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	<title>The AcidBar &#187; scifi</title>
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	<description>...schreibt Romane, Kurzgeschichten, Fast Fiction und alles, wozu er sonst noch Worte findet. Wenn es drauf ankommt, fehlen sie dann.</description>
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		<title>Book of Eli.</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Sep 2010 11:02:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Lasst uns etwas über Subtext reden. Dass BOOK OF ELI vordergründig ein recht gefälliger, zeitgemäß düsterer und von Farbfiltern gepeinigter Endzeit-Actioner ist, der viel von seiner Stilistik bei Genregrößen wie MAD MAX und Co abgeschaut hat, sollte allgemein Konsens sein. Dass die Besetzung der Nebenrollen mit Darstellern wie Gary Oldman, Tom Waits und Ray Stevenson [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/09/02/book-of-eli/"><img class="alignnone size-full wp-image-3088" title="The_Book_of_Eli_Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/09/The_Book_of_Eli_Poster.jpg" alt="" width="180" height="255" /></a>Lasst uns etwas über Subtext reden. Dass BOOK OF ELI vordergründig ein recht gefälliger, zeitgemäß düsterer und von Farbfiltern gepeinigter Endzeit-Actioner ist, der viel von seiner Stilistik bei Genregrößen wie MAD MAX und Co abgeschaut hat, sollte allgemein Konsens sein. Dass die Besetzung der Nebenrollen mit Darstellern wie Gary Oldman, Tom Waits und Ray Stevenson höchst erfreulich ist, während Denzel Washington als Protagonist etwas zu blass bleibt (Ironie nicht beabsichtigt), ebenso. Während erstere mehr aus ihren Rollen machen, als das Drehbuch eigentlich her gibt, wankt letzterer charakter-, profil- und ausdrucksfrei durch die Einöde. Das mag in dieser speziellen Geschichte volle Absicht sein, ist aber trotzdem unbefriedigend, und sorgt wesentlich dafür, dass die Tristesse des öfteren in Langeweile kippt.</p>
<p><span id="more-3087"></span>Aber wie schon gesagt, dass alles liegt auf der Hand. Was den Film interessant macht, ist die Botschaft, die hinter dem massentauglichen Gepolter steht. Und die ist, mit Verlaub, bedenklich. Da eine ebenso eloquente wie kohärente Analyse Seiten füllen würde, soll an dieser Stelle nur auf einige Details eingegangen werden. Um diese konkret benennen zu können, muss an dieser Stelle eine nachdrückliche SPOILER-Warnung stehen. Wer auch nur ansatzweise plant, den Film irgendwann noch zu sehen, soll sich im Klaren sein, dass die nachfolgenden Zeilen jede Freude und Überraschung killen werden.</p>
<p>Legen wir los.</p>
<p>Zuerst die Prämisse: Ein schweigsamer Krieger schleppt nach einer Vision die vermeintlich letzte Bibel des Planeten quer durchs atomzerbombte Amerika. Dass es sich um die Bibel handelt, war und ist kein Geheimnis und dient natürlich als Grundlage der folgenden Gedanken. Was an dieser Stelle als Randnotiz aufgeführt sein soll: Die Vision dieses Kriegers bekommt der Zuschauer nicht zu sehen. Dies ist eines der vielen Elemente, die für sich genommen vollkommen plausibel und erzählerisch legitim sind, in Kombination mit den anderen Aspekten aber einen komischen Beigeschmack erhalten.</p>
<p>Das der »blinde Gehorsam«, der dem Zuschauer auf diese Weise und in doppeltem Sinne vermittelt wird, sogar wörtlich zu nehmen ist, hebt sich das Drehbuch natürlich für den Schluss auf.  Der Protagonist ist nämlich blind. Über diesem großen Aha-Effekt könnte man fast vergessen, wie unglaubwürdig viele Teile der Geschichte dadurch werden. Natürlich versucht das Drehbuch, die Enthüllung zu legitimieren. Plötzlich wird klar, warum der Protagonist nie seine Sonnenbrille absetzte, und warum er niemand seine Bibel sehen lassen wollte, die nämlich eine Ausgabe in Blindenschrift ist. Trotzdem sollte nicht unerwähnt bleiben, dass er auf diese Weise endgültig zu einem heiligen Überkrieger verkommt, einem Superjedi, was seine Position als »Auserwählter«, bekanntermaßen ein zutiefst religiöses Motiv, betoniert.</p>
<p>Dieser blinde Kriegerprophet schleppt also eine Bibel durch Amerika, nach WESTEN, wohlgemerkt, wie er nicht müde wird, zu betonen. Auf dem Weg trifft er einen manipulativen, skrupellosen Gangsterboss, der sich zum Herren einer Stadt aufgeschwunden hat, und der manisch nach der Bibel sucht, da sie in seinen Augen eine Waffe darstellt, mit der sich die Massen mobilisieren und zu allem bewegen lassen, was ihnen ein Normalsterblicher niemals erfolgreich abverlangen könnte.</p>
<p>Dieser Gangsterboss scheitert natürlich in seinem Vorhaben, und nach einer mainstreamigen Krawallorgie, in der nicht wenige das Zeitliche segnen, liefert der Krieger seine Bibel (in leicht veränderter Form) auf einer Insel ab, auf der ein Kollektiv haust, das sich dem Erhalt des kulturellen Erbes der untergegangenen Zivilisation verschrieben hat. Dieses Kollektiv beginnt dann auch umgehend, die Bibel, rekonstruiert aus den Erinnerungen des Wanderers, neu aufzulegen.</p>
<p>Diese letzten 10 Minuten des Films sind nun, worauf ich am deutlichsten hinweisen möchte. Die haben es nämlich in sich.</p>
<p>Zum einen ist da der Grundargwohn. Ich will nicht behaupten, dass es allgemein so ist, doch ein beliebter rhetorischer Trick von Anwerbern jeder Couleur ist es, auf Kritikpunkte einzugehen, deren Richtigkeit bis zu einem gewissen Grad einzuräumen und dann, nachdem man sich das Vertrauen seines Gesprächspartner und den Status eines rational denkenden Menschen ergattert hat, darauf überzuleiten wie und warum man (der Anwerber bzw. wofür er einsteht) nun anders und viel besser sei, und warum die Kritiker ja nur nicht sehen, wie gut und sinnvoll die Sache ja eigentlich ist, für die man einsteht. Simpler Trick, doch durchaus effektiv.</p>
<p>Genau solch eine Konstellation findet sich hier. Die Geschichte, die hier als Anwerber zu sehen ist, räumt ein, dass es Menschen gibt (der Gangsterboss), die ein Buch wie die Bibel für ihre niederen, schlimmen Zwecke missbrauchen könnten und würden. Damit wird demonstriert, dass man sich der Gefahren religiös fundierter Macht bewusst ist. Im selben Gespräch, also der gleichen Geschichte, wird dann aber demonstriert, dass ein wahrer Gläubiger die Bibel zu jenen bringt, die sie für hehre Ziele verwenden. In diesem Fall bedeutet dies, die Bibel jedem zugänglich zu machen, also sie frei unter dem verbliebene Volk zu verteilen. Das ist übrigens das Happy End des Films: Alle werden eine Bibel bekommen. Man sieht sogar in einer der letzten Einstellungen, wie die Bibel in der neu gebauten Druckpresse vom Band rollt. Toll, nicht wahr? Fehlen nur die Konfetti werfenden Fundamentalisten.</p>
<p>Interessant dabei ist, dass sogar erwähnt wird, dass sämtliche anderen Exemplare nach dem Krieg vernichtet wurden. Zu dem Zeitpunkt, wo dies erwähnt wird, klingt es wie eine Legitimation des MacGuffin, den die Bibel erzählerisch darstellt. Man darf sich aber auch fragen, ob das in jener Wirklichkeit vielleicht seinen Grund hatte. Denn über die Ereignisse und Faktoren, die letztlich zum Atomkrieg führten, schweigt sich der Film beharrlich aus. Man darf wohl  sagen: Wenn die Menschheit nach einem Krieg, der die Welt an den Rand ihrer Bewohnbarkeit brachte, so verbissen nach Bibeln suchte, dass tatsächlich alle erreichbaren Exemplare vernichtet wurden &#8211; dann hatten diese Leute wahrscheinlich eine verdammt gute Motivation dafür.</p>
