheinen dieser Anime 2008 begleitete. Von mehr als einer Marketingmaßnahme kann hier allerdings nicht die Rede sein, denn für sich genommen besteht dieses Machwerk keine 2 Minuten, bevor es in seiner eigenen Minderwertigkeit verglüht.</p>
<p>DEAD SPACE: DOWNFALL ist in jeglicher Hinsicht eine Katastrophe, die technisch nicht einmal als Bonusmaterial überzeugen könnte. So wäre der Stil, gemessen an anderen Anime-Filmen, schon 1998 zeichnerisch veraltet gewesen. Aus jener Zeit sind mir jedenfalls  Produktionen bekannt, die trotz überschaubarem Budget das hier Gezeigte bei weitem übertreffen.<br />
<span id="more-3025"></span></p>
<p>Zu allem Überfluss ist es aber nicht nur die billige Umsetzung, sondern auch der schwache Plot, der sich sehr schnell in all seiner Simplizität und Oberflächlichkeit offenbart. Auch schlichen sich Fehler in die Produktion, die gemessen an Ziel und Zielgruppe nicht passieren dürften. Wenn sich wiedererkennbare Figuren und Orte von denen des Spiels, dass der Film unterstützen soll, maßgeblich unterscheiden, darf man die Frage stellen, welcher Produzent Drehbuch und Storyboard abgenickt hat. Ganz abgesehen davon, dass das Spiel selbst durch die dort eingestreuten Audio-Files, Tagebucheinträge und Videosequenzen weitaus mehr an Informationen, Hintergründen und Atmosphäre/Stimmungen transportiert. Man kann dem Film demnach nicht einmal zugutehalten, dem Fan zusätzliche Einblicke in die Vorgeschichte des Spiels zu verschaffen, was der geringste Grund sein sollte, für diese DVD Geld auszugeben.</p>
<p>Manchmal wird man bitter dafür bestraft, Fan eines Franchise zu sein. Jeder, der STAR WARS kennt, kann ein Lied davon singen. Auch für mich war es nicht das erste, und ganz sicher nicht das letzte Mal, dass die Nachhaltigkeit meiner Begeisterung auf die Probe gestellt wird. Grundlegend spricht nichts dagegen, aus einer guten Idee mehr zu machen, einen Franchise zu kreieren  und somit ein vielschichtigeres Erlebnis zu schaffen. Schade nur, dass  es bislang meist nur unausgereifte Ergebnisse bringt, wie auch die  Kurzfilme im Vorfeld des ALAN WAKE Release zeigten.</p>
<p>DEAD SPACE: DOWNFALL ist jedenfalls Schund und lässt nur hoffen, dass es dem Spielerfolg nicht geschadet hat. Da der zweite Teil bereits auf Messen präsentiert und kommendes Jahr veröffentlicht wird, besteht hier wohl keine Gefahr. Vielleicht wird ja auch der nächste Anime, der ebenfalls angekündigt wurde, etwas besser. Mein Karma dafür müsste gut stehen. Meine Sünden habe ich jetzt ja abgebüßt.</p>
<p>Abschliessend der Spieltrailer als Ausgleich.</p>
<p><object width="460" height="325"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/IbXwL8IcNJc?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/IbXwL8IcNJc?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="460" height="325"></embed></object></p>
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		<title>Daybreakers.</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 10:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist mal wieder Zeit für eine neue Regel, also aufgemerkt: Je schicker der Trailer für einen Genrefilm wirkt, desto beschissener ist wahrscheinlich das abendfüllende Endergebnis. Spontan denke ich hier an UNDERWORLD und 28 WEEKS LATER. Seit kurzem auch an DAYBREAKERS. Zugegeben: Ich hab es mit Vampirfilmen nicht so. Wie mittlerweile auch bei Zombiefilmen muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/05/04/daybreakers/"><img class="alignnone size-full wp-image-2773" title="Daybreakers Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers1.jpg" alt="" width="180" height="267" /></a>Es ist mal wieder Zeit für eine neue Regel, also aufgemerkt: Je schicker der Trailer für einen Genrefilm wirkt, desto beschissener ist wahrscheinlich das abendfüllende Endergebnis. Spontan denke ich hier an UNDERWORLD und 28 WEEKS LATER. Seit kurzem auch an DAYBREAKERS.</p>
<p>Zugegeben: Ich hab es mit Vampirfilmen nicht so. Wie mittlerweile auch bei Zombiefilmen muss ich darauf achten, ein gewisses »Film/Jahr«-Pensum einzuhalten, da aus wiederholter Enttäuschung sonst Abneigung, später physisch spürbarer Widerwillen wird. Bei DAYBREAKERS, einem postapokalyptischen Vampirstreifen mit Sam Neill, Willem Dafoe und Ethan Hawke, schien es an der Zeit, sich zu  überwinden. Das Ergebnis waren gut zwei Stunden gequältes Herbeisehnen eines Abspanns, der einfach nicht kommen wollte.</p>
<p><span id="more-2770"></span></p>
<div id="attachment_2772" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers2.jpg" rel="lightbox[2770]"><img class="size-full wp-image-2772" title="Nein, das sind nicht Hudson Hawke und Willem Tell." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers2.jpg" alt="" width="460" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Zeitgemäße Herrenmode trifft auf zeitgemäße Waffentechnik.</p></div>
