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	<title>The AcidBar &#187; zombies</title>
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	<description>...schreibt Romane, Kurzgeschichten, Fast Fiction und alles, wozu er sonst noch Worte findet. Wenn es drauf ankommt, fehlen sie dann.</description>
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		<title>Zombieland.</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 19:07:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es hätte so schön werden können. Nachdem das Revival der Zombie-Filme seinen Höhepunkt überschritten und sich die Welle der qualitativ minderwertigen Nachahmer längst am Publikum gebrochen hatte, kam ZOMBIELAND daher, um dem Trend ein würdiges, massentaugliches Ende zu setzen. Es wusste von dieser Bestimmung vielleicht nichts, aber von meiner Warte aus standen die Sterne günstig. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2010/08/09/zombieland/"><img class="alignnone size-full wp-image-2928" title="Zombieland_Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/08/Zombieland_Poster.jpg" alt="" width="180" height="251" /></a>Es hätte so schön werden können. Nachdem das Revival der Zombie-Filme seinen Höhepunkt überschritten und sich die Welle der qualitativ minderwertigen Nachahmer längst am Publikum gebrochen hatte, kam ZOMBIELAND daher, um dem Trend ein würdiges, massentaugliches Ende zu setzen. Es wusste von dieser Bestimmung vielleicht nichts, aber von meiner Warte aus standen die Sterne günstig. Was danach noch folgen mochte, so meine Überzeugung, würde man getrost vergessen können &#8211; genau wie die Zombiefilme, die vor dem  2004er-Remake von DAWN OF THE DEAD niemanden interessierten. Und nein, ich habe 28 DAYS LATER nicht vergessen, ich ignoriere ihn bloß.</p>
<p><span id="more-2927"></span></p>
<p>Was dann aber kam, war ein nettes Filmchen, das zwar zu unterhalten wusste, in punkto schwarzer Humor und anarchischer Witz aber weit, weit hinter meinen Erwartungen zurück blieb. Keine Frage, die Inszenierung machte Spaß, zeigte aber auch einen eklatanten Mangel an Mut, das Außergewöhnliche zu wagen. Statt es hier und da richtig krachen zu lassen, wurden die bekannten Elemente zitiert und leicht ironisch aufbereitet. Auffällig hierbei war vor allem, wie wenig echte Sympathiepunkte die jungen Darsteller für sich verbuchen konnten. Woody Harrelson wirkte dem zwar bereitwillig entgegen, der Mangel an Pep auf der anderen Seite ließ die Funktion seiner Rolle aber gleichzeitig allzu transparent werden.</p>
<p>ZOMBIELAND ist, und das darf auch gern als Kompliment gewertet werden, ein Zombiefilm für die ganze Familie. Es ist aber auch ein Sonntagsausflug des Genres, an dem man viel zu sehr auf Harmonie bedacht war, um das notwendige Maß an Biss an den Tag zu legen. So blüht dem Genre wohl nicht der eingangs heraufbeschworene Abgang mit Stil, sondern das Schicksal seiner namenlosen Stars:</p>
<p>Ein schleichender, nicht enden wollender Tod.</p>
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		<title>Pontypool.</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 12:38:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Eine abgelegene Radiostation, an einem kalten, von heftigem Schneetreiben verdunkelten Morgen. Der in die Jahre gekommene, durch seinen provokanten Stil unbequem gewordene Radiomoderator Grant Mazzy beginnt seine Sendung mit der üblichen, öden Verlesung lokaler Nachrichten, als ein live zugeschalteter Verkehrsreporters beunruhigende Beobachtungen übermittelt. Eine Menge aufgebrachter Menschen scheint sich versammelt zu haben und die Gegend [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/09/13/pontypool/"><img class="alignnone size-full wp-image-2553" title="pontypool-1" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-1.jpg" alt="pontypool-1" width="104" height="154" /></a>Eine abgelegene Radiostation, an einem kalten, von heftigem Schneetreiben verdunkelten Morgen. Der in die Jahre gekommene, durch seinen provokanten Stil unbequem gewordene Radiomoderator Grant Mazzy beginnt seine Sendung mit der üblichen, öden Verlesung lokaler Nachrichten, als ein live zugeschalteter Verkehrsreporters beunruhigende Beobachtungen übermittelt. Eine Menge aufgebrachter Menschen scheint sich versammelt zu haben und die Gegend zu durchstreifen, zudem ist von seltsamen Anfällen die Rede, von sich ununterbrochen wiederholenden Rufen und gewalttätigen Ausschreitungen. Angeblich sollen sogar Militär und Polizei bereits auf der Bildfläche erschienen sein. Während das kleine Team um Grant noch versucht, die Berichte zu verifizieren, verschärft sich die Lage dramatisch. Bald wird deutlich, dass man zwar von der Außenwelt abgeschnitten ist, nicht aber von dem, was den eigenartigen Infekt überträgt: Sprache.<br />
<span id="more-2551"></span></p>
<div id="attachment_2555" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-3.jpg" rel="lightbox[2551]"><img class="size-full wp-image-2555" title="Tausche alle realen deutschen Radiomoderatoren gegen diesen fikitven." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-3.jpg" alt="Zehn zahme Zombies zogen zehn zerkaute Zivilisten zum Zug." width="460" height="196" /></a><p class="wp-caption-text">Zehn zahme Zombies zogen zehn zerkaute Zivilisten zum Zug.</p></div>
<p>Eine der goldenen Regeln beim Drehbuchschreiben, und in direkter Folge auch bei der Regieführung, lautet: &#8220;Show, don&#8217;t tell&#8221;. Eine weniger prägnante, trotzdem ebenso häufig korrekte Regel bei Horrorfilmen lautet: &#8220;Most times, it&#8217;s scarier what you DON&#8217;T see.&#8221; PONTYPOOL bricht &#8211; auch budgetbedingt &#8211; eklatant mit der ersten und setzt fast ausschließlich auf die zweite. Das macht ihn schwierig, aber auch höchst interessant.</p>
<p>Die Frage, die über allem steht, ist natürlich, ob das Experiment funktioniert. Schließlich geht es hier weniger um die »things hidden in the dark«, wie man sie in Vollendung bei THE DESCENT sehen kann*, sondern um eine Geschichte, die nicht ohne Grund zuerst als Buch und dann als Hörspiel erzählt wurde. Immerhin, das soll als Erklärung erwähnt werden, geht es um ein 3-Personen-Team, das sich 95% der Spielzeit in ein und dem selben Keller aufhält. Solch eine Prämisse verlangt in erster Instanz Höchstleistung von Kamera, Darstellern und Skript, und in zweiter ein gehöriges Maß an Bereitschaft seitens des Zuschauers, sich auf ein derartiges Kammerspiel einzulassen.</p>
<p>Und tatsächlich: Es klappt. Stephen McHattie fesselt mit seiner Mimik und Ausstrahlung (und nicht zuletzt seiner Stimme)  vom ersten Moment an, die Kamera leistet sehr solide Arbeit und die sauber strukturierte Entwicklung der Handlung stupst die Spannung auf gleichbleibend hohem Level bis zum etwas hektischen Finale. Dabei krallt man sich vor Grauen nicht in die Sessellehne, doch das Unbehagen hält sich dank kontinuierlicher Enthüllungen auf der einen und dem bleibenden Ungewissen auf der anderen Seite stets auf ansehnlichem Niveau.</p>
<div id="attachment_2554" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-2.jpg" rel="lightbox[2551]"><img class="size-full wp-image-2554" title="Gleitsicht-Gläser hatte sie sich anders vorgestellt." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/pontypool-2.jpg" alt="Heute bei &quot;Scheibenwischer&quot;..." width="460" height="244" /></a><p class="wp-caption-text">Heute bei &quot;Scheibenwischer&quot;...</p></div>
