Buried

Es liegt in der Natur des Menschen, der Intensität und Energie der eigenen Jugend nachzutrauern und im nächsten Atemzug der aktuellen Jugend eben solche abzusprechen. Von Ausnahmen abgesehen wird das, was im Jetzt für Spannung sorgt, vom Gestern stets verurteilt. Im Medium Film äußert sich dies darin, jedes Remake argwöhnisch zu beäugen, dem modernen Studiosystem jegliche Innovationsbereitschaft abzusprechen und – vor allem – den Mangel an echter Größe in der aktuellen Generation von (männlichen) Schauspielern zu beklagen.

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The Divide

Zu den zeitlosen Klassikern, die über jeden Zweifel erhaben und vom Setting unabhängig sind, gehört der HERR DER FLIEGEN. Der 1954 erschienene Roman des englischen Schriftstellers William Golding ist so universell in Inhalt und Aussage, dass sich die Geschichte mühelos an einen anderen Ort oder eine andere Zeit übertragen und auf jede isolierte Gruppe anwenden lässt. Die Dunkelheit, die im Menschen schlummert, ist immer aktuell und verliert nie an Bedrohlichkeit und Schrecken.

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Red State

1994 drehte ein bis dahin praktisch unbekannter Regisseur einen Film über zwei Taugenichtse, die in benachbarten Läden arbeiteten und den ganzen Tag damit verbrachten, Unsinn zu reden, sich mit ihren neurotischen Kunden anzulegen und jeder Art von Verantwortung tunlichst aus dem Weg zu gehen. Die Dialoge waren frech, die Witze kompromisslos und jede zweite Szene perfekt zitierbar.

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Kill List

Es ist recht leicht, KILL LIST zu hassen. Er ist brutal, obszön und moralisch mehr als fragwürdig. Eine tour de force über einen Ex-Soldaten, der aus Geldnot einen alten Freund bei einer Reihe von Auftragsmorden unterstützt, die bald völlig außer Kontrolle geraten.

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End of Animal

Ein Taxi holpert auf einer schmalen, unbefestigten Straße durch eine karge Landschaft. Der Passagier, eine schwangere Frau, ist aus Seoul angereist, um ihre Mutter zu besuchen. Als ein Anhalter darum bittet, mitgenommen zu werden, erteilt sie aus Höflichkeit ihre Erlaubnis, bloß um diese bereits Augenblicke später zu bereuen.

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The Assault

Die meisten Trailer dieser Tage verraten zu viel. Sie sind zu lang und zu bemüht, möglichst viel vom Film zu zeigen. Spätestens wenn die, bei großen Produktionen übliche, schnelle Folge dramatischer Einstellungen das Ende des Trailers einläutet, kann man sich auf massive Spoiler gefasst machen. THE ASSAULT ist keine solche Produktion. Wer den Trailer gesehen hat, kann sich den eigentlichen Film dennoch sparen.

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The Woman

Wenn es dieses Jahr einen Film gab, bei dem ich schon vor dem Kartenkauf ein mieses Gefühl hatte, dann THE WOMAN. Diese Vorahnung sollte sich bestätigen, jedoch auf eine Art und Weise, die ich nie erwartet hätte. Der Grund dafür ist recht persönlich, und erfordert einige Ausführungen. Wen also nur die Wertung interessiert, dem nenne ich als Schulnote die 3, und schicke ihn gleich weiter.

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Good Neighbors

Zum Lieferumfang handelsüblicher Serienkiller-Thriller gehört genau ein Psychopath. Je nachdem, wo man bestellt, erhält man eventuell noch einen manischen Ermittler als Dreingabe. Ausnahmen gibt es, doch selbst diese stellt GOOD NEIGHBORS mühelos in den Schatten, denn der kanadische Indie-Streifen kommt mit sage und schreibe drei Verrückten daher, die als benachbartes Protagonistentrio alle Hauptrollen abdecken.

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