<p>Zugegeben 2: Die Besetzung war eine Warnung, die man nicht hätte ignorieren dürfen. So sehr ich Neill, Dafoe und Hawke auch mag, jeder von ihnen hat bei seiner Filmwahl mehr als nur einmal heftig enttäuscht. Im Fall von Neill und Dafoe sollte man sogar von einem Abgleich absehen, das Resultat könnte ernüchternd sein.</p>
<p>Was hat der Film also zu bieten, abgesehen von einem Titel, den man wörtlicher kaum nehmen kann (jedenfalls, wenn man sich den Tag kaputt machen will). Die Ernüchterung setzt quasi bereits mit dem Kennenlernen den Protagonisten ein. Die aufgesetzte Schwermut von Hawkes Charakter (Name schon wieder vergessen) nervt, lange bevor sich die Handlung als absoluter Quark enttarnt. In gewissem Sinne erinnert seine Passivität an das extrovertierte Leiden von Brad Pitts Charakter Louis de Pointe du Lac (übersetzt: Louis, dem die Daseinsberechtigung fehlt) in INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR. Als Hauptfigur eine denkbar schlechte Wahl, die darin resultiert, dass man sämtlichen Nebenfiguren &#8211; selbst den Antagonisten &#8211; mehr Dialoge und zum Teil auch mehr Erfolg in ihrem Bemühungen wünscht. Abgesehen davon sieht es auf deren Seite aber nicht viel sonniger aus.</p>
<p>Sam Neill darf mal wieder finster sein, versteckt sich aber hinter der blassen Schminke und trägt seine banalen Zeilen mit einer Zufrieden- und Gelassenheit vor, der man fast anmerken kann, wie sehr es ihn beruhigt, seine Karriere in trockenen Tüchern und nicht von diesem Film abhängig zu wissen.<br />
Willem Dafoe als Widerstandskämpfer scheint komplett austauschbar, vor allem da sein Sprechtext ein paar der generischsten, bemühtesten One-Liner enthält, die der Film zu bieten hat. Seine Inszenierung als »coole Sau« ruft leider nur in Erinnerung, um wie viel besser James Woods in JOHN CARPENTERS VAMPIRES diesen trashigen Archetyp im Griff hatte.</p>
<div id="attachment_2775" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers3.jpg" rel="lightbox[2770]"><img class="size-full wp-image-2775" title="Ihr wisst, nur einer von euch kann Germanys Next Armbrustmädel werden..." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers3.jpg" alt="" width="460" height="308" /></a><p class="wp-caption-text">Gar nicht so selten: Eine ménage à trois in der Partnerberatung. Scheint aber ein recht hoffnungsloser Fall zu sein.</p></div>
<p>Die Handlung selbst ist kaum einer Erwähnung wert, soll der Fairness halber aber knapp erläutert werden, also: Vampire haben die Menschheit versklavt und nutzen sie als Zapfsäulen. Die fortgeschrittene Technik erlaubt eine voll automatisierte Ernte, eingegliedert in ein schattenhaftes Abbild unserer kapitalistisch geprägten, modernen Zivilisation. Als sich die Menschheit der Ausrottung nähert, die Blutreserven zu  Neige gehen und immer mehr Vampire aus Blutmangel zu Monstern degenerieren, wird die Bevölkerung zunehmend unruhig. In der wachsenden Verzweiflung gerät ein standhafter Blutforscher (Hawke), der  sein Dasein als Vampir verabscheut und mit dem Finden einer Ersatzlösung betreut ist, an eine Zelle menschlicher Widerstandskämpfer, angeführt von einem »ehemaligen« Vampir (Dafoe), die ihn für sich gewinnen können und versprechen, ihn ebenfalls zurück zu verwandeln. Von sich, seiner Rasse im allgemeinen und seinem Boss (Neill) im speziellen angewidert, verbündet sich Hawke mit Dafoe und nimmt den Kampf für &#8211; oder gegen, je nachdem &#8211; sein eigenes Volk auf.</p>
<p>Das hier im Kleinen wie im Großen mit dem breiten Pinsel gearbeitet wird, dürfte nicht überraschen. Was aber erstaunt, ist die Dreistigkeit, mit der interessante Themen in irrwitziger Knappheit abgehandelt oder quasi links liegen gelassen werden, während die banale Hatz, das Hin und Her der verfeindeten Parteien, auf die von durchschnittlichen Actionfilmen zu genüge bekannte Weise vor sich hin tröpfelt. Die Inszenierung krankt dabei am alten »Optik vor Inhalt«-Syndrom, denn Sätze, die nicht von einem Minderjährigen geschrieben scheinen, sind in etwa so knapp wie die Blutreserven 20 Minuten vor Filmschluss, als (Wenn das ein SPOILER ist, Pech) nur noch ein paar ausgelutschte Leichen an den Zapfsäulen hängen.</p>
<p>Um das Leid hier schneller zu beenden als der Film, sei eingestanden, dass nicht wenige Leute in der von mir besuchten Vorstellung den Saal mit einem breiten Grinsen verließen. Ich fühlte mich eher so, als hätte ich meine mehrstündige Zugfahrt mit überdrehten, dauerschnatternden Teenagern im selben Abteil hinter mir.</p>
<p>Wer die eingangs im Vergleich genannten Filme mag, und somit die letzten 2 Minuten mit anhaltendem Zweifel diese Kritik überflogen hat, mag durchaus auf seine Kosten kommen. Der Film wagt zumindest einen zaghaften Schritt in Bereiche des Vampirfilms, die noch nicht völlig ausgetreten sind. Wer allen Ernstes einen Film erwartet, der einem die Zähne zeigt, wird jedoch restlos enttäuscht.</p>
<p>THIRST bekommt noch eine Chance, dann ist wahrscheinlich Ruhe bis 2011. Danke, DAYBREAKERS.</p>