<p>Natürlich ist nicht alles positiv. Die von der Buchvorlage »Pontypool changes everything« komprimierte Handlung lässt kaum Platz für Charakterentwicklung und -zeichnung, was sich an einigen Stellen und besonders am Ende bemerkbar macht. Hinzu kommt eine letzte Überraschung, die aufgrund des hohen Tempos kaum mehr verarbeitet werden kann, gefolgt von einer Art Epilog, der nur noch als surreal bezeichnet werden kann. Somit entlässt PONTYPOOL sein Publikum nach gut 90 Minuten etwas verwirrt und unschlüssig zurück in die Wirklichkeit &#8211; ein Gefühl, das nicht jeder zu schätzen weiß.</p>
<p>Ein gesundes Maß an Faszination für die Grundidee »Sprache als Virus« vorausgesetzt, kann PONTYPOOL als intelligenter Horror punkten, der sich am Rande Elementen der beliebten Zombie-Szenarien bedient, letztlich aber gänzlich andere Themen und Ängste anschneidet, als man in besagtem Genre sonst geboten bekommt. Als gewagte Mischung aus minimalistischem Seuchen-Thriller und  ASSAULT ON PRECINCT 13 kitzelt er vortrefflich die Nerven und beweist, dass es noch intelligent erzählten Horror gibt, der Blut und Ekel nicht zum Selbstzweck erhebt.</p>
<p>Eine erfrischende Abwechslung in einem von herben Ermüdungserscheinungen gezeichneten Genre &#8211; das ist derzeit eine Menge wert.</p>
<p><em>*Eine spätere bzw. teilweise »Enthüllung« des Grauens wird vom Publikum erwartet und stellt somit nicht unbedingt einen Bruch der Regel dar.<br />
</em></p>
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		<title>Wasting Away.</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 13:00:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein streng geheimes, vom Militär erfolglos getestetes und zur Entsorgung vorgesehenes Supersoldaten-Serum gerät durch einen Unfall in den Hinterhof einer Bowling-Bahn und von dort aus über den Umweg einer Softeis-Maschine in die Mägen von vier Freunden, die dort den einbrechenden Abend verbringen. Als die Vier nach einem direkt darauf folgenden, tödlichen Anfall als Zombies wieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/08/31/wasting-away/"><img class="alignnone size-full wp-image-2463" title="Wasting Away Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/wastingaway01.jpg" alt="Wasting Away Poster" width="104" height="185" /></a>Ein streng geheimes, vom Militär erfolglos getestetes und zur Entsorgung vorgesehenes Supersoldaten-Serum gerät durch einen Unfall in den Hinterhof einer Bowling-Bahn und von dort aus über den Umweg einer Softeis-Maschine in die Mägen von vier Freunden, die dort den einbrechenden Abend verbringen. Als die Vier nach einem direkt darauf folgenden, tödlichen Anfall als Zombies wieder erwachen, merken sie zunächst wenig von der eigenen Veränderung. Lediglich ein eigenartiger Appetit und die seltsame Geschwindigkeit, mit der sich die Anwohner plötzlich bewegen, gibt Anlass zur Verwunderung.</p>
<p>Ein geheimnisvoller Ex-Soldat namens Nick Steele (Colby French), der ebenfalls infiziert wurde, trifft die Gruppe auf ihrem Weg durch die Stadt und lenkt sie auf eine ebenso falsche wie fatale Fährte. Die ganze Stadt, so seine Theorie, sei von einem Virus infiziert, der alle Menschen zu mordlüsternen Bestien macht, und nur sie, die Supersoldaten, können dessen Ausbreitung stoppen. Dafür gilt es jedoch erst, die Verantwortlichen ausfindig zu machen. Leider ist es nicht so leicht, verdeckt vorzugehen, wenn einen alle Welt als laufende Leiche erkennt.<br />