<p>Ich mag mir nicht verkneifen, auf die Ironie hinzuweisen, dass es ausgerechnet Malcolm McDowell ist, der das Kollektiv anführt. Ausgerechnet der Mann, der in vielen Filmen seiner Karriere einen Bösewicht, Finsterling oder Psychopaten spielte, leitet die Enklave, welche die Bibel wieder in die Welt bringt. Entweder jemand hatte hier Sinn für Humor, oder es ist jenen, die hinter dem religiös-verklärten Ende stehen, einfach nicht aufgefallen.</p>
<p>Auch dass Amerika mal wieder synonym für die gesamte Welt steht, muss wohl nur am Rande erwähnt werden. Was mit den anderen Ländern und Kontinenten des Planeten passiert ist, interessiert ebenso wenig wie die menschenverachtende Einstellung des Kriegers und seiner Retter. Aber Gewalt, damit hat das Publikum ja kein Problem, solange Gut und Böse klar definiert sind. In diesem Kontext ließe sich auch darüber streiten, wie »nihilistisch« dieser Endzeit-Streifen tatsächlich ist. In einer Welt, in der sich jeder der Nächste ist, sind es doch wieder nur die Degenerierten und Verdorbenen, die Böses tun. Der Rest ist entweder Held, Opfer oder gesichtslose Masse. Gerade mal in einer Szene darf der Protagonist durch unterlassene Hilfeleistung negativ auffallen, ansonsten ist er so höflich und genügsam wie ein Mönch. Womit wir auch bei der Bezeichnung wären, die Washingtons Figur tatsächlich verdient.</p>
<p>Abschließend möchte ich betonen: Ich halte mich nicht für besonders clever, diese Faktoren erkannt und auf obige Weise ausgelegt zu haben. Sie sind für jeden frei ersichtlich. Ich möchte auch keinesfalls wie ein Verschwörungstheoretiker klingen. Jeder Aspekt ist für sich genommen unbedenklich. Doch deren Kombination befremdet. Auch wenn man sich mehr vor dem ängstigen sollte, das man NICHT bemerkt, kann man doch einen faden Beigeschmack verspüren, wenn solche Konnotationen so nah unter der Oberfläche treiben.</p>
<p>Auf den allerersten Blick unterscheidet sich BOOK OF ELI oft nicht von seinen Genrekollegen. Nur sitzt der Teufel bekanntlich im Detail, und allein der Vergleich mit den Urvätern neuzeitlicher Endzeit zeigt, wo hier lediglich Form und Etikette gewahrt wurden. Es spricht nichts dagegen, einen Film über Religion zu machen, oder einer Geschichte einen religiösen Beiklang zu verpassen (siehe SIGNS), wenn dies im Sinne des Themas steht. Auch kaschiert BOOK OF ELI seine religiösen Tendenzen nicht, wie man schon an den Poster-Sprüchen »Deliver US« und »Religion is power« erkennen kann. Doch ist es immer noch die Frage nach dem »Wie?«, bei der sich die falschen Fuffziger als solche entpuppen.</p>
<p>Die Frage, welche man sich bei LEGION im Scherze stellen mag, wird bei BOOK OF ELI somit bitterer Ernst: Wer hat diesen Film finanziert? Waren sich die Investoren dessen bewusst, um was für ein religiös verklärtes Machwerk es sich handelt? BOOK OF ELI grenzt trotz &#8211; oder wie man so sagt, gerade &#8211; wegen seiner Unterhaltungswerte an Propaganda, und diese wirft bei einem solch eklatanten Mangel an Zwischentönen und ehrlicher Selbstreflektion einen Schatten, aus dem der Film nicht mehr heraus kommt. Denn das scheinen die neuen, alten Helden zu sein: Skrupellose Krieger, die haufenweise Ungläubige in den Staub schicken, selbst jedoch keine Laster haben und keine zwei Meter weit denken, was die Schicksale der Menschen betrifft, die sie in seinem Fahrwasser zurücklassen. Dann sollten künftig auch Videospiele unbedenklich sein, solange der Inventar eine Bibel enthält.</p>
<p>BOOK OF ELI ist durchaus unterhaltsam. Bemerkenswert ist jedoch nur, wie fragwürdig er ist. Und dementsprechend lautet auch das wohlverdiente Prädikat: bedenklich.</p>
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		<title>Dead Space: Downfall.</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Aug 2010 11:52:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bitte weiterscrollen, hier gibt es nichts zu sehen. Der einzige Grund, warum ich auch nur ansatzweise auf die Idee kam, mir DEAD SPACE: DOWNFALL anzusehen, ist meine hingebungsvolle Liebe zu dem gleichnamigen 3rd Person Shooter DEAD SPACE, dessen Erscheinen dieser Anime 2008 begleitete. Von mehr als einer Marketingmaßnahme kann hier allerdings nicht die Rede sein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/30/dead-space-downfall/"><img class="alignnone size-full wp-image-3026" title="deadspacedownfall_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/deadspacedownfall_poster.jpg" alt="" width="180" height="259" /></a>Bitte weiterscrollen, hier gibt es nichts zu sehen. Der einzige Grund, warum ich auch nur ansatzweise auf die Idee kam, mir DEAD SPACE: DOWNFALL anzusehen, ist meine hingebungsvolle Liebe zu dem gleichnamigen 3rd Person Shooter DEAD SPACE, dessen Erscheinen dieser Anime 2008 begleitete. Von mehr als einer Marketingmaßnahme kann hier allerdings nicht die Rede sein, denn für sich genommen besteht dieses Machwerk keine 2 Minuten, bevor es in seiner eigenen Minderwertigkeit verglüht.</p>
<p>DEAD SPACE: DOWNFALL ist in jeglicher Hinsicht eine Katastrophe, die technisch nicht einmal als Bonusmaterial überzeugen könnte. So wäre der Stil, gemessen an anderen Anime-Filmen, schon 1998 zeichnerisch veraltet gewesen. Aus jener Zeit sind mir jedenfalls  Produktionen bekannt, die trotz überschaubarem Budget das hier Gezeigte bei weitem übertreffen.<br />
<span id="more-3025"></span></p>
<p>Zu allem Überfluss ist es aber nicht nur die billige Umsetzung, sondern auch der schwache Plot, der sich sehr schnell in all seiner Simplizität und Oberflächlichkeit offenbart. Auch schlichen sich Fehler in die Produktion, die gemessen an Ziel und Zielgruppe nicht passieren dürften. Wenn sich wiedererkennbare Figuren und Orte von denen des Spiels, dass der Film unterstützen soll, maßgeblich unterscheiden, darf man die Frage stellen, welcher Produzent Drehbuch und Storyboard abgenickt hat. Ganz abgesehen davon, dass das Spiel selbst durch die dort eingestreuten Audio-Files, Tagebucheinträge und Videosequenzen weitaus mehr an Informationen, Hintergründen und Atmosphäre/Stimmungen transportiert. Man kann dem Film demnach nicht einmal zugutehalten, dem Fan zusätzliche Einblicke in die Vorgeschichte des Spiels zu verschaffen, was der geringste Grund sein sollte, für diese DVD Geld auszugeben.</p>
<p>Manchmal wird man bitter dafür bestraft, Fan eines Franchise zu sein. Jeder, der STAR WARS kennt, kann ein Lied davon singen. Auch für mich war es nicht das erste, und ganz sicher nicht das letzte Mal, dass die Nachhaltigkeit meiner Begeisterung auf die Probe gestellt wird. Grundlegend spricht nichts dagegen, aus einer guten Idee mehr zu machen, einen Franchise zu kreieren  und somit ein vielschichtigeres Erlebnis zu schaffen. Schade nur, dass  es bislang meist nur unausgereifte Ergebnisse bringt, wie auch die  Kurzfilme im Vorfeld des ALAN WAKE Release zeigten.</p>
<p>DEAD SPACE: DOWNFALL ist jedenfalls Schund und lässt nur hoffen, dass es dem Spielerfolg nicht geschadet hat. Da der zweite Teil bereits auf Messen präsentiert und kommendes Jahr veröffentlicht wird, besteht hier wohl keine Gefahr. Vielleicht wird ja auch der nächste Anime, der ebenfalls angekündigt wurde, etwas besser. Mein Karma dafür müsste gut stehen. Meine Sünden habe ich jetzt ja abgebüßt.</p>
<p>Abschliessend der Spieltrailer als Ausgleich.</p>
<p><object width="460" height="325"><param name="movie" value="http://www.youtube.com/v/IbXwL8IcNJc?fs=1&amp;hl=de_DE"></param><param name="allowFullScreen" value="true"></param><param name="allowscriptaccess" value="always"></param><embed src="http://www.youtube.com/v/IbXwL8IcNJc?fs=1&amp;hl=de_DE" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="460" height="325"></embed></object></p>