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		<title>Avatar.</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 21:25:25 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ach ja, was soll man sagen. Zuerst hatte ich überlegt, diese Rezension auf einer Metaebene zu bestreiten, indem ich eine Pocahontas-Kritik kopiere und einfach die Namen austausche. Aber erstens ist das abmahnfähig und zweitens hätte es sicher kaum jemand verstanden, jedenfalls nicht, wenn man danach geht, was sich im Web so herumtreibt. Die nächste Idee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/02/16/avatar/"><img class="alignnone size-full wp-image-2721" title="Avatar Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_01.jpg" alt="" width="105" height="148" /></a>Ach ja, was soll man sagen. Zuerst hatte ich überlegt, diese Rezension auf einer Metaebene zu bestreiten, indem ich eine Pocahontas-Kritik kopiere und einfach die Namen austausche. Aber erstens ist das abmahnfähig und zweitens hätte es sicher kaum jemand verstanden, jedenfalls nicht, wenn man danach geht, was sich im Web so herumtreibt. Die nächste Idee war, es bei einer selbstironischen Spitze zu belassen und einen Aufguss meiner eigenen Phrasen als Einleitung zu verwenden, im Stil von: <em>»Es gibt Kinofilme, nach deren Besuch man merkt, wie mit jeder Minute die Begeisterung, und somit auch die persönliche Wertung, abebbt. Bei AVATAR stellt sich dieser Effekt weit vor dem Abspann ein.«</em><br />
Haute mich aber auch nicht vom Hocker. Also lassen wir das.<br />
<span id="more-2719"></span></p>
<div id="attachment_2720" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_04.jpg" rel="lightbox[2719]"><img class="size-full wp-image-2720" title="Was schleicht herum und trifft sehr schwer? Der Tiecher mit dem Schiessgewehr." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_04.jpg" alt="" width="460" height="259" /></a><p class="wp-caption-text">Hätte er nicht so kleine Ohren, würde er vermutlich hören, wie sich der Heli von hinten anschleicht.</p></div>
<p>AVATAR ist einfach alles, was die Kritiken besagen. Und weniger. Denn selbst in 3D auf gigantischer Leinwand kann die Sturmflut an Effekten die banale Langeweile nicht ersäufen, welche die Handlung heraufbeschwört. Man sieht sich fast genötigt, dem Film eine seiner wenigen Leistungen vorzuhalten: Die Welt, die James Cameron mit seinem CGI-Overkill erschaffen hat, ist absolut stimmig und leistet sich keine künstlerischen Ausrutscher &#8211; wirkt aber auch nicht fremdartig genug, um dauerhaft zu faszinieren. Ein halbes Dutzend schräge Tierarten und ein paar leuchtende Blumen machen eben aus einem Regenwald keinen faszinierenden, fremden Planeten.</p>
<p>Zugegeben: Die Gesichtsanimationen der Aliens sind hervorragend, Tier- und Pflanzenwelt wirken paradiesisch und exotisch, aber nie übertrieben genug, um sich zu diskreditieren. Die 3D-Effekte werden konsequent und nicht allein um ihrer selbst willen eingesetzt, und fügen sich so nach einer Weile angenehm in das Filmerlebnis ein. Das bunte Treiben macht für eine Weile ordentlich Spaß, und man meint fast, sich an den Bildern niemals sattsehen zu können.</p>
<p>Dieses Gefühl hält ungefähr bis zur Hälfte des Filmes vor. Dummerweise mobilisiert das Drehbuch zum selben Zeitpunkt all seine Reserven. Das esoterische, religiös-verklärte Fantasygebrabbel der Figuren, welches zuvor als leichtes Hintergrundrauschen halbwegs ausgeblendet werden konnte, erreicht zunehmend eine Intensität, bei der sich besten Willens nicht mehr übersehen lässt, was einem da in hübscher Folie dargeboten wird: ein strunzbanaler Fantasyplot auf Grundschul-Niveau, in seiner Harmlosigkeit und Vorhersehbarkeit kaum mehr zu übertreffen. Wer sich in eine Welt, bevölkert von Indianern, die Bäume anbeten und auf Drachen (ja, was sonst bitte?) reiten, als bahnbrechende Science-Fiction verkaufen lässt, ist selbst schuld. Genauso all jene, die sich von derart weichgespülten Konflikten und Erwählten-Fantasien mitreißen lassen, um nach Filmende in der Schlange einer FastFood-Kette darüber zu diskutieren, wie wir doch mit mehr Nähe zur Natur bessere Menschen werden könnten.</p>
<div id="attachment_2723" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_02.jpg" rel="lightbox[2719]"><img class="size-full wp-image-2723" title="Gebannt beobachteten sie das Heranwachsen ihres ersten Uhrzeitkrebses." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_02.jpg" alt="" width="460" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Was ist das, Rambo?&quot; -  &quot;Ein blaues Licht.&quot; - &quot;Was tut es?&quot; - &quot;...&quot;</p></div>