<span id="more-2462"></span><br />
WASTING AWAY bietet &#8211; neben seiner tollen Grundidee &#8211; viele nette Momente und goldige Ideen, macht dabei aber den selben Fehler wie viele Komödien: In dem Versuch, auch eine halbwegs nachvollziehbare Geschichte zu erzählen, entstehen zahlreiche Längen, die ohne Lacher auskommen müssen bzw. die Dichte an Witzen und Kalauern zu stark verringern. Somit gibt es zwar sporadisch Anlass, sich auf den metaphorischen Schenkel zu klopfen, auf die Gesamtlänge betrachtet schafft es der Film aber nur mühsam, das Dauerschmunzeln zu halten. Ein erfahrener Drehbuchautor hätte hier vielleicht noch mehr bewegen können, mit sympathischen Figuren und halbwegs versierten Comedy-Darstellern allein ist es aber eben nicht getan. Der miese Ton und die uninspirierte Kameraführung tun ihr übriges, dem Erstlingswerk der Brüder Matthew &amp; Sean Kohnen das Feeling und den Charme eines Studentenfilms zu verpassen. Ob man dafür mehr als die Leihgebühr für eine DVD (die es in Deutschland aktuell nicht gibt) ausgeben möchte, muss jeder für sich Entscheiden.</p>
<p>Eine Enttäuschung war der Spaßstreifen nicht, für eine uneingeschränkte Empfehlung reicht es aber keinesfalls. Hartgesottene Zombiefilmfans hingegen dürften bedenkenlos zugreifen.</p>
<p><em>Fantasy Filmfest 2009 &#8211; Film 5</em></p>
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		<title>Carriers.</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 20:02:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vier junge Leute fahren mit dem Auto quer durch Amerika. Das Ziel: Ein Strand, noch aus Kindheitstagen im Gedächtnis und nun, da die Welt von einer grauenhaften Epidemie entvölkert wird, die letzte Hoffnung auf Rettung durch Isolation. Die höchst ansteckende Krankheit ist ein ständiger Wegbegleiter. Ein ebenso schleichendes wie sicheres Todesurteil, das jenen, die noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/2009/08/28/carriers/"><img class="alignnone size-full wp-image-2422" title="Carriers Poster" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/carriers01.jpg" alt="Carriers Poster" width="104" height="154" /></a>Vier junge Leute fahren mit dem Auto quer durch Amerika. Das Ziel: Ein Strand, noch aus Kindheitstagen im Gedächtnis und nun, da die Welt von einer grauenhaften Epidemie entvölkert wird, die letzte Hoffnung auf Rettung durch Isolation. Die höchst ansteckende Krankheit ist ein ständiger Wegbegleiter. Ein ebenso schleichendes wie sicheres Todesurteil, das jenen, die noch nicht infiziert wurden, eiserne Disziplin abverlangt. Deshalb hat die Gruppe Regeln aufgestellt, den Umgang mit Trägern betreffend, Regeln, die unter allen Umständen zu beachten sind.</p>
<p>Doch Grundsätze sind leichter gefasst als eingehalten, wenn das Benzin zu Neige geht und Kontakt mit anderen Menschen unvermeidbar wird. Wo aber Kontakt geknüpft wird, entsteht leicht Mitleid, und wo Gnade unmöglich wird, ist Grausamkeit die Folge. So dauert es nicht lange, bis sich die Regeln gegen ihre Verfechter wenden und sich ehemals Vertraute gegenseitig an die Gurgel gehen.<br />
<span id="more-2421"></span></p>
<div id="attachment_2423" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/carriers02.jpg" rel="lightbox[2421]"><img class="size-full wp-image-2423" title="Gebrauchtwagen vor dem Kauf immer sorgfältig überprüfen, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/08/carriers02.jpg" alt="DEUTLICH zu lange im Halteverbot gestanden." width="460" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Der Wagen stand DEUTLICH zu lange im Halteverbot.</p></div>