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		<title>Watchmen.</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Aug 2010 08:31:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ganz ehrlich: Ich würde mir niemals anmaßen, eine Rezension über ein Werk von Alan Moore zu schreiben. Schon allein, weil ich nie sicher sein könnte, genug der Hintergründe und Anspielungen, genug von Subtext, Metaphorik und Symbolik erfasst zu haben, um ein informiertes Urteil fällen zu können. Und so bin ich auch geneigt, es bei der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/28/watchmen/"><img class="alignnone size-full wp-image-2991" title="watchmen-poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/watchmen-poster.jpg" alt="" width="180" height="268" /></a>Ganz ehrlich: Ich würde mir niemals anmaßen, eine Rezension über ein Werk von Alan Moore zu schreiben. Schon allein, weil ich nie sicher sein könnte, genug der Hintergründe und Anspielungen, genug von Subtext, Metaphorik und Symbolik erfasst zu haben, um ein informiertes Urteil fällen zu können. Und so bin ich auch geneigt, es bei der Verfilmung eines dieser Werke zu halten, selbst wenn diese fassbarer und zugänglicher scheint.</p>
<p>Dass FROM HELL nicht an die Klasse seiner Vorlage heranzureichen vermag, scheint weitestgehend Konsens zu sein. Der V FOR VENDETTA ging zwar viel der eben erwähnten Symbolik und Vielschichtigkeit verloren, die Verfilmung funktionierte aber für sich genommen sehr gut. Ähnlich verhält es sich nun bei WATCHMEN. Man mag im Abgleich mit dem Graphic Novel Änderungen kritisieren und generell viel vermissen. Das bedeutet aber nicht, dass der Verfilmung irgendetwas<em> fehlt</em>.</p>
<p><span id="more-2989"></span>WATCHMEN ist wie eine gute Collectors Edition. Aufwändig verpackt, offensichtlich teuer produziert, schick anzusehen und voller Dinge, die nicht lebensnotwendig sind, dem Fan (in spe) aber viel Freude bereiten können. Gepaart mit dem eigentlichen Plot, der über jeden Zweifel erhaben sein sollte, sowie einer Darstellerriege, die für ein erfreulich ernsthaftes Casting spricht, wird aus der Comicverfilmung ein cineastisches Bonbon, in dem gekonnt Substanz und Optik zu einem harmonischen Ganzen verschmelzen. So bleibt als einziges Manko die Ironie, dass die vielen Sonder- und Sammlereditionen, in denen die DVD auf den Markt geworfen wurde, mehr verwirren als erfreuen.</p>
<p>WATCHMEN ist Popkultur »at its finest« &#8211; großes, glänzendes Kino, das Eingeweihten wie Neulingen gerecht wird. Feine Sache.</p>
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		<title>Pandorum.</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Aug 2010 09:59:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gab es mal eine Zeit, in der Dennis Quaid NICHT für gesundes Mittelmaß stand? Lässt man seine Filmografie vorüber scrollen, findet man wenig, as dagegen spricht. Das &#8220;amerikanische Gesicht&#8221;, das wie nur wenige überzeugende Bodenständigkeit ausstrahlt und selbst in kruden Rollen stets sympathisch wirkt, fiel häufig durch Hauptrollen in schlechten und Nebenrollen in guten Filmen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/21/pandorum/"><img class="alignnone size-full wp-image-2949" title="Pandorum_Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/Pandorum_Poster.jpg" alt="" width="180" height="254" /></a>Gab es mal eine Zeit, in der Dennis Quaid NICHT für gesundes Mittelmaß stand? Lässt man seine Filmografie vorüber scrollen, findet man wenig, as dagegen spricht. Das &#8220;amerikanische Gesicht&#8221;, das wie nur wenige überzeugende Bodenständigkeit ausstrahlt und selbst in kruden Rollen stets sympathisch wirkt, fiel häufig durch Hauptrollen in schlechten und Nebenrollen in guten Filmen auf. Da finden sich Titel wie Dragonheart, G.I. JOE, Vantage Point, Any given Sunday, Frequency, Horsemen &#8230; und nun auch PANDORUM und LEGION. Und spätestens seit diesen beiden Filmen muss man sagen: Dennis Quaids Name auf dem Kinoplakat steht NICHT für gesundes Mittelmaß. Es steht für weniger. Letztgenannter Film verdient (und bekommt) seinen eigenen Verriss. Jetzt ist erst einmal PANDORUM an der Reihe.<br />
<span id="more-2946"></span></p>
<p>Genug der Drohgebärden, zur Sache. Das Interessante an PANDORUM ist zunächst der Mann im Hintergrund. Regisseur Christian Alvert ist ein deutscher Jungregisseur, der mit PANDORUM, gemessen an seiner Erfahrung, ein durchaus solides Stück Arbeit abliefert. Im selben Jahr wie der durchaus passable Horrorthriller CASE 39 (kommt noch) übrigens, was schon fast die Frage aufwirft, mit wem er geschlafen bzw. was er eingeworfen hat, um nach dem 2004er ANITKÖRPER (hat den überhaupt irgendwer gesehen?) in einem Jahr 2 Filme mit namhaften Darstellern wie Dennis Quaid und Rene Zellweger drehen zu können.</p>
<p>Man müsste demnach schon respektvoll den Zylinder lüpfen, wäre da nicht das kleine Detail namens &#8220;Drehbuch&#8221;, an dem er ebenfalls beteiligt war. Ungeachtet der eloquenten Aussagen in den DVD-Interviews zeigt PANDORUM dort nämlich seine größten Schwächen. Das darf man nicht allein dem Regisseur ankreiden, doch als Mann, der alle Fäden in der Hand hält, steht man unweigerlich auch an vorderster Front, was die Kritik betrifft. Immerhin offenbaren die Interviewfetzen bereits deutlich, wo das Problem liegt: Im allzu großen Fokus aufs Detail, auf Kosten der Faktoren, die für den normalen Zuschauer relevant sind.</p>
<p>So wurde die Handlung zwar solide inszeniert, ist aber für sich genommen recht uninspiriert und leider in Schlüsselpunkten auch sehr vorhersehbar. Obwohl PANDORUM am reinen Unterhaltungsfaktor gemessen deutlich besser unterhält als CARGO, bleibt er ebenfalls hinter den Erwartungen, vor allem aber seinen eigenen Möglichkeiten, zurück. Die psychologische Komponente, die immerhin auch titelgebend war, wird angerissen, aber weder ausreichend thematisiert noch vernünftig ausgearbeitet.  Das alles resultiert in einem Genremix, der weder funktionieren will, noch an seine offensichtlichen Vorbilder anzuknöpfen vermag.<br />
Quaid gibt seiner Rolle eine gefühlte Credibility, und auch Ben Foster und Antje Traute hätten einen subtileren und vielschichtigeren Plot zu tragen verstanden. Das man ihnen nicht die Gelegenheit dazu gibt, sondern sie statt dessen durch eine zunehmend spannungsbefreite Monsterhatz jagt, die &#8220;offenbar als Mischung aus Event Horizon und The Descent geplant&#8221; war, ist bedauerlich. (Zitat: <a href="http://www.moviegod.de/kino/kritik/1604/pandorum" target="_blank">Moviegod.de</a>)</p>
<p>Das klingt natürlich wieder einmal negativer, als man es auslegen muss. Prinzipiell haben wir hier einen &#8220;Johnny Mnemonic&#8221;. Einen Film, der nicht unbedingt so krass nervt, dass man ihn zwanghaft verreißen muss, der aber früher oder später von einem besseren Genrekonkurrenten überflüssig gemacht werden wird. In diesem Fall wahrscheinlich eher früher. Das Mittelmaß zeichnete sich übrigens schon vor dem damaligen Kinostart  in verhaltenen Kritiken ab. In Kombination mit den teils erstaunlich positiven Publikumswertungen auf IMDB darf man dem Film wohl eine halbwegs gesunde Frührente im DVD-Markt prophezeien. Da gehört er hin, dort wird er gut aufgehoben sein.</p>
<p>Wer sich nach düsteren Gängen entvölkerter Raumschiffe sehnt, und Sehnsucht nach fiesen Weltraummonstern hat, kann PANDORUM neben dem Bügeln laufen lassen. Der Rest sollte den gesparten Geldbetrag besser an die NASA spenden. Und sei es nur, damit man Raumschiffe und Krisenmanagement konzipiert, die besser als das funktionieren, was uns Hollywood zeigt.</p>