<p>Gegen Ende hin wird das Getöse noch einmal richtig laut, um über ein paar Logikfehler und erzählerische Dreistigkeiten hinweg zu täuschen. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht bereits mit dem Einnicken ringt, sitzt wahrscheinlich in der Nachmittagsvorstellung. Das Positivste, das man wagen kann, ist AVATAR als eine Art Reise in eine fremde Welt zu bezeichnen. Selbst dafür ist er jedoch erschreckend inhaltsarm, werden doch die wenigen, interessanten Fragen und Aspekte (neurale Vernetzung des gesamten Planeten, kulturelle Besonderheiten, Missionierung der Einwohner durch Schulen) in Halb- und Nebensätzen abgehandelt. Es braucht keine Forschung, keine Völkerverständigung, nur einen Helden mit Bierfilz-tauglicher Motivation, der zahlreiche Nebenfiguren voller Inbrunst in den Untergang führt, ohne jemals inne zu halten. Wirft man einen halbwegs klaren Blick auf das Geschehen, kann man nicht umhin, zu erkennen, wie erstaunlich konservativ, angepasst und fundamentalistisch all das Treiben im Kern ist. Das macht aus AVATAR in erster Linie eine unglaubliche Ansammlung verschenkter Chancen,  etwas wirklich Ungewöhnliches, Innovatives oder Provokantes zu zeigen. Der Mut der Macher reichte leider nicht einmal für Polygamie oder ein Kastensystem, dass mehr als »Jäger« kennt.</p>
<p>Schlussendlich dürfte egal sein, was die Kritiker sagen. Der Erfolg gibt Cameron Recht, und so wird AVATAR ganz sicher nicht der letzte seiner Art sein. Aber der Erfolg spricht auch Bände über jene, die ihn zu verantworten haben.</p>
<p>Er spricht Bände über uns.</p>
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		<title>Botched.</title>
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		<pubDate>Fri, 07 Aug 2009 15:00:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das war nun also ein Partyfilm. Lange keinen mehr gesehen. Ich scheine da auch etwas falsch in Erinnerung zu haben, denn bis gestern lebte ich in der Annahme, dass man auf Parties Leute einlädt, die man mag. BOTCHED sollte man aber unter keinen Umständen jemandem zeigen, den man leiden kann. Ich unterstelle sogar, dass die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/08/07/botched/"><img class="alignnone size-full wp-image-2342" title="botched_01" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/botched_01.jpg" alt="botched_01" width="104" height="148" /></a>Das war nun also ein Partyfilm. Lange keinen mehr gesehen. Ich scheine da auch etwas falsch in Erinnerung zu haben, denn bis gestern lebte ich in der Annahme, dass man auf Parties Leute einlädt, die man<em> mag</em>. BOTCHED sollte man aber unter keinen Umständen jemandem zeigen, den man leiden kann. Ich unterstelle sogar, dass die Resonanz auf weitere Einladungen spürbar verhaltener ausfallen würde, nachdem man diese Fehlgeburt präsentiert hat.</p>
<p><span id="more-2339"></span></p>
<div id="attachment_2343" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/botched_02.jpg" rel="lightbox[2339]"><img class="size-full wp-image-2343 " title="Nachwuchsmanager sind wie Pflanzen. Man muss sie stutzen, während sie wachsen." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/botched_02.jpg" alt="botched_02" width="460" height="290" /></a><p class="wp-caption-text">Die Darsteller zu verpflichten war gar kein Problem.</p></div>
<p>Man muss schon einfach gestrickt oder vollkommen zugedröhnt sein, um dem brachialen Idiotenhumor etwas abgewinnen zu können. Die Ideen sind so abgedroschen, dass man seinerseits jemanden dafür verdreschen möchte. Selbst die sporadischen Splatterszenen leiden unter der katastrophalen Inszenierung und vermögen keine Reaktion zu erzwingen. Indie-Streifen hin oder her, von den bekannten Gesichtern abgesehen ist BOTCHED auf dem Niveau eines Studentenfilms, und das reicht nicht. Die Drehbuchautoren Derek Boyle &amp; Eamon Friel sollte man im Auge behalten. Einen derartigen Mangel an erzählerischem Talent findet man sonst nur bei Open-Mike-Abenden in Karaoke-Eckkneipen.</p>
<p>Da selbst die Zeit, sich über diese Low-Budget-Horrokomödie aufzuregen, im Anbetracht der bereits geopferten Stunden verschwendet scheint, sei darüber hinaus lediglich erwähnt, was am meisten nervt: Der aufgesetzte, russische Akzent, der bis auf Stephen Dorff allen Darstellern aufgezwungen wurde. Wer es lustig findet, B- bis C-Klasse Akteure wie Sean Pertwee und Jaime Murray derrrarr-t sprechen zu hören (diese beiden zu sehen ist davon abgesehen das einzige Trostpflaster), findet vielleicht auch die übrigen Figuren witzig, die allesamt einem MAD-Magazin-Cartoon entsprungen scheinen. Von Charakteren mag man da gar nicht sprechen, ebensowenig wie von einem Plot.</p>
<p>Aussagekräftige Titel sind eine feine Sache. BOTCHED wurde in der deutschen Version mit dem Zusatz &#8220;Voll verkackt&#8221; versehen. Da hat man das korrekte Urteil gleich beim Titel stehen.</p>