<p>CARRIERS macht wenig falsch, aber auch zu wenig richtig. Die erste, durchaus gelungene Hälfte umschifft &#8211; wenn auch nur knapp &#8211; die bekannten Banalitäten des Genres und setzt erfolgreich auf moralische Zwickmühlen, welche den Zusammenhalt der Gruppe von Beginn an auf die Probe stellen. Die Inszenierung verzichtet dabei weitgehend auf unnötige Effekthascherei und wirkt somit eigenständig genug, um trotz erkennbarer Inspirationsquellen nicht fortwährend an andere Filme zu erinnern.</p>
<p>Es wäre deshalb nicht gerechtfertigt, die Handlung grundsätzlich als vorhersehbar zu bezeichnen, wirklich überraschend ist die Entwicklung der Reise jedoch ebenso wenig. Als solider, zurückhaltender Genrefilm kann CARRIERS, bedingt durch seine Prämisse, kaum mehr tun, als sich an jeder Station für eine der naheliegenden Optionen zu entscheiden. Das funktioniert jedoch nur, solange man als Zuschauer darauf spekuliert, früher oder später von den Ereignissen mitgerissen zu werden.</p>
<p>Dieser Moment bleibt leider aus, und während die Gruppe wie erwartet kollabiert, fehlt es der Geschichte im weiteren Verlauf deutlich an Ideen und Intensität. In dieser Phase fällt dann auch negativ auf, wie eindimensional die Figuren und wie vorhersehbar ihr Wandel ist. Daran ändert auch die Besetzung von Chris Pine (STAR TREK) wenig, der mit seiner Proletenrolle eher negativ auffällt. Statt dessen bestätigt sich, was zuvor bereits angesichts des sehr gelungenen Auftritts von Christopher Meloni als Vater eines infizierten Kindes deutlich wurde: Die Charaktere dienen weniger der Geschichte, sondern mehr als Vertreter der verschiedenen moralischen Standpunkte und Dilemmas.</p>
<p>CARRIERS bietet durch seine zurückgenommene Erzählweise mehr Niveau und Identifikationsfläche als die Konkurrenz, wird als Kind vieler Eltern letztlich aber weder die Cineasten, noch die Durchschnittsgucker, noch die Gorehounds wirklich begeistern. Ohne ein innovatives Finale und mangels Energie bleibt er ein netter, aber entbehrlicher Beitrag zu einem Genre, dass sein eigenes Revival längst überlebt hat.</p>
<p><em>Fantasy Filmfest 2009 &#8211; Film 1</em></p>
<p><em></em><em>Anmerkung: Diese Kritik findet ihr auch auf Moviegod.de. Wenn ihr mir einen persönlichen Gefallen tun wollt, klickt ihr mal auf den <a href="http://www.moviegod.de/kino/kritik/1598/carriers" target="_blank">Link</a> und prodiziert so ein paar Page Impressions.</em></p>
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		<title>Dead Snow.</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Mar 2009 23:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tom</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Party- und Splatterfilme beziehen gern einen guten Teil ihres Unterhaltungspotentials daraus, peinlich und albern zu sein. Wer nicht schon bei einer Prämisse wie &#8220;Menschenfresserschafe&#8221; (BLACK SHEEP) grinsen muss, sollte schleunigst das Weite suchen. DEAD SNOW bildet hier keine Ausnahme, zumal schon die Grundidee &#8220;Nazi-Zombies im Schnee&#8221; absolut dämlich klingt. Die Inszenierung hält mühelos mit und liefert schrägen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/dead-snow_0.jpg" rel="lightbox[1538]"><img title="Dead Snow" src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/dead-snow_0.jpg" alt="Dead Snow" width="104" height="150" /></a></p>