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		<title>Star Trek.</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Aug 2010 21:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Interessante beim Lesen der Kritiken zum Quasi-Reboot des Star Trek Franchise war stets, herauszufinden, ab welchem Punkt man mit Bestimmtheit sagen konnte, ob der Rezensent ein Fan des Originals ist beziehungsweise war. Ungeachtet davon, wie das Urteil letztlich ausfiel, von Objektivität &#8211; genauer gesagt der sich üblicherweise als solche ausgebenden, persönlichen Einstellung (ich nenne [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/20/star-trek/"><img class="alignnone size-full wp-image-2937" title="startrek_poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/startrek_poster.jpg" alt="" width="180" height="255" /></a>Das Interessante beim Lesen der Kritiken zum Quasi-Reboot des Star Trek Franchise war stets, herauszufinden, ab welchem Punkt man mit Bestimmtheit sagen konnte, ob der Rezensent ein Fan des Originals ist beziehungsweise war.</p>
<p>Ungeachtet davon, wie das Urteil letztlich ausfiel, von Objektivität &#8211; genauer gesagt der sich üblicherweise als solche ausgebenden, persönlichen Einstellung (ich nenne sie »Sobjektivität«) &#8211; konnte man in keinem Fall ausgehen. Also blieb einem nichts anderes übrig, als jedes Urteil mit der eigenen Prägung abzugleichen und die Wertung in angemessenem Umfang zu korrigieren.</p>
<p><span id="more-2934"></span></p>
<p>Diese letztlich ermüdende Übung möchte ich anderen ersparen und greife deshalb rüde vor: Man kann mich keinesfalls als Trekkie bezeichnen, ein »Sympathisant« lasse ich aber widerspruchslos gelten. Immerhin bin ich sowohl mit der Classic Series aufgewachsen, als auch mit einem ehemaligen Trekkie verwandt (Hallo Oma!). Viel wichtiger für diese Kurzkritik ist aber jene Erkenntnis, die mir bis heute erhalten geblieben ist und auch dazu beitrug, dass ich nie einen emotionalen Bezug zur Crew der Next Generation aufbauen konnen: Es gibt kein besseres Trio in der Galaxis als Pille, Kirk und Spock. Und diese sind, daran führt nichts vorbei, auf ewig an die alten Darsteller gebunden. Punkt.</p>
<p>Abgesehen davon ist STAR TREK ein unterhaltsamer Blockbuster geworden, der jene Form von Popcorn-Unterhaltung bietet, die man sich von dieser Art Kino erhofft &#8211; und die andere Vertreter der Gattung aus irgend einem Grunde nur noch unter größten Mühen abliefern können. Das liegt daran, dass STAR TREK einerseits nicht die Intelligenz des Zuschauers beleidigt, sich andererseits aber auch nicht zu sehr auf die Fans einschießt, um das Normalpublikum zu verlieren. Der Kniff, mit dem die Geeks zum Verstummen gebracht werden sollen, ist zwar ebenso dreist wie plump, erfüllt aber seinen Zweck und ist als Thema bei dieser Serie absolut legitim.</p>
<p>Auffällig ist neben dem absurd lensflare-lastigen Prolog, der die Online-Parodien absolut berechtigt, wie gut sich Zachary Quinto als neuer Spock schlägt. Hier funktioniert das Casting weitaus besser als bei Karl Urban und Simon Pegg, die zwar keinen Anlass zur Kritik bieten, trotzdem aber noch ein paar Filme (und vor allen Dingen mehr Plotrelevanz und Sprechtext) brauchen werden, um sich zu etablieren. Chris Pine als Kirk ist in erster Linie eine Projektionsfläche fürs Jungpublikum, hätte demnach ebenfalls ein wenig mehr Profil vertragen.</p>
<p>Schlussendlich darf man jedoch nicht maulen, denn die alten Filme profitierten massiv vom Vermächtnis der Serie und boten selbst weitgehend bloß durchschnittliche Unterhaltung. Sogar das strukturelle Problem der letzten Filme hat es in den Reboot geschafft: Kaum ist die Geschichte richtig im Gang, ist der Film auch schon wieder vorbei. Hier wird es spannend, inwieweit die Fortsetzungen diese Herausforderung bewältigen können. Notfalls kommt man nicht drum herum, den Bösewicht entkommen zu lassen, der mit Eric Bana auch diesmal wieder klug besetzt war.</p>
<p>Ein Film, der nicht enttäuscht, aber auch nicht begeistert, mit Potenzial für solide Fortsetzungen. Auf mehr hat man nicht hoffen dürfen.</p>
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		<title>Outlander.</title>
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		<pubDate>Sun, 08 Aug 2010 13:34:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn es um Filme ging, fiel in letzter Zeit auf meiner Seite des Öfteren folgender Satz: &#8220;Gemessen an dem, was er sein möchte, ist der Film gut.&#8221;, oder umgangssprachlicher &#8220;Für das, was er sein möchte, ist er in Ordnung.&#8221; Diese Aussage ist natürlich, von ihrer offensichtlichen Profillosigkeit abgesehen, ziemlich arrogant. Immerhin maßt man sich damit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/08/outlander/"><img class="alignnone size-full wp-image-2915" title="Outlander" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/outlander_plakat.jpg" alt="" width="180" height="244" /></a>Wenn es um Filme ging, fiel in letzter Zeit auf meiner Seite des Öfteren folgender Satz:<br />
&#8220;Gemessen an dem, was er sein möchte, ist der Film gut.&#8221;, oder umgangssprachlicher &#8220;Für das, was er sein möchte, ist er in Ordnung.&#8221; Diese Aussage ist natürlich, von ihrer offensichtlichen Profillosigkeit abgesehen, ziemlich arrogant. Immerhin maßt man sich damit an, zu wissen, was in den Köpfen von Drehbuchautor und Regisseur, von Produzenten und Kameraleiter, vorgegangen sein mag. Auf der anderen Seite machen es einem manche Filme schwer, sich solche Unterstellungen zu verkneifen. OUTLANDER ist ein gutes Beispiel dafür, denn durchschaubarer kann man einen Film kaum mehr gestalten.</p>
<p><span id="more-2910"></span></p>
<p>Es beginnt mit der nicht weniger als haarsträubenden Grundidee: Im Jahr 709 BC stürzt ein Raumschiff auf die Erde, genauer: in einen See nahe der Siedlungen zweier Wikingerstämme. Mit an Bord: Der letzte Überlebende der natürlich humanoiden Crew &#8211; und ein menschenfressendes, feuerspuckendes Monster, das ganz zufällig aussieht wie ein Drache. Als letzteres damit beginnt, sich über die regionalen Spezialitäten her zu machen, verbündet sich ersterer mit den Einheimischen, um den Tod seiner Familie zu rächen, die &#8211; wie Rückblenden berichten &#8211; beim intergalaktischen &#8220;Vorglühen&#8221; das Zeitliche gesegnet hat.</p>
<p>Das man bei einer solchen Inhaltsangabe entweder debil grinsen oder irritiert den Kopf schütteln muss, versteht sich von selbst. In jedem Fall genügt diese erste Reaktion, um zu entscheiden, ob man OUTLANDER ansehen sollte. Denn genauso absurd, wie die Geschichte klingt, so uninspiriert wird sie erzählt.<br />
Natürlich wird der Gestrandete erst einmal richtig verkloppt, bevor man ihn in die Dorfgemeinschaft integriert. Natürlich wird die Siedlung von einem strengen, aber weisen König regiert, der dem Fremden erst mißtraut, dann aber später alles durchgehen lässt. Der König hat selbstverständlich auch eine gut aussehende, mutige Tocher, die eigentlich dem ersten Krieger des Dorfes zugedacht ist, sich aber null Komma nichts in den Immigranten verguckt. Der plötzlich uninteressant gewordene Anwärter auf die Thronfolge ist logischerweise eifersüchtig und versucht, den Helden bloßzustellen. Ein paar Actionszenen reichen ihm jedoch, sich mit seinem Schicksal abzufinden, sich mit dem Neuankömmling zu verbrüdern und im fulminanten Endkampf das Zeitliche zu segnen.</p>
<p>Ups. Sorry. Da kommen jetzt noch ein paar mehr von.</p>