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		<title>Underworld &#8211; Aufstand der Lykaner</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Aug 2009 22:13:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es war einmal: Die ersten beiden Teile der Reihe lagen gerade weit genug zurück, um erfolgreich verdrängt worden zu sein, da schickte sich dieses Prequel an, daran zu erinnern, wie uninspiriert der Franchise doch war. Und da der Regisseur der ersten beiden Teile keine Lust mehr hatte als Produzent voll hinter dem Projekt stand, verpflichtete [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/08/07/underworld-aufstand-der-lykaner/"><img class="alignnone size-full wp-image-2362" title="Aufstand der Lykaner" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/lycans01.jpg" alt="Aufstand der Lykaner" width="104" height="147" /></a>Es war einmal: Die ersten beiden Teile der Reihe lagen gerade weit genug zurück, um erfolgreich verdrängt worden zu sein, da schickte sich dieses Prequel an, daran zu erinnern, wie uninspiriert der Franchise doch war. Und da der Regisseur der ersten beiden Teile <span style="text-decoration: line-through;">keine Lust mehr hatte</span> als Produzent voll hinter dem Projekt stand, verpflichtete man kurzerhand den Mann, der in den ersten beiden Teilen für die Effekte zuständig war. Das allein sagt mehr als die folgenden Zeilen je könnten.<br />
<span id="more-2361"></span></p>
<div id="attachment_2363" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/lycans02.jpg" rel="lightbox[2361]"><img class="size-full wp-image-2363 " title="Der Versuch, sich nicht anmerken zu lassen, wie sehr ihn warmes Blut anwiderte, war nur zum Teil erfolgreich." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/lycans02.jpg" alt="Ein Gegenstand ohne Blaufilter! Da hat die Postproduktion wohl geschlampt." width="460" height="259" /></a><p class="wp-caption-text">Ohne Zweifel: Aus dem Glas schmecken Pelikan-Wasserfarben einfach besser.</p></div>
<p>Das Ergebnis entspricht den Erwartungen: UNDERWORLD: RISE OF THE LYCANS ist ein belangloser, blutleerer, jämmerlich geschriebener, Zelluloid gewordener Groschenroman, den man eigentlich nur noch minderjährigen Metallern und Gothmädels verkaufen kann, die sich noch davon beeindrucken lassen, wenn Frauen Fänge und Männer Mähnen haben und keine Filmminute ohne Blaufilter auskommt.<br />
Das Beste, was sich demnach über RISE OF THE LYCANS sagen lässt, ist, dass er die vorangegangenen Teile im Vergleich richtig gut aussehen lässt, und trotz eklatanter Plotlöcher wenig Schmerzen bereitet, weil das Geschehen einfach zu langweilig ist, um sich darüber zu echauffieren. Auch darf man hoffen, dass Rhonda Mitras Karriere nicht darunter leidet, immerhin ist sie im Vergleich zu Kate Beckinsale als Actionheldin wenigstens glaubwürdig.<br />
Für sich genommen ist der Film jedoch selbst als Hirn-aus-Kino unbefriedigend, nicht zuletzt weil offenbar auch kein Budget für ordentliche Effekte mehr vorhanden war.</p>
<p>Alles in allem eine in jedem Aspekt zweit- bis drittklassige Fantasy-Mär.</p>
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		<title>Freitag, der 13te.</title>
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		<pubDate>Fri, 31 Jul 2009 15:30:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[FREITAG, DER 13TE anzusehen ist, als würde jemand auf offener Straße einen alten, unglaublich hässlichen Hund zu Brei treten. Man hat Mitleid, ist charakterabhängig mehr oder minder angewidert, guckt aber trotzdem hin. Interessant wird der Vergleich an der Stelle, wo er zu hinken beginnt. Vorausgesetzt, die Tat wäre absehbar aber unvermeidbar gewesen, was um alles [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/07/31/freitag-der-13te/"><img class="alignnone size-full wp-image-2305" title="friday13th_0" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/friday13th_0.jpg" alt="friday13th_0" width="104" height="154" /></a>FREITAG, DER 13TE anzusehen ist, als würde jemand auf offener Straße einen alten, unglaublich hässlichen Hund zu Brei treten. Man hat Mitleid, ist charakterabhängig mehr oder minder angewidert, guckt aber trotzdem hin. Interessant wird der Vergleich an der Stelle, wo er zu hinken beginnt. Vorausgesetzt, die Tat wäre absehbar aber unvermeidbar gewesen, was um alles in der Welt könnte jemand dazu bringen, sich dem Anblick freiwillig auszusetzen oder sogar dafür zu bezahlen?</p>
<p><span id="more-2303"></span></p>
<div id="attachment_2306" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/friday13th_1.jpg" rel="lightbox[2303]"><img class="size-full wp-image-2306" title="Dass er wegen der Maske versehentlich einen Mann angrabbelte, war ihm dann doch etwas peinlich." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/friday13th_1.jpg" alt="Die Stimmung am Setz war herzlich, alle wurden gute Freunde." width="460" height="240" /></a><p class="wp-caption-text">Die Stimmung am Set war herzlich, alle wurden gute Freunde.</p></div>
<p>Ich habe keine Antwort auf die Frage, möchte mich aber aus der Affäre reden, indem ich anmerke, kein Fan des Franchise zu sein. FREITAG, DER 13TE &#8211; das Original &#8211; war für mich einer jener Filme, die man mit nach Hause nimmt, wenn man zum ersten Mal in eine Videothek steht und sich etwas Derbes mitnehmen möchte. Angesichts des Überangebots hielt man sich da an Titel, die man irgendwo aufgeschnappt hatte, oder arbeitete sich mit System durch die Reihen und landete so früher oder später bei derartigen »Klassikern«. Das Interesse, wenn man es so nennen will, an dieser Neuauflage war also eher &#8230; akademisch.</p>