<p>Party- und Splatterfilme beziehen gern einen guten Teil ihres Unterhaltungspotentials daraus, peinlich und albern zu sein. Wer nicht schon bei einer Prämisse wie &#8220;Menschenfresserschafe&#8221; (BLACK SHEEP) grinsen muss, sollte schleunigst das Weite suchen. DEAD SNOW bildet hier keine Ausnahme, zumal schon die Grundidee &#8220;Nazi-Zombies im Schnee&#8221; absolut dämlich klingt. Die Inszenierung hält mühelos mit und liefert schrägen, größtenteils aber freiwilligen Humor, der in seinen besseren Momenten an Klassiker wie BRAINDEAD erinnert und in seinem schlechteren trotzdem nicht sonderlich nervt.</p>
<p><span id="more-1538"></span></p>
<div id="attachment_1564" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/dead-snow_1.jpg" rel="lightbox[1538]"><img class="size-full wp-image-1564" title="Man kann es mit dem einseifen auch übertreiben." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/dead-snow_1.jpg" alt="Und ich sag' noch: Iss keinen roten Schnee." width="460" height="204" /></a><p class="wp-caption-text">Und ich sag&#39; noch: Iss keinen roten Schnee.</p></div>
<p>Unfreiwillig komisch wird es lediglich bei den Effekten, die &#8211; auch hier finden sich Parallelen zu Genre-Klassikern wie eben genanntem &#8211; in gleichem Maße blutig wie billig sind. Das gilt insbesondere für die Maske, denn die tiefgefrorenen SS-Schergen wirken, erstmal in voller Schönheit präsentiert, so bedrohlich wie gefrorene Hundehäufchen &#8211; man will sie sicher nicht anfassen, flieht aber in erster Linie vor dem Geruch. Apropos Kot: Eine fäkalhumorige Szene muss man dann auch ertragen, doch auch hier ist die Schmerzgrenze noch nicht in Spuckreichweite. Erfrischung und Entschädigung bieten einige handwerklich solide Szenen, die vor dem Überkochen des grotesken Treibens ihren Weg auf die Leinwand finden, wodurch der Mixtur sogar noch ein paar Spannungsmomente beigemischt werden.</p>
<p>Die Opfer sind übrigens gewohnt dumm, jedoch bei weitem nicht so nervtötend wie das Gros der Charaktere, deren Ableben man in &#8220;ernsthafteren&#8221; Slashern meist schon vor dem ersten Auftritt des Häschers herbeisehnt. Was nicht heissen soll, dass sie sympathisch wären, aber dazu sind sie schließlich auch nicht da. Man soll sich ja freuen, wenn es einen erwischt, und hier zeigt DEAD SNOW durchweg  seine kreative Seite.</p>
<div id="attachment_1563" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/dead-snow_3.jpg" rel="lightbox[1538]"><img class="size-full wp-image-1563" title="Sein Stoßtrupp heisst &quot;Einsatz&quot;. Ohne Scheiß." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/dead-snow_3.jpg" alt="dead-snow_3" width="460" height="238" /></a><p class="wp-caption-text">Das kommt davon, wenn man im Winter auf der Unterlippe rumkaut.</p></div>
<p>Alles in allem bietet DEAD SNOW sehr unterhaltsame, selbstironische und turbulente 90 Minuten, die mit einem wirklich coolen Soundtrack unterlegt wurden &#8211; allein für die teils punkigen, teils kruden Rock- &amp; New-Metal-Tracks aus dem Norden lohnt sich das Ansehen. Sollte sich ein deutscher Verleih finden, dürfte sich DEAD SNOW wohl einer bescheidenen, aber nachhaltigen Beliebtheit in Kreisen minder- bis gerade eben volljähriger Splatterfans erfreuen.</p>
<p>Mal spaßig, mal spannend: Kein Klassiker in spe, aber durchaus sympathisch.</p>
<div id="attachment_1562" class="wp-caption alignnone" style="width: 470px"><a href="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/dead-snow_2.jpg" rel="lightbox[1538]"><img class="size-full wp-image-1562" title="Grimmig. Entschlossen. Eiskalt." src="http://www.acidbar.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/03/dead-snow_2.jpg" alt="dead-snow_2" width="460" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">Mit Toppits wär das nicht passiert.</p></div>
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