<p>Das Drehbuch entblödet sich sogar, die Königstochter vom Drachen entführen zu lassen,  der  sie  &#8211; im Gegensatz zu quasi allen anderen Opfern &#8211; nicht gleich zerfleischt oder abfackelt, sondern einfach in seinen Vorratskeller wirft, aus dem sie dann befreit werden muss. Habe ich schön erwähnt, dass der König im Verlauf des Films abkratzt? Nein? Dann ratet mal, wer die Nachfolge antreten wird&#8230;</p>
<p>Wer es bis jetzt noch nicht gemerkt hat: OUTLANDER ist eine Ansammlung von Klischees, die so abgedroschen sind, dass man schon von einem anderen Planeten kommen muss, um sich von der vorangegangenen Inhaltsbeschreibung ernsthaft gespoilert zu fühlen. Auch wenn die Requisite für die Leichenberge Überstunden schieben musste, kann man nicht umhin sich vorzustellen, dass der Film im Nachmittagsprogramm besser aufgehoben wäre als auf einer DVD mit hoher FSK-Freigabe.</p>
<p>Man muss OUTLANDER jedoch auch zugestehen, dass er solide inszeniert ist und man ihm sein Budget &#8211; falls es daran mangelte &#8211; nicht ansieht.  Die Effekte sind solide, wenn auch teilweise etwas &#8220;märchenhaft&#8221;, die Kostüme wirken ansehnlich und die Darsteller sind, wenn schon nicht gut, dann doch zumindest ihren Rollen angemessen besetzt. Unter den zahlreichen Bärten verstecken sich sogar ein paar bekannte Namen wie Ron Perlman und John Hurt, die dem Film nicht unbedingt Klasse geben, aber ganz sicher auch nicht schaden.</p>
<p>Was bleibt, erklärt den einleitenden Absatz: Ein objektives &#8220;Gut&#8221; hat OUTLANDER in keinem Fall verdient. Dafür ist er zu verzichtbar. Da der Film aber zu keinem Zeitpunkt versucht, sich als mehr oder besser zu verkaufen, als er eigentlich  ist, kann man ihm nicht vorwerfen, sein Publikum zu enttäuschen. Wer als Kind die STORM-Comics gelesen hat, mag der Grundidee sogar eine nostalgische Note abgewinnen.</p>
<p>Wer &#8220;Der 13te Krieger&#8221; mochte und von &#8220;Reign of Fire&#8221; nicht total genervt war, kann OUTLANDER definitiv eine Chance geben. Der Rest sollte nicht mehr erwarten als entspannte Unterhaltung auf dem erzählerischen Niveau eines unterdurchschnittlichen Fantasy-Romans.</p>
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		<title>Cargo.</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Jun 2010 12:35:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[»Stell Dir vor, du fliegst ins All, und langweilst dich zu Tode.« So könnte der Slogan eines Films über die Folgen anhaltender Isolation bei Raumfahrern lauten. In diesem Fall beschreibt es leider in erster Linie den Film selbst, weniger dessen Handlung. Der Start der Reise gerät noch halbwegs interessant. Regisseur und Co-Autor Ivan Engler verstand [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/06/06/cargo/"><img class="alignnone size-full wp-image-2863" title="Cargo" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/cargo1.jpg" alt="" width="180" height="252" /></a>»Stell Dir vor, du fliegst ins All, und langweilst dich zu Tode.« So könnte der Slogan eines Films über die Folgen anhaltender Isolation bei Raumfahrern lauten. In diesem Fall beschreibt es leider in erster Linie den Film selbst, weniger dessen Handlung.</p>
<p>Der Start der Reise gerät noch halbwegs interessant. Regisseur und Co-Autor Ivan Engler verstand das Beste aus dem überschaubaren Budget zu machen und eröffnet sein Zweitwerk mit Space-Porn allererster Güte. Eine gigantische Raumstation, auf der fast die komplette, verbliebene Menschheit beheimatet ist, dreht sich glitzernd im All. Aus einer TV-Sendung und Werbetrailern erfährt der Zuschauer vom Elend unserer Erde, die längst nicht mehr bewohnbar ist, sowie der Existenz eines neuen Planeten, der jedoch nur den Glücklichen und Reichen Unterschlupf gewährt.</p>
<p><span id="more-2861"></span></p>
<div id="attachment_2870" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/cargo03.jpg" rel="lightbox[2861]"><img class="size-full wp-image-2870" title="Was Kälteschlaf betrifft, ist Gel ja mittlerweile state of the art. Es kühlt - und formt die Haare." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/cargo03.jpg" alt="" width="460" height="233" /></a><p class="wp-caption-text">So fühlt man sich also als Zahnpasta.</p></div>
<p>In den folgenden Minuten schimmert mit der Einführung der Protagonistin erstmals durch, was CARGO trotz der beachtlichen Effekte letztlich immer wieder als Indie-Produktion demaskiert. Gestus, Dialoge und Sprechweise der Hauptdarstellerin wirken wie in vielen jungen, deutschsprachigen Produktionen eigenartig steif und aufgesetzt, was sich nicht zwangsläufig bzw. allein mit mangelnder Erfahrung erklären lässt. Auch die Motivation der Protagonistin, auf dem Frachtschiff anzuheuern, welches den Großteil der Laufzeit über Schauplatz der Handlung sein wird, könnte direkt aus einem Übungsbuch in Drehbuchschreiben übernommen worden sein und lässt bereits deutlich erahnen, wohin die erzählerische Reise geht.</p>
<p>Für eine Weile gelingt es dem Ambiente, allen voran den gekonnt präparierten und eingefangenen Kulissen, davon abzulenken. Mit den ersten Andeutungen einer fremden Präsenz an Bord wird auch der vom Trailer geweckte Eindruck bestätigt, dass Engler irgendwie auch gerne einen neuen ALIEN drehen oder diesem Klassiker zumindest huldigen möchte, denn die dunklen Gänge des gigantischen Raumfrachters schaffen exakt jene klaustrophobische Atmosphäre, die jeder Filmfan mit der Nostromo assoziiert. Verstärkt wird der Effekt durch die kleine Crew, die in Zusammenstellung, Charakterzeichnung und Grundstimmung dem geistigen Vater kaum ähnlicher sein könnte.</p>
<p>Wenig später deutet sich jedoch bereits an, was letztendlich den zentrale Mangel des Films bildet. Man beginnt zu ahnen, dass CARGO nicht liefern wird, was er an Erwartungen weckt. Sobald erahnbar wird, was sich an Bord befindet, verfällt der Film in einen erzählerischen Kälteschlaf und verliert jeglichen Bewegungsmoment &#8211; ein Todesstoß für die Stimmung. Ab diesem Moment ändern auch ein paar ansehnliche CGI-Sequenzen, ein wenig wohldosierte Action und die grundsätzlich saubere Inszenierung wenig an der schleichenden Langeweile, die sich  unweigerlich beim Zuschauer breitmacht. Besonders fatal dabei ist, dass genau jene Szenen, die eindeutig Höhepunkte darstellen sollen, auf ganzer Linie enttäuschen.</p>
<div id="attachment_2866" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/cargo02.jpg" rel="lightbox[2861]"><img class="size-full wp-image-2866 " title="Schnappschuss aus dem &quot;Writers Room&quot;" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/06/cargo02.jpg" alt="Schnappschuss aus dem &quot;Writers Room&quot; von CARGO." width="460" height="259" /></a><p class="wp-caption-text">Als ihm klar wurde, dass man im Weltall als Kapitän nicht &quot;mit seinem Boot untergehen&quot; konnte, wusste Ernst Groebe, dass seine Tage gezählt waren.</p></div>
<p>Gegen Ende wird es dann plötzlich rasant. Als hätten sich die Drehbuchautoren darauf besonnen, dass sie doch eigentlich eine Geschichte erzählen wollten, gibt das Drehbuch unvermittelt vollen Schub und donnert durch ein Ende, dass einem anderen Film gut gestanden hätte, wenn es nicht &#8211; wie hier &#8211; vollkommen übereilt und gehetzt durchgenudelt werden würde. Die plötzliche, aufgesetzte Dramatik erschreckt mehr, als das sie unterhält, und ohne ausreichende emotionale Basis verglüht die nette, leider aber auch sehr abgedroschene Aussage lange bevor Sie beim Zuschauer zu anzudocken vermag.</p>