<p>Insofern möchte ich mich nicht bei den frustrierten Fanboys einreihen, welche die Nutzerkommentare auf imdb unsicher machen und dabei einen furchteinflössenderen Killerinstinkt an den Tag legen als der Protagonist der derart verehrten Reihe. Unabhängig von den Details der jeweiligen Ausführungen haben sie aber Recht: FREITAG, DER 13TE ist genauso dumm und schlecht, wie man befürchten musste. Nicht spannend. Nicht witzig. Und bei weitem nicht blutig genug, um eins der beiden zu kaschieren. Der inflationäre Bodycount und der hohe Anteil an Oben-Ohne-Einstellungen stimmt eher traurig, als zu amüsieren, merkt man doch, wie bemüht man war, der Zielgruppe zu gefallen.</p>
<div id="attachment_2307" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/friday13th_2.jpg" rel="lightbox[2303]"><img class="size-full wp-image-2307 " title="Wenn man für sein Gesicht gecastet wird, riskiert man besser keine dicke Lippe." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/friday13th_2.jpg" alt="Wenn man für sein Gesicht gecastet wird, riskiert man besser keine dicke Lippe." width="460" height="258" /></a><p class="wp-caption-text">Die Sex-Szenen in Hollywood-Filmen werden auch immer schmutziger.</p></div>
<p>Hört man den grenzdebil dauerlächelnden Darstellern &#8211; natürlich allesamt Fans mit persönlichem Bezug zum Original &#8211; bei den Making-of-Interviews zu, bekommt man den Eindruck, dass hier Naive Kunst gelebt wird. Übertroffen wird die Idiotie ihrer Aussagen nur noch von den Drehbuchautoren, die sich nicht einmal scheuen, den »Neustart« des Franchise mit BATMAN BEGINS zu vergleichen. Dreistigkeit siegt. Ein weiteres, irritierendes Details fällt zudem auf: Bei Stichproben fand ich lediglich Interviewfetzen der vornehmlich weiblichen, weißen Darsteller. Ausgerechnet die einzigen beiden halbwegs sympathischen (heißt: nicht komplett unsympathischen) Gesichter der Opfergruppe, Arlen Escarpeta und Aaron Yoo wurden konsequent, wenn nicht sogar komplett, ausgeklammert. Das könnten sarkastische Stimmen als gelebten Rassismus bezeichnen.</p>
<p>Ach ja, Jared Padalecki gab sich nach HOUSE OF WAX und CRY WOLF auch mal wieder für einen lahmen Horrorfilm her, spielt aber der Einfachheit halber einfach seinen Charakter aus SUPERNATURAL weiter (nett, zurückhaltend, passiv-aggressiv). Von Abwechslung keine Spur. Auf dem selben Niveau bewegt sich übrigens die komplette Inszenierung. Innovation bei FREITAG DER 13TE sieht so aus: Statt einer Gruppe verhinderter, Drogen konsumierender, fickwütiger Barbies und Kens, die von einem finsteren Gesellen dahin gemeuchelt werden, bekommt man: Zwei Gruppen verhinderter, Drogen konsumierender, fickwütiger Barbies und Kens, die von einem finsteren Gesellen dahin gemeuchelt werden. Das in dem Jahr überhaupt noch andere Filme für den Oscar nominiert wurden, wundert mich.</p>
<p>Das einzig interessante an diesem Machwerk des PATHFINDER-Regisseurs Marcus Nispel, das sich nahtlos in die schlechten Horror-Remakes der letzten Jahre, von Rob Zombies HALLOWEEN bis TEXAS CHAINSAW MASSACRE, einreiht, ist &#8211; nix. Mir fällt beim besten Willen kein Grund ein, ihn anzusehen. Weshalb ich die Frage, was da bitte wieder falsch gelaufen ist, mir durchaus auch beim Blick in den nächstbesten Spiegel stellen könnte.</p>
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		<title>Reise zum Mittelpunkt der Erde.</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Jul 2009 11:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Anstelle einer ebenso überflüssigen wie vorhersehbaren Kritik heute mal ein paar Ratschläge, unter welchen Vorraussetzungen man am meisten Freude an DIE REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE haben wird. Nicht alle Punkte sind verpflichtend, je mehr man aber abhaken kann, desto besser stehen die Chancen, Spaß zu haben. Der Einfachheit halber legen wir fest: Für jede [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/07/26/reise-zum-mittelpunkt-der-erde/"><img class="alignnone size-full wp-image-2265" title="Reise zum Mittelpunkt der Erde - Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/Reise_zum_Mittelpunkt_der_Erde.jpg" alt="Reise_zum_Mittelpunkt_der_Erde" width="104" height="147" /></a>Anstelle einer ebenso überflüssigen wie vorhersehbaren Kritik heute mal ein paar Ratschläge, unter welchen Vorraussetzungen man am meisten Freude an DIE REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE haben wird. Nicht alle Punkte sind verpflichtend, je mehr man aber abhaken kann, desto besser stehen die Chancen, Spaß zu haben. Der Einfachheit halber legen wir fest: Für jede mit &#8220;Ja.&#8221; beantwortete Frage darf die persönliche Wertung ausgehend von 0% um 10% angehoben werden.</p>
<p><span id="more-2261"></span></p>
