Wall Street: Money Never Sleeps

Gut zwei Wochen schiebe ich diese Rezension bereits vor mir her, und wie es der Zufall so will, entspricht dies ziemlich genau der gefühlten Spieldauer von WALL STREET: MONEY NEVER SLEEPS.

Gut, dass ist vielleicht ein wenig übertrieben. Folgende Einschätzung leider nicht: Genauso wenig, wie ich wusste, was ich über dieses belanglose Bildgeplätscher schreiben könnte, genauso wenig scheint Oliver Stone gewusst zu haben, was er eigentlich erzählen möchte.

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Devil

Vor gut fünf Jahren, als ich noch besser über aktuelle Filme informiert war, hörte ich bei einer Busfahrt, wie sich ein paar Teenager über Quentin Tarantinos neuen Film HOSTEL unterhielten. Ich erinnere mich noch an die grimmig-amüsierte Verachtung, die ich empfand, als mir klar wurde, wie gut diese albernen “präsentiert von”-Zusätze tatsächlich funktionieren. Es hat lange gedauert, bis mir ein ähnlicher Fehler unterlief. Bedauerlich, dass dies der einzige Grund bleiben wird, warum ich DEVIL nicht vergessen werde.

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The Tourist

Was macht ein Gondoliere abseits der Saison?
Er lässt sich treiben.

Ungefähr auf dem selben Niveau wie dieser Kalauer liegt THE TOURIST. Das Drehbuch ist ebenfalls ein Witz, der einem kein Schmunzeln auf die Lippen zwingt. Im Gegenteil. Man könnte wohl eine amüsante, auf jeden Fall interessantere Glosse darüber schreiben, wie dieser Film vermutlich zustande kam.

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I saw the devil

Rachefilme sind wie ihre Protagonisten. Einfach nicht tot zu kriegen. Dabei hat das Genre seine Blütezeit längst hinter sich. Als Darsteller wie Charles Bronson in den 70er und 80er Jahren der Selbstjustiz ein Gesicht gaben und jegliche Zwischentöne vom Mündungsfeuer ihrer Schusswaffen überblendet wurden, war die Welt noch in Ordnung – beziehungsweise eben nicht, was den hauptsächlich mittelmäßigen bis gotterbärmlichen Produktionen einiges an Rückenwind bescherte. Dann kamen die 90er, und die Filme verschwanden in den Actionregalen der Videotheken und im Nachtprogramm der Privatsender, um schließlich auf billig produzierten VHS-Kassetten in den Wühltischen der Supermärkte zu vergammeln. Die Welt war immer noch nicht in Ordnung, aber Rachefilme alter Schule waren out.

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The Disappearance of Alice Creed

THE DISAPPEARANCE OF ALICE CREED war ein Geheimtipp auf dem 24. Fantasy Filmfest 2010, der ohne die Konkurrenz von FOUR LIONS gute Chancen gehabt hätte, zum Gewinner des FRESH BLOOD Wettbewerbs gekürt zu werden. Das Erstlingswerk von J Blakeson, der auch das Drehbuch schrieb, präsentiert sich als geradliniger, bissiger Thriller, der auf übertriebene Gewalt und zwanghaftes Schockieren verzichtet. Dafür kann man ihn nicht genug loben, besonders da die eröffnenden Minuten, in denen zwei schweigsame Männer ein Zimmer flucht- und schalldicht versiegeln, zunächst Schlimmstes erwarten lassen. Was folgt, ist jedoch kein Abstieg in die finstersten Abgründe menschlicher Triebe, sondern ein Kammerspiel mit großartiger Dynamik zwischen den lediglich drei Figuren, mit denen der Film auskommt.

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Inception

Eines muss eigentlich am Anfang wie auch am Ende dieser Kritik stehen, denn es behält trotz diverser Nörgeleien seine Gültigkeit: INCEPTION hat jegliches Lob, das ihm von Zuschauern und Presse zugedacht wurde, verdient. Eine – zumindest in dieser Form – unverbrauchte Grundidee, eine durchweg saubere und packende Inszenierung, gute Darsteller und vor allem eindrucksvolle Effekte, deren Einsatz sich tatsächlich an den Bedürfnissen der Handlung orientiert, statt umgekehrt. Was will man mehr?

Gut, eine Sache wäre da. Zwei, um genau zu sein. So beschämend es sich auch anfühlt, angesichts der hohen Qualität überhaupt von Mängeln zu sprechen, fehlte mir ein Quäntchen Intensität zu echter, ungebremster Begeisterung. Dies mag den hohen Erwartungen geschuldet sein, muss aber erwähnt werden, um den spürbaren Mangel an Euphorie in diesen Zeilen zu erklären.

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Memories of murder.

Serienmörder, soweit das Auge reicht. Die düstere Faszination, die von jenen gestörten Gestalten ausgeht, hat sich als nachhaltiger erwiesen als jedes Vampir-Revival und jede Zombie-Welle. Woran das liegt, und wie weit diese Faszination zurückreicht, füllt Essays und Bücher, Sammelkarten und Dokumentationen. Im Rahmen einer Filmkritik genügt es, sich zu fragen, wie viel Potenzial der Thematik noch innewohnt, wenn Serienmörder schon zu Serienhelden werden müssen, um interessante Geschichten erzählen zu können.

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Red Hill.

Im Westen nichts Neues: Wenn ein Trailer eine Intensität verspricht, die das Endprodukt nicht liefern kann, hat man es in der Regel mit Blockbuster-Kino zu tun, das über ein ansehnliches Budget, werbewirksame Actionszenen und eindrucksvolle CGI-Effekte verfügt. Die Ausnahmen sind deshalb nicht weniger enttäuschend. Mit seinen Trailern, von denen einer komplett auf Sprechtext verzichtete, versprach RED HILL atmosphärische Bilder und weckte Neugierde auf einen spannenden Genremix aus Western, Horror und Thriller. Das mag der Film auch streng genommen sein. Leider funktioniert er in keiner dieser Kategorien besonders gut.

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