<p>Dass CARGO in seiner Gesamtheit unbefriedigend wirkt, liegt weniger an den unvermeidbaren Logikmängeln, gegen die sich das Drehbuch mit klassischen Tricks weitgehend abzusichern verstand, sondern mehr an dem Gefühl, Zeuge eines Experiments geworden zu sein, dass ungewollt das volle Ausmaß seiner Schwächen offenlegte. Zwei abgedroschene Themen zu verschmelzen, um etwas Neues zu schaffen, muss, wenn es nicht gelingt, unweigerlich in einer Potenzierung von Vorhersehbarkeit und Unwillen enden.</p>
<p>Es ist erfreulich, dass in den letzten Jahren wieder zunehmend »echte« Science-Fiction Filme gedreht werden. Dass man CARGO handwerklich kaum ansieht, wie viel er gekostet haben mag, und die Atmosphäre in der ersten Hälfte überhaupt Erinnerungen an Größen wie ALIEN weckt, macht Engler auf jeden Fall zu einem soliden Regisseur. Nur das Drehbuchschreiben sollte er anderen überlassen &#8211; oder weniger Leute mit einbeziehen, wie die 5 Namen in den ausführlichen Credits nahe legen.</p>
<p>Fazit:</p>
<p>CARGO ist wie eine talentlose Stripperin mit wenig »drunter«. Nach etwa einer halben Stunde beginnt dem Zuschauer zu dämmern, dass der Film nichts mehr zu zeigen hat, bzw. dass das, was einen erwartet, nicht halb so interessant sein wird, wie der Trailer hoffen ließ. Regisseur und Co-Autor Ivan Engler merkt dies leider erst 20 Minuten vor Schluss, woraufhin das Geschehen ebenso abrupt wie uninspiriert zu einem fulminanten Finale hochgepeitscht wird, dass sich nicht nur vollkommen von der bislang aufgebauten Atmosphäre verabschiedet, sondern zu allem Überfluss auch noch angestrengt bedeutungsschwanger und moralbeladen daher kommt. Dass der finale Kniff schon nach der ersten Hälfte absehbar war, stört da noch am wenigsten. Dass auf dem Weg von der Andeutung zur Auflösung so wenig Spannung und Unterhaltungswerte vermittelt werden kann, hingegen sehr.</p>
<p>Weniger trashig als der kürzlich erschienene PANDORUM, aber erzählerisch kaum anspruchsvoller und definitiv nicht unterhaltsamer. Weniger als ein Jahr nach MOON und mit einer langen Liste themenverwandter Filme reicht das nicht für eine Empfehlung.</p>
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		<title>Daybreakers.</title>
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		<pubDate>Wed, 05 May 2010 10:00:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist mal wieder Zeit für eine neue Regel, also aufgemerkt: Je schicker der Trailer für einen Genrefilm wirkt, desto beschissener ist wahrscheinlich das abendfüllende Endergebnis. Spontan denke ich hier an UNDERWORLD und 28 WEEKS LATER. Seit kurzem auch an DAYBREAKERS. Zugegeben: Ich hab es mit Vampirfilmen nicht so. Wie mittlerweile auch bei Zombiefilmen muss [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/05/04/daybreakers/"><img class="alignnone size-full wp-image-2773" title="Daybreakers Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers1.jpg" alt="" width="180" height="267" /></a>Es ist mal wieder Zeit für eine neue Regel, also aufgemerkt: Je schicker der Trailer für einen Genrefilm wirkt, desto beschissener ist wahrscheinlich das abendfüllende Endergebnis. Spontan denke ich hier an UNDERWORLD und 28 WEEKS LATER. Seit kurzem auch an DAYBREAKERS.</p>
<p>Zugegeben: Ich hab es mit Vampirfilmen nicht so. Wie mittlerweile auch bei Zombiefilmen muss ich darauf achten, ein gewisses »Film/Jahr«-Pensum einzuhalten, da aus wiederholter Enttäuschung sonst Abneigung, später physisch spürbarer Widerwillen wird. Bei DAYBREAKERS, einem postapokalyptischen Vampirstreifen mit Sam Neill, Willem Dafoe und Ethan Hawke, schien es an der Zeit, sich zu  überwinden. Das Ergebnis waren gut zwei Stunden gequältes Herbeisehnen eines Abspanns, der einfach nicht kommen wollte.</p>
<p><span id="more-2770"></span></p>
<div id="attachment_2772" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers2.jpg" rel="lightbox[2770]"><img class="size-full wp-image-2772" title="Nein, das sind nicht Hudson Hawke und Willem Tell." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers2.jpg" alt="" width="460" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Zeitgemäße Herrenmode trifft auf zeitgemäße Waffentechnik.</p></div>
<p>Zugegeben 2: Die Besetzung war eine Warnung, die man nicht hätte ignorieren dürfen. So sehr ich Neill, Dafoe und Hawke auch mag, jeder von ihnen hat bei seiner Filmwahl mehr als nur einmal heftig enttäuscht. Im Fall von Neill und Dafoe sollte man sogar von einem Abgleich absehen, das Resultat könnte ernüchternd sein.</p>
<p>Was hat der Film also zu bieten, abgesehen von einem Titel, den man wörtlicher kaum nehmen kann (jedenfalls, wenn man sich den Tag kaputt machen will). Die Ernüchterung setzt quasi bereits mit dem Kennenlernen den Protagonisten ein. Die aufgesetzte Schwermut von Hawkes Charakter (Name schon wieder vergessen) nervt, lange bevor sich die Handlung als absoluter Quark enttarnt. In gewissem Sinne erinnert seine Passivität an das extrovertierte Leiden von Brad Pitts Charakter Louis de Pointe du Lac (übersetzt: Louis, dem die Daseinsberechtigung fehlt) in INTERVIEW MIT EINEM VAMPIR. Als Hauptfigur eine denkbar schlechte Wahl, die darin resultiert, dass man sämtlichen Nebenfiguren &#8211; selbst den Antagonisten &#8211; mehr Dialoge und zum Teil auch mehr Erfolg in ihrem Bemühungen wünscht. Abgesehen davon sieht es auf deren Seite aber nicht viel sonniger aus.</p>
<p>Sam Neill darf mal wieder finster sein, versteckt sich aber hinter der blassen Schminke und trägt seine banalen Zeilen mit einer Zufrieden- und Gelassenheit vor, der man fast anmerken kann, wie sehr es ihn beruhigt, seine Karriere in trockenen Tüchern und nicht von diesem Film abhängig zu wissen.<br />
Willem Dafoe als Widerstandskämpfer scheint komplett austauschbar, vor allem da sein Sprechtext ein paar der generischsten, bemühtesten One-Liner enthält, die der Film zu bieten hat. Seine Inszenierung als »coole Sau« ruft leider nur in Erinnerung, um wie viel besser James Woods in JOHN CARPENTERS VAMPIRES diesen trashigen Archetyp im Griff hatte.</p>
<div id="attachment_2775" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers3.jpg" rel="lightbox[2770]"><img class="size-full wp-image-2775" title="Ihr wisst, nur einer von euch kann Germanys Next Armbrustmädel werden..." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/daybreakers3.jpg" alt="" width="460" height="308" /></a><p class="wp-caption-text">Gar nicht so selten: Eine ménage à trois in der Partnerberatung. Scheint aber ein recht hoffnungsloser Fall zu sein.</p></div>
<p>Die Handlung selbst ist kaum einer Erwähnung wert, soll der Fairness halber aber knapp erläutert werden, also: Vampire haben die Menschheit versklavt und nutzen sie als Zapfsäulen. Die fortgeschrittene Technik erlaubt eine voll automatisierte Ernte, eingegliedert in ein schattenhaftes Abbild unserer kapitalistisch geprägten, modernen Zivilisation. Als sich die Menschheit der Ausrottung nähert, die Blutreserven zu  Neige gehen und immer mehr Vampire aus Blutmangel zu Monstern degenerieren, wird die Bevölkerung zunehmend unruhig. In der wachsenden Verzweiflung gerät ein standhafter Blutforscher (Hawke), der  sein Dasein als Vampir verabscheut und mit dem Finden einer Ersatzlösung betreut ist, an eine Zelle menschlicher Widerstandskämpfer, angeführt von einem »ehemaligen« Vampir (Dafoe), die ihn für sich gewinnen können und versprechen, ihn ebenfalls zurück zu verwandeln. Von sich, seiner Rasse im allgemeinen und seinem Boss (Neill) im speziellen angewidert, verbündet sich Hawke mit Dafoe und nimmt den Kampf für &#8211; oder gegen, je nachdem &#8211; sein eigenes Volk auf.</p>