<div id="attachment_2266" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-2266" title="Deutlicher kann man eine INDIANA JONES UND DER TEMPEL DES TODES Hommage kaum mehr machen." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/Reise_zum_Mittelpunkt_der_Erde2.jpg" alt="Erlebnispark, die Erste." width="460" height="307" /><p class="wp-caption-text">Erlebnispark, die Erste.</p></div>
<p>01. Du besitzt einen großen Fernseher oder Beamer mit einer Bildfläche, die mindestens die Hälfte der Wand einnimmt, vor der er steht. Und einen Blu-ray-Player.</p>
<p>02. Du hast zum Film 3D-Brillen bekommen und kannst derlei Effekte auch optisch verarbeiten. (Dieser Punkt darf nur zusammen mit Frage 01 vergeben werden. Farbenblinde müssen pauschal 20% abziehen)</p>
<p>03. Du bist ein ergebener Fan von Brendan Fraser, und als solcher in mindestens einem Fan-Forum aktiv oder Betreiber einer eigenen Fansite.</p>
<p>04. Du hast kein Problem mit einer Buchverfilmung, die sich weder sonderlich für die Handlung der Vorlage interessiert noch eine eigene aufzuweisen hat.</p>
<p>05. Dich stören weder inhaltliche noch physikalische Ungereimtheiten und Idiotie. Realismus ist unnütz, wenn er Ideen torpediert, jede Szene die als Disneyworld-Erlebnisbahn umgesetzt werden kann ist ein Gewinn.</p>
<div id="attachment_2267" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><img class="size-full wp-image-2267" title="Mit Blendi wär das nicht passiert." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/07/Reise_zum_Mittelpunkt_der_Erde3.jpg" alt="Erlebnispark, die Zweite." width="460" height="307" /><p class="wp-caption-text">Erlebnispark, die Zweite.</p></div>
<p>06. Du findest Teenager-Charaktere generell nicht nervig.</p>
<p>07. Ebensowenig forcierte Romanzen, die von der ersten Begegnung an absehbar sind und ohne jegliche Entwicklung zum ersten Kuss führen.</p>
<p>08. Du findest, dass Dinosaurier jeden Film aufwerten, auch wenn sie für das Geschehen unterheblich sind. VOM WINDE VERWEHT hätte deiner Meinung nach von einem Velociraptor dramatisch profitiert.</p>
<p>09. Der Name Jules Verne ist dir vollkommen unbekannt.</p>
<p>10. Dein Alter ist einstellig.</p>
<p><strong>Auf welche Prozentzahl kommt ihr?<br />
</strong>(Ich glaube, ich mach das jetzt immer so.)<strong></strong></p>
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		</item>
		<item>
		<title>Terminator Salvation.</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Jun 2009 11:20:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[TERMINATOR &#8211; DIE ERLÖSUNG Auch eine absehbare Enttäuschung kann frustrierend sein. Sechs Jahre nach dem missratenen und mittlerweile in gnadenvolle Vergessenheit geratenen dritten Teil kommt nun ein Film daher, der ein Auftakt zu einem Neustart des Franchise sein könnte, jedoch keinerlei Interesse zu wecken vermag, weder für sich noch für das, was nach ihm kommen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/06/11/terminator-salvation/"><img class="alignnone size-full wp-image-1927" title="Terminator - Die Erlösung - Plakat" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/t4_00.jpg" alt="Terminator - Die Erlösung - Plakat" width="104" height="155" /></a><strong>TERMINATOR &#8211; DIE ERLÖSUNG</strong></p>
<p>Auch eine absehbare Enttäuschung kann frustrierend sein. Sechs Jahre nach dem missratenen und mittlerweile in gnadenvolle Vergessenheit geratenen dritten Teil kommt nun ein Film daher, der ein Auftakt zu einem Neustart des Franchise sein könnte, jedoch keinerlei Interesse zu wecken vermag, weder für sich noch für das, was nach ihm kommen mag.</p>
<p><span id="more-1923"></span></p>
<div id="attachment_1928" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a rel="attachment wp-att-1928" href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/06/11/terminator-salvation/t4_01/"><img class="size-full wp-image-1928" title="Guck mal runter, Kumpel, dir hängt da was raus." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/t4_01.jpg" alt="Ich sehe was, das du nicht siehst, und das blinkt." width="460" height="288" /></a><p class="wp-caption-text">Ich sehe was, das du nicht siehst, und das glänzt chromig.</p></div>
<p>Im Vordergrund steht selbstredend die Action. Diese wurde handwerklich solide inszeniert, lässt als Materialschlacht aber die nötige Intensität vermissen, wodurch sich der Film deutlich abgeschlagen hinter führenden Genrekollegen platziert. Es fehlt die Atemlosigkeit, die mitreissende Wucht. Selbst der nicht minder hanebüchene vierte Teil der STIRB LANGSAM-Reihe ließ es effektiver knallen, und mit TRANSFORMERS &#8211; DIE RACHE schon in der Trailerrotation drängt sich durchaus die Frage auf, warum man sich den Kampf gegen die Maschinen, der streng genommen erstaunlich kurz kommt, überhaupt ansehen sollte.</p>
