Das war nun also ein Partyfilm. Lange keinen mehr gesehen. Ich scheine da auch etwas falsch in Erinnerung zu haben, denn bis gestern lebte ich in der Annahme, dass man auf Parties Leute einlädt, die man mag. BOTCHED sollte man aber unter keinen Umständen jemandem zeigen, den man leiden kann. Ich unterstelle sogar, dass die Resonanz auf weitere Einladungen spürbar verhaltener ausfallen würde, nachdem man diese Fehlgeburt präsentiert hat.
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Es war einmal: Die ersten beiden Teile der Reihe lagen gerade weit genug zurück, um erfolgreich verdrängt worden zu sein, da schickte sich dieses Prequel an, daran zu erinnern, wie uninspiriert der Franchise doch war. Und da der Regisseur der ersten beiden Teile keine Lust mehr hatte als Produzent voll hinter dem Projekt stand, verpflichtete man kurzerhand den Mann, der in den ersten beiden Teilen für die Effekte zuständig war. Das allein sagt mehr als die folgenden Zeilen je könnten.
FREITAG, DER 13TE anzusehen ist, als würde jemand auf offener Straße einen alten, unglaublich hässlichen Hund zu Brei treten. Man hat Mitleid, ist charakterabhängig mehr oder minder angewidert, guckt aber trotzdem hin. Interessant wird der Vergleich an der Stelle, wo er zu hinken beginnt. Vorausgesetzt, die Tat wäre absehbar aber unvermeidbar gewesen, was um alles in der Welt könnte jemand dazu bringen, sich dem Anblick freiwillig auszusetzen oder sogar dafür zu bezahlen?
Anstelle einer ebenso überflüssigen wie vorhersehbaren Kritik heute mal ein paar Ratschläge, unter welchen Vorraussetzungen man am meisten Freude an DIE REISE ZUM MITTELPUNKT DER ERDE haben wird. Nicht alle Punkte sind verpflichtend, je mehr man aber abhaken kann, desto besser stehen die Chancen, Spaß zu haben. Der Einfachheit halber legen wir fest: Für jede mit “Ja.” beantwortete Frage darf die persönliche Wertung ausgehend von 0% um 10% angehoben werden.
Auch eine absehbare Enttäuschung kann frustrierend sein. Sechs Jahre nach dem missratenen und mittlerweile in gnadenvolle Vergessenheit geratenen dritten Teil kommt nun ein Film daher, der ein Auftakt zu einem Neustart des Franchise sein könnte, jedoch keinerlei Interesse zu wecken vermag, weder für sich noch für das, was nach ihm kommen mag.
Es will mir nicht in den Kopf. Vor einigen Wochen wurden neue FSK-Logos eingeführt, die mit ihrer lächerlichen Größe jedes DVD-Artwork ruinieren und Filmfans deutschlandweit zum Zähneknirschen bringen. Mal von der Unsinnigkeit dieser Maßnahme abgesehen stellt sich da die Frage, wieso einerseits derartige Hinweise erzwungen werden, gleichzeitig aber ein Entertainment-Gau wie das Remake von DER TAG, AN DEM DIE ERDE STILL STAND ohne eine spezielle Kennzeichnung in den Regalen stehen darf. Wenn es ein Gegenstück zu “Prädikat: besonders wertvoll” gäbe, diese Missgeburt von einem Film hätte sie verdient.
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Unter Filmfans ist weithin bekannt, dass man schon krank im Kopf sein muss, um freiwillig Geld für einen Uwe-Boll-Film auszugeben. Was liegt also näher, dachte ich, als sich am Höhepunkt einer Erkältung, todmüde und mit einem von verschleimter Stirn schwerem Schädel, den aktuellsten kulturellen Tiefschlag der deutschen Regisseur-Koryphäe anzutun? Ich war ja schon auf Schmerzmitteln, wie schlimm konnte es also werden? Wie sich zeigte, habe ich Boll unterschätzt. Der Selbstversuch ging gnadenlos nach hinten los.
Wer schon immer wissen wollte, wie man sich mit 60 fühlt, kann die Stützstrümpfe ausziehen und die Feldstudien im Seniorenheim einstellen. Mit MÜNCHEN gelingt es Steven Spielberg mühelos, den Zuschauer in knapp 3 Stunden um gefühlte 30-40 Jahre altern zu lassen. Blöd nur, dass man auch in der Illusion, Spielbergs Jahrgang zu sein, wenig Gefallen an diesem Betroffenheitsklumpen finden wird.