<p>Das hier im Kleinen wie im Großen mit dem breiten Pinsel gearbeitet wird, dürfte nicht überraschen. Was aber erstaunt, ist die Dreistigkeit, mit der interessante Themen in irrwitziger Knappheit abgehandelt oder quasi links liegen gelassen werden, während die banale Hatz, das Hin und Her der verfeindeten Parteien, auf die von durchschnittlichen Actionfilmen zu genüge bekannte Weise vor sich hin tröpfelt. Die Inszenierung krankt dabei am alten »Optik vor Inhalt«-Syndrom, denn Sätze, die nicht von einem Minderjährigen geschrieben scheinen, sind in etwa so knapp wie die Blutreserven 20 Minuten vor Filmschluss, als (Wenn das ein SPOILER ist, Pech) nur noch ein paar ausgelutschte Leichen an den Zapfsäulen hängen.</p>
<p>Um das Leid hier schneller zu beenden als der Film, sei eingestanden, dass nicht wenige Leute in der von mir besuchten Vorstellung den Saal mit einem breiten Grinsen verließen. Ich fühlte mich eher so, als hätte ich meine mehrstündige Zugfahrt mit überdrehten, dauerschnatternden Teenagern im selben Abteil hinter mir.</p>
<p>Wer die eingangs im Vergleich genannten Filme mag, und somit die letzten 2 Minuten mit anhaltendem Zweifel diese Kritik überflogen hat, mag durchaus auf seine Kosten kommen. Der Film wagt zumindest einen zaghaften Schritt in Bereiche des Vampirfilms, die noch nicht völlig ausgetreten sind. Wer allen Ernstes einen Film erwartet, der einem die Zähne zeigt, wird jedoch restlos enttäuscht.</p>
<p>THIRST bekommt noch eine Chance, dann ist wahrscheinlich Ruhe bis 2011. Danke, DAYBREAKERS.</p>
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		<title>Splice.</title>
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		<pubDate>Tue, 04 May 2010 18:44:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vinceno Natali ist, wenn man so will, ein Lieblingsonkel der Sci-Fi-Mystery-Nerds. Man sieht zu wenig von ihm, sowohl als Person als auch von seinem Schaffen, um einen näheren Verwandtschaftsgrad herauf zu beschwören, freut sich aber stets, wenn er mit einem neuen Werk zu Besuch kommt. Selten sind sie leider auch, die Besuche, denn als Regisseur [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/05/04/splice/"><img class="alignnone size-full wp-image-2752" title="SPLICE Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/splice1.jpg" alt="" width="180" height="240" /></a>Vinceno Natali ist, wenn man so will, ein Lieblingsonkel der Sci-Fi-Mystery-Nerds. Man sieht zu wenig von ihm, sowohl als Person als auch von seinem Schaffen, um einen näheren Verwandtschaftsgrad herauf zu beschwören, freut sich aber stets, wenn er mit einem neuen Werk zu Besuch kommt.</p>
<p>Selten sind sie leider auch, die Besuche, denn als Regisseur dürfte er bislang nur mit drei Werken einem breiteren Publikum bekannt sein &#8211; wobei »breit« hier ein relativer Begriff ist, denn bislang schaffte nur (der später mit zwei unsäglichen Fortsetzungen gestrafte) CUBE den Sprung ins Programm der Mainstream-Kinos. Der feine, intelligente Sci-Fi-Agentenfilm CYPHER (2002) kam kaum über Festivals hinaus und verdankte die Aufmerksamkeit, die ihm zuteil wurde, mehr der hübschen DVD-Hülle als der Presse, die ihn weithin ignorierte. Der wundervoll abgedrehte, schwarzhumorige NOTHING wurde schon fast nicht mehr wahrgenommen und als DVD schnell zu Niedrigpreisen verramscht.</p>
<p>Das alles fördert zwar in gewissem Sinn die kultige Aura, die Natalis Schaffen umgibt, verlangt den Fans aber auch einige Geduld ab. Sechs Jahre nach NOTHING, von denen drei in die Entwicklung von SPLICE gesteckt wurden, darf man sich zu Recht fragen, ob sich das Warten gelohnt hat. Und wie es mit Erwartungen so ist, neigen sie in dazu, unfaire Ausmaße zu erreichen. Der Onkel ist aus dem Exil zurück, doch kann das, was er mitbringt, überzeugen?</p>
<p><span id="more-2751"></span></p>
<div id="attachment_2754" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/splice2.jpg" rel="lightbox[2751]"><img class="size-full wp-image-2754 " title="Viva Piñata!" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/splice2.jpg" alt="" width="460" height="226" /></a><p class="wp-caption-text">Die Jugend von heute ... hängt nur noch faul rum.</p></div>
<p>Splice ist, das muss man der Antwort vorausstellen, ein Genrefilm für Genrepublikum. Das bedeutet, dass er nicht versucht, ein Genre salonfähig zu machen, das seit Jahren &#8211; durchaus gerechtfertigt &#8211; ein Nischendasein fristet. Es bedeutet aber auch, dass man ihn daran messen muss, was er dem Genre abgewinnt, wo er Wagnisse eingeht, die andere Vertreter missen lassen und die ausgetretenen Pfade zugunsten guten Storytellings verlässt.</p>
<p>Das alles klingt wie eine Rechtfertigung, wie die Einleitung zu einer Verteidigungsrede. So ist es aber nicht gemeint, denn SPLICE hat dergleichen nicht nötig. Natali zeigt einmal mehr, wie intelligent und bodenständig Genrekino sein kann. Er kreiert eine Welt, die in sich so stimmig und glaubwürdig ist, dass man als Filmfan echte Anerkennung empfinden muss. Mit wenigen Mitteln, zu denen auch die beiden gut besetzten Hauptdarsteller Adrien Brody und Sarah Polley gehören, konstruiert er eine Wirklichkeit, die so klein und hermetisch wirkt, dass man sich kaum vorstellen kann, dass außerhalb dieser noch eine andere Normalität existieren soll. Das dies ohne aufgesetzten Surrealismus funktioniert, macht SPLICE auch atmosphärisch interessant. Der Mikrokosmus verströmt, ähnlich wie in CYPHER, die Behaglichkeit einer Petrischale, mit dem Unterschied, dass die von SPLICE bereits Kulturen enthält, die dem Geschehen schmutzverkrustete Ränder bescheren. Das Ergebnis ist nicht ganz so antiseptisch, aber noch immer auf unterschwellige Weise irritierend.</p>
<p>In diesem Rahmen wirkt die Geschichte um ein Forscherpaar, deren illegales Genexperiment ein humanoides Wesen, eine neue Lebensform, hervorbringt, fast wie eine Parabel, so als hätte man Kafkas Der Prozess die Türhüterlegende »Vor dem Gesetz« entnommen und eigenständig verfilmt. Dieser Effekt rückt quasi automatisch die Metaebenen ins Bewusstsein des Zuschauers und lenkt die Aufmerksamkeit auf die omnipräsente Symbolik, mit der Themen wie Elternschaft und Familie, sowie klassische Frankenstein-Motive, in die Handlung eingewoben werden. Dass dies auf einer sehr einfach erfassbaren, quasi greifbaren Ebene von statten geht, ist dem Film auch eher als Leistung denn als Schwäche zu akkreditieren, will er doch bei all den Ideen nicht die Unterhaltung vergessen.</p>
<p>Man merkt, ich bin nicht wirklich objektiv. Frei von Makel und Verirrung ist dieses Experiment natürlich nicht. Der Film bietet quasi auf keiner Ebene echte Andockpunkte für das geldbringende Normalpublikum. Und auch das Genrepublikum wird, der gewohnten Kost beraubt, Schwierigkeiten haben, Zugang zu der Geschichte zu finden. Für gutes Entertainment ist SPLICE zu verkopft, für Programmkino-Publikum mehr als nur einen Zacken zu derb und effektreich. Auch kann nicht bestritten werden, dass die Geschichte zum Ende hin etwas entgleist, und eine unerwartete Intensivierung von Gewalt und Action, die in den schlechten Momenten wie aus einem anderen Film entnommen scheint, das Geschehen in jene störenden Verhaltensmuster driften lässt, die man vom Genre gewohnt ist. Mit viel Liebe kann man darin Konsequenz sehen, wie auch ein weiteres Motiv, ohne das ein solcher Themenkomplex unvollständig wäre &#8211; die Inszenierung geriet aber eindeutig zu hektisch, um uneingeschränkt zu überzeugen.</p>