<p>Wo man auch die Antwort suchen mag, bei der Handlung und den Darstellern wird man kaum fündig werden. Der angerissenen &#8220;Was macht uns menschlich&#8221;-Thematik gelingt es zu keinem Zeitpunkt, Fuß zu fassen. Die dazugehörigen Passagen und Dialoge wirken wie der bemühte Versuch eines Nachwuchsautors, einem simplen Actionstreifen eine Prise Philip K. Dick zu verpassen.<br />
Christian Bale spielt einen dauerzornigen Schlafwandler, der zwar in vielen Szenen zu sehen ist, letztlich aber auf eigenartige Weise irrelevant für das Geschehen scheint, was sein solides Spiel bedeutungslos erscheinen lässt. In erster Linie dient die Figur John Connor als eine Art Katalysator in einem Kampf, auf den er keinerlei Einfluss hat, da er in den meisten Szenen durch eine beliebige, andere Figur ersetzbar gewesen wäre. Ungleich positiver wirkt hier Sam Worthington, der zwar ebenfalls mit einer recht blassen Figur zu kämpfen hat, durch seine Ausstrahlung, sein Spiel und die ausreichende emotionale Bodenhaftung aber sämtliche Sympathiepunkte auf seine Seite zieht. Dass er damit Bale noch ein Quentchen blasser ausssehen lässt, rückt endgültig das Gerücht (<a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Terminator_Salvation" target="_blank">1</a> und &#8211; more important &#8211; <a href="http://www.chud.com/articles/articles/19577/1/EXCLUSIVE-WHAT-WENT-WRONG-WITH-TERMINATOR-SALVATION/Page1.html" target="_blank">2</a>) in Gedächtnis zurück, dass Bale massive Änderungen an der Geschichte eingefordert habe, um seiner Figur mehr Leinwandzeit zu verschafft.</p>
<div id="attachment_1929" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a rel="attachment wp-att-1929" href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/06/11/terminator-salvation/t4_02/"><img class="size-full wp-image-1929" title="Die Straße sieht aus, als wäre Mad Max zugezogen." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/06/t4_02.jpg" alt="Bale auf einem schwarzen Motorrad - hatten wir das nicht erst kürzlich irgendwo?" width="460" height="201" /></a><p class="wp-caption-text">Bale auf einem schwarzen Motorrad - hatten wir das nicht erst kürzlich?</p></div>
<p>All das Mittelmaß wäre verschmerzbar und unwesentlich schlimmer als die Mängel der Genrekollegen, würde der Film nicht vor unverzeihlichen Logikfehlern strotzen. Beizeiten drängt sich der Eindruck auf, die Macher hätten die ersten Teile nicht gesehen oder würden sie am liebsten ignorieren. Wenn sich John Connor, der in seiner Jugend (Teil 2 &amp; 3) mehrfach mit verschiedenen, menschlich aussehenden Terminator-Modellen konfrontiert war, allen Ernstes schockiert über den sogenannten &#8220;Hybriden&#8221; zeigt, mag das zwar für den erwähnten Ethik-Teil relevant sein, es missachtet aber auch alles, was an Vorgeschichte zur Verfügung steht. Und selbst wenn man gewillt ist, einem &#8220;Neustart&#8221; derlei Änderungen zu verzeihen, muss man sich fragen, wieso der Film dann in anderen Punkten auf Vorwissen setzt, ohne das die zahlreichen Hinweise und Anspielungen auf die Vorgänger unbemerkt bleiben würden.</p>
<p>Den Höhepunkt des Schrottberges bildet noch ein Schnitt in Filmmitte, der mit dem Feingefühl eines Schlachters vorgenommen wurde und Assoziationen an die Filmverstümmelungen von Privatsendern im Vormittagsprogramm weckt. Für Zuschauer, die eine Kinokarte bezahlt haben, ist dies schlichtweg beleidigend. Warum man sich nicht vorher auf eine Altersfreigabe einigen und auf einen problematischen Brustmoment verzichten oder eine Alternativversion filmen kann, ist mir schleierhaft und zeugt &#8211; in meinen uninformierten Augen &#8211; von einer mangelhaften Kommunikation zwischen den entscheidenden Instanzen, sei es nun Studio, Vertrieb, Regisseur und / oder Drehbuchautor. Da wundert es auch nicht, dass das Geschehen mit fortschreitender Laufzeit an Glaubwürdigkeit verliert, was in einem Ende mündet, dass in seiner Absurdität schon beinah amüsierend ist, und weit hinter dem zurück bleibt, was hätte kommen können. (Nochmal die <a href="http://www.chud.com/articles/articles/19577/1/EXCLUSIVE-WHAT-WENT-WRONG-WITH-TERMINATOR-SALVATION/Page1.html" target="_blank">2</a>)</p>
<p>Auch wenn absehbar war, dass kein Geniestreich kommen wird &#8211; mehr hat man sich vom Krieg gegen die Maschinen durchaus erwarten dürfen, auch angesichts des toll geschnittenen Trailers. Wie viele Filme seiner Art unterhält TERMINATOR &#8211; DIE ERLÖSUNG während seiner Laufzeit mit passablen Effekten und tollem Maschinendesign, verbietet aber jegliches Mitdenken seitens des Zuschauers während und nach dem Film. Die einzige echte Erlösung wäre, wenn man den Franchise endlich ruhen ließe. Angesichts den Neustarts des ebenso totgeführten PREDATOR-Franchise scheint dieser Schritt &#8211; zumindest langfristig &#8211; sehr unwahrscheinlich.</p>
<p>Eine Alternative für Kampfmaschinenfans, denen Transformers zu bunt und kindisch ist, und die keine nostalgische Schwärmerei für die ersten beiden Teile empfinden.<br />
Für den Rest absolut verzichtbar.</p>
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