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Wer Filme für eine Generation macht, die allen Ernstes Speed-Dating für eine sinnvolle Maßnahme bei der Partnersuche hält, darf sich keine Illusionen machen. Zurückhaltung, ein langsames Kennenlernen und aneinander Gewöhnen hat bei der breiten Masse in etwa die selben Erfolgchancen wie Schachspielen nach Gehör. Das gilt doppelt für jede Form von Unterhaltung, und sei es nur weil man es sich mangels Verzweiflung und im Überangebot der Alternativen leisten kann, bis an die Grenze zur Zickigkeit wählerisch zu sein.
Es hätte so schön werden können. Nachdem das Revival der Zombie-Filme seinen Höhepunkt überschritten und sich die Welle der qualitativ minderwertigen Nachahmer längst am Publikum gebrochen hatte, kam ZOMBIELAND daher, um dem Trend ein würdiges, massentaugliches Ende zu setzen. Es wusste von dieser Bestimmung vielleicht nichts, aber von meiner Warte aus standen die Sterne günstig. Was danach noch folgen mochte, so meine Überzeugung, würde man getrost vergessen können – genau wie die Zombiefilme, die vor dem 2004er-Remake von DAWN OF THE DEAD niemanden interessierten. Und nein, ich habe 28 DAYS LATER nicht vergessen, ich ignoriere ihn bloß.
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Eine abgelegene Radiostation, an einem kalten, von heftigem Schneetreiben verdunkelten Morgen. Der in die Jahre gekommene, durch seinen provokanten Stil unbequem gewordene Radiomoderator Grant Mazzy beginnt seine Sendung mit der üblichen, öden Verlesung lokaler Nachrichten, als ein live zugeschalteter Verkehrsreporters beunruhigende Beobachtungen übermittelt. Eine Menge aufgebrachter Menschen scheint sich versammelt zu haben und die Gegend zu durchstreifen, zudem ist von seltsamen Anfällen die Rede, von sich ununterbrochen wiederholenden Rufen und gewalttätigen Ausschreitungen. Angeblich sollen sogar Militär und Polizei bereits auf der Bildfläche erschienen sein. Während das kleine Team um Grant noch versucht, die Berichte zu verifizieren, verschärft sich die Lage dramatisch. Bald wird deutlich, dass man zwar von der Außenwelt abgeschnitten ist, nicht aber von dem, was den eigenartigen Infekt überträgt: Sprache.
Ein streng geheimes, vom Militär erfolglos getestetes und zur Entsorgung vorgesehenes Supersoldaten-Serum gerät durch einen Unfall in den Hinterhof einer Bowling-Bahn und von dort aus über den Umweg einer Softeis-Maschine in die Mägen von vier Freunden, die dort den einbrechenden Abend verbringen. Als die Vier nach einem direkt darauf folgenden, tödlichen Anfall als Zombies wieder erwachen, merken sie zunächst wenig von der eigenen Veränderung. Lediglich ein eigenartiger Appetit und die seltsame Geschwindigkeit, mit der sich die Anwohner plötzlich bewegen, gibt Anlass zur Verwunderung.
Ein geheimnisvoller Ex-Soldat namens Nick Steele (Colby French), der ebenfalls infiziert wurde, trifft die Gruppe auf ihrem Weg durch die Stadt und lenkt sie auf eine ebenso falsche wie fatale Fährte. Die ganze Stadt, so seine Theorie, sei von einem Virus infiziert, der alle Menschen zu mordlüsternen Bestien macht, und nur sie, die Supersoldaten, können dessen Ausbreitung stoppen. Dafür gilt es jedoch erst, die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Leider ist es nicht so leicht, verdeckt vorzugehen, wenn einen alle Welt als laufende Leiche erkennt. WEITER
Vier junge Leute fahren mit dem Auto quer durch Amerika. Das Ziel: Ein Strand, noch aus Kindheitstagen im Gedächtnis und nun, da die Welt von einer grauenhaften Epidemie entvölkert wird, die letzte Hoffnung auf Rettung durch Isolation. Die höchst ansteckende Krankheit ist ein ständiger Wegbegleiter. Ein ebenso schleichendes wie sicheres Todesurteil, das jenen, die noch nicht infiziert wurden, eiserne Disziplin abverlangt. Deshalb hat die Gruppe Regeln aufgestellt, den Umgang mit Trägern betreffend, Regeln, die unter allen Umständen zu beachten sind.
Doch Grundsätze sind leichter gefasst als eingehalten, wenn das Benzin zu Neige geht und Kontakt mit anderen Menschen unvermeidbar wird. Wo aber Kontakt geknüpft wird, entsteht leicht Mitleid, und wo Gnade unmöglich wird, ist Grausamkeit die Folge. So dauert es nicht lange, bis sich die Regeln gegen ihre Verfechter wenden und sich ehemals Vertraute gegenseitig an die Gurgel gehen. WEITER
Party- und Splatterfilme beziehen gern einen guten Teil ihres Unterhaltungspotentials daraus, peinlich und albern zu sein. Wer nicht schon bei einer Prämisse wie “Menschenfresserschafe” (BLACK SHEEP) grinsen muss, sollte schleunigst das Weite suchen. DEAD SNOW bildet hier keine Ausnahme, zumal schon die Grundidee “Nazi-Zombies im Schnee” absolut dämlich klingt. Die Inszenierung hält mühelos mit und liefert schrägen, größtenteils aber freiwilligen Humor, der in seinen besseren Momenten an Klassiker wie BRAINDEAD erinnert und in seinem schlechteren trotzdem nicht sonderlich nervt.