<p>Am Ende muss man auch als »Verwandter« eingestehen, dass SPLICE in seiner Endfassung die drei Jahre Pause nicht ganz rechtfertigt. Der Film, der angeblich häufig umgeschnitten wurde, liegt nicht über den Niveau eines CYPHER, und wird Natali somit auch nicht massiv weiterbringen. Angesichts seiner Filmographie muss man sich aber fragen, ob dies überhaupt ein Wunsch des Regisseurs ist. Vielleicht, so darf man hoffen, will Natali genau das tun: Filme machen, die genug Geld bringen, um die kommenden Projekte zu finanzieren, und die zeigen, welches Niveau fantastische Geschichten haben können, wenn man sie clever erzählt. Wenn das dann Filme sind, bei denen man nicht der Einzige im Publikum ist, dem ein (wissendes) Lächeln über das Gesicht huscht, wenn David Hewlett auf der Leinwand erscheint, dann soll es halt so sein.</p>
<p>Einem Regisseur, der sich so treu bleibt, darf man auch mal gehobenes Mittelmaß verzeihen.</p>
<p><em>Anmerkung: Falls jemand, der den Film gesehen hat oder zu sehen  plant, Filmwissenschaften oder Ähnliches studiert, soll der die beiden  Hauptdarsteller (bzw. deren Aussehen) mit den Figuren vergleichen, die  das Poster des kürzlich erschienenen Animationsfilms »Sonnig mit  Aussicht auf Fleischbällchen« zieren (<a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/05/splice3.jpg" rel="lightbox[2751]">Bild hier, auch noch in der passenden Vorstellung</a>). </em><em>Ich bin sicher, das hat Potenzial für eine Hausarbeit.</em></p>
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		<title>Avatar.</title>
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		<pubDate>Tue, 16 Feb 2010 21:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ach ja, was soll man sagen. Zuerst hatte ich überlegt, diese Rezension auf einer Metaebene zu bestreiten, indem ich eine Pocahontas-Kritik kopiere und einfach die Namen austausche. Aber erstens ist das abmahnfähig und zweitens hätte es sicher kaum jemand verstanden, jedenfalls nicht, wenn man danach geht, was sich im Web so herumtreibt. Die nächste Idee [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/02/16/avatar/"><img class="alignnone size-full wp-image-2721" title="Avatar Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_01.jpg" alt="" width="105" height="148" /></a>Ach ja, was soll man sagen. Zuerst hatte ich überlegt, diese Rezension auf einer Metaebene zu bestreiten, indem ich eine Pocahontas-Kritik kopiere und einfach die Namen austausche. Aber erstens ist das abmahnfähig und zweitens hätte es sicher kaum jemand verstanden, jedenfalls nicht, wenn man danach geht, was sich im Web so herumtreibt. Die nächste Idee war, es bei einer selbstironischen Spitze zu belassen und einen Aufguss meiner eigenen Phrasen als Einleitung zu verwenden, im Stil von: <em>»Es gibt Kinofilme, nach deren Besuch man merkt, wie mit jeder Minute die Begeisterung, und somit auch die persönliche Wertung, abebbt. Bei AVATAR stellt sich dieser Effekt weit vor dem Abspann ein.«</em><br />
Haute mich aber auch nicht vom Hocker. Also lassen wir das.<br />
<span id="more-2719"></span></p>
<div id="attachment_2720" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_04.jpg" rel="lightbox[2719]"><img class="size-full wp-image-2720" title="Was schleicht herum und trifft sehr schwer? Der Tiecher mit dem Schiessgewehr." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_04.jpg" alt="" width="460" height="259" /></a><p class="wp-caption-text">Hätte er nicht so kleine Ohren, würde er vermutlich hören, wie sich der Heli von hinten anschleicht.</p></div>
<p>AVATAR ist einfach alles, was die Kritiken besagen. Und weniger. Denn selbst in 3D auf gigantischer Leinwand kann die Sturmflut an Effekten die banale Langeweile nicht ersäufen, welche die Handlung heraufbeschwört. Man sieht sich fast genötigt, dem Film eine seiner wenigen Leistungen vorzuhalten: Die Welt, die James Cameron mit seinem CGI-Overkill erschaffen hat, ist absolut stimmig und leistet sich keine künstlerischen Ausrutscher &#8211; wirkt aber auch nicht fremdartig genug, um dauerhaft zu faszinieren. Ein halbes Dutzend schräge Tierarten und ein paar leuchtende Blumen machen eben aus einem Regenwald keinen faszinierenden, fremden Planeten.</p>
<p>Zugegeben: Die Gesichtsanimationen der Aliens sind hervorragend, Tier- und Pflanzenwelt wirken paradiesisch und exotisch, aber nie übertrieben genug, um sich zu diskreditieren. Die 3D-Effekte werden konsequent und nicht allein um ihrer selbst willen eingesetzt, und fügen sich so nach einer Weile angenehm in das Filmerlebnis ein. Das bunte Treiben macht für eine Weile ordentlich Spaß, und man meint fast, sich an den Bildern niemals sattsehen zu können.</p>
<p>Dieses Gefühl hält ungefähr bis zur Hälfte des Filmes vor. Dummerweise mobilisiert das Drehbuch zum selben Zeitpunkt all seine Reserven. Das esoterische, religiös-verklärte Fantasygebrabbel der Figuren, welches zuvor als leichtes Hintergrundrauschen halbwegs ausgeblendet werden konnte, erreicht zunehmend eine Intensität, bei der sich besten Willens nicht mehr übersehen lässt, was einem da in hübscher Folie dargeboten wird: ein strunzbanaler Fantasyplot auf Grundschul-Niveau, in seiner Harmlosigkeit und Vorhersehbarkeit kaum mehr zu übertreffen. Wer sich in eine Welt, bevölkert von Indianern, die Bäume anbeten und auf Drachen (ja, was sonst bitte?) reiten, als bahnbrechende Science-Fiction verkaufen lässt, ist selbst schuld. Genauso all jene, die sich von derart weichgespülten Konflikten und Erwählten-Fantasien mitreißen lassen, um nach Filmende in der Schlange einer FastFood-Kette darüber zu diskutieren, wie wir doch mit mehr Nähe zur Natur bessere Menschen werden könnten.</p>
<div id="attachment_2723" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_02.jpg" rel="lightbox[2719]"><img class="size-full wp-image-2723" title="Gebannt beobachteten sie das Heranwachsen ihres ersten Uhrzeitkrebses." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/02/Avatar_02.jpg" alt="" width="460" height="270" /></a><p class="wp-caption-text">&quot;Was ist das, Rambo?&quot; -  &quot;Ein blaues Licht.&quot; - &quot;Was tut es?&quot; - &quot;...&quot;</p></div>
<p>Gegen Ende hin wird das Getöse noch einmal richtig laut, um über ein paar Logikfehler und erzählerische Dreistigkeiten hinweg zu täuschen. Wer zu diesem Zeitpunkt nicht bereits mit dem Einnicken ringt, sitzt wahrscheinlich in der Nachmittagsvorstellung. Das Positivste, das man wagen kann, ist AVATAR als eine Art Reise in eine fremde Welt zu bezeichnen. Selbst dafür ist er jedoch erschreckend inhaltsarm, werden doch die wenigen, interessanten Fragen und Aspekte (neurale Vernetzung des gesamten Planeten, kulturelle Besonderheiten, Missionierung der Einwohner durch Schulen) in Halb- und Nebensätzen abgehandelt. Es braucht keine Forschung, keine Völkerverständigung, nur einen Helden mit Bierfilz-tauglicher Motivation, der zahlreiche Nebenfiguren voller Inbrunst in den Untergang führt, ohne jemals inne zu halten. Wirft man einen halbwegs klaren Blick auf das Geschehen, kann man nicht umhin, zu erkennen, wie erstaunlich konservativ, angepasst und fundamentalistisch all das Treiben im Kern ist. Das macht aus AVATAR in erster Linie eine unglaubliche Ansammlung verschenkter Chancen,  etwas wirklich Ungewöhnliches, Innovatives oder Provokantes zu zeigen. Der Mut der Macher reichte leider nicht einmal für Polygamie oder ein Kastensystem, dass mehr als »Jäger« kennt.</p>
<p>Schlussendlich dürfte egal sein, was die Kritiker sagen. Der Erfolg gibt Cameron Recht, und so wird AVATAR ganz sicher nicht der letzte seiner Art sein. Aber der Erfolg spricht auch Bände über jene, die ihn zu verantworten haben.</p>
<p>Er spricht Bände über uns.